Ein Drittel der Prostatakrebs-Operationen könnten durch einen Bluttest verhindert werden

Von Viola Reinhardt
7. Oktober 2009

Prostatakrebs kennt unterschiedliche Formen, die darin begründet liegen, wie rasch der Tumor selbst wächst. Forscher der University of Liverpool konnten nun im Blut der Betroffenen eine bestimmten Marker finden, der bei Prostatakrebs auf ein langsames Wachstums des Tumors hinweist. Bei solch einer langsam wachsenden Form des Prostatakrebses sind Bestrahlungen, Chemotherapie und auch Operationen nicht nötig.

Rund ein Drittel der Patienten könnte somit von der Prozedur solcher Behandlungen verschont bleiben. Bei dem Marker mit dem Namen Hsp-27 handelt es sich um ein Protein, das vorhersagen kann, ob ein Prostatakrebs gut- oder bösartig in seinem Verlauf ist.

Der Marker selbst ist hierbei als Kontrolleur der Signalwege an den Zellveränderungen beteiligt. Weitere Studien zum Hsp-27, sollen nun Erkenntnisse darüber bringen inwieweit sich dieses Protein beeinflussen lässt und somit auch den Patienten besser helfen zu können, die unter einer bösartigen Form des Prostatakrebses leiden.