22. Januar 2005
Strahlenquellen so klein wie ein Samenkorn zerstören Tumoren in der Prostata. Mit einer Spritze deponieren Ärzte an der medizinischen Hochschule Hannover die radioaktiv strahlenden Körnchen in die Krebsgeschwulst der Prostata, berichtet die Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau. Per Ultraschall kontrolliert der Arzt die richtige Lage der Strahler. Der Patient kann das Krankenhaus noch am selben Tag verlassen.
Dr. Stefan Machtens, Urologe an der MHH sieht die Zukunft dieser neuen Methode bei der Behandlung "weniger aggressiver Tumoren, die auf die Prostata begrenzt sind". Die bisherigen Erfahrungen hätten bereits Vorteile im Vergleich zu einer Operation, in der das Organ entfernt wird, gezeigt: Als Nebenwirkungen gab es kaum Probleme mit einer Blasenschwäche und viel weniger Fälle von Impotenz.
Die Behandlung wird noch nicht von den Krankenkassen bezahlt.
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