6. Oktober 2011
Die Vergabe des Radiums 223 unterstützt die Therapie von Männern mit Prostatakrebs. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie. Bei dem Stoff handelt es sich um ein radioaktives Nuklid. Wird es vom Menschen aufgenommen, so baut der Körper es in die Knochen ein - ähnlich wie es mit Kalzium geschieht.
In einer Studie wurde Radium-223 an 992 Prostatakrebs-Patienten vergeben, mit dem Resultat, dass deren Lebenserwartung im Durchschnitt um fast drei Monate gesteigert werden konnte. Die Überlebenszeit stieg von 11,2 Monaten auf 14 Monate. In Prozent ausgedrückt, ist dies eine Verbesserung um 44 Prozent.
Radium 223 hatte sogar einen weiteren positiven Effekt. Die Zeit, bis krebsbedingte Knochenschäden auftreten, verlängerte sich ebenfalls. Der Durchschnittswert konnte von 8,4 Monaten auf 13,6 Monate angehoben werden. Das entspricht einer Verbesserung von 64 Prozent.
Die Kehrseite der Methode: ebenso wie Kalzium wird der radioaktive Stoff nicht nur in den Knochen gespeichert, sondern gelangt auch in anderes Gewebe. Dies kann beim Patienten Nebenwirkungen provozieren. Neben Übelkeit (34 Prozent) und Erbrechen (17 Prozent) kam es in der Studie auch zu schwerem Durchfall (22 Prozent).
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