Prostatakrebs Artikel

Alles Gute für die Prostata - Auf die Früherkennung kommt es an

In den vergangenen Jahren entwickelte sich das Prostata-Karzinom zur häufigsten Tumorerkrankung des Mannes – vor dem Lungenkrebs. 2003 starben insgesamt 11.400 Männer in Deutschland an einem Prostatakarzinom. Genaue Ursachen für diesen Trend kennt bisher niemand.

(dgk) Die Prostata ist ein kastaniengroßes Organ, in gesundem Zustand prall und fest, von einer Kapsel mit glatter Oberfläche umgeben. Die Vorsteherdrüse wiegt normalerweise etwa 20 Gramm, liegt direkt unter der Blase, ummantelt die Einmündung des Samenleiters in die Harnröhre.

Im Sexualleben des Mannes spielt die Vorsteherdrüse eine zentrale Rolle. Im Allgemeinen erledigt sie ihre Aufgaben diskret und reibungslos. Erst mit zunehmendem Alter macht die Prostata auf sich aufmerksam: Sie wächst. Wenn etwa ab dem 40. Lebensjahr der Testosteronspiegel sinkt, beginnt die Vergrößerung. Im Extremfall bläht sich die Kastanie allmählich bis zur Größe einer Orange auf.

Zellwucherungen in der Vorsteherdrüse sind nicht immer gutartig. In den vergangenen Jahren entwickelte sich das Prostata-Karzinom zur häufigsten Tumorerkrankung des Mannes – vor dem Lungenkrebs. 2003 starben insgesamt 11.400 Männer in Deutschland an einem Prostatakarzinom. Genaue Ursachen für diesen Trend kennt bisher niemand. Die Wissenschaftler können aber zumindest Risikofaktoren nennen:

  • Höheres Alter. Etwa 80 Prozent der Betroffenen sind zum Zeitpunkt der Diagnose über 60 Jahre.
  • Genetische Vorbelastung. Männer, deren Väter oder Brüder an Prostatakrebs litten, haben ein erhöhtes Risiko.
  • Ungesunde Ernährung. Mittelmeerkost mit viel Gemüse, Salat, Obst und Fisch gilt als günstig – denn Männer in Portugal, Spanien, Italien und Griechenland erkranken deutlich seltener als Mitteleuropäer.

Man(n) kann also etwas tun. Neben einem gesunden Lebensstil sollte er vor allem die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Arzt in Anspruch nehmen – ab dem 45. Lebensjahr jährlich – und nicht aus falscher Angst oder Scham "den Kopf in den Sand stecken". Die Heilungschancen des Prostatakarzinoms hängen entscheidend von der Früherkennung ab. Wenn erste Symptome auftreten – Schwierigkeiten beim Wasserlassen, schwacher Harnstrahl, Druck trotz gelehrter Blase –, befindet sich der Tumor häufig schon in einem fortgeschrittenen Stadium. Aber in den allermeisten Fällen werden diese Symptome durch eine gutartige Vergrößerung verursacht.

Die gängigste Untersuchung zur Früherkennung ist die rektale Untersuchung. Dabei ertastet der Urologe die Prostata vom Enddarm her mit dem Finger. Verlässlicher ist die so genannte PSA-Wert-Bestimmung im Blut. PSA steht für prostata-spezifisches Antigen, ein ausschließlich im Prostatagewebe gebildetes Protein. Dieser Eiweißstoff wird nur in der Vorsteherdrüse und bevorzugt von bösartigen Zellen gebildet. Kommt er gehäuft vor, kann das frühzeitig auf eine Tumorentwicklung hinweisen. Ein Wert von mehr als 4 Nanogramm pro Milliliter Blut (ng/ml) gilt als Warnhinweis und sollte daher medizinisch abgeklärt werden. Eine Erhöhung dieses PSA-Wertes kann aber durchaus auch harmlos sein. Denn auch gutartige Vergröße-rungen der Prostata (benigne Prostatahyperplasie, BPH) oder Prostataentzündungen können für eine Erhöhung verantwortlich sein. "Mit Hilfe des PSA-Wertes können zwei Drittel der heilbaren Tumoren erkannt und somit erfolgreich therapiert werden", so Prof. Dr. med. Kurt Miller, Vizepräsident der Berliner Urologischen Gesellschaft e.V. "Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist die PSA-Bestimmung zur Früherkennung unverzichtbar".

Quellenangaben

  • DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann teilen und bewerten Sie ihn bitte:


LESERMEINUNGEN (0)

Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.

Lesermeinung schreiben

Sie schreiben aktuell nur als Gast. Melden Sie sich an oder werden Sie neues Mitglied der Community!
» Jetzt kostenlos registrieren
Regeln | AGB
Bitte den Code eingeben:

GRUNDINFORMATIONEN ZU PROSTATAKREBS

Diagnose und Symptome von Prostatakrebs

Probleme beim Wasserlassen, Blut oder Samen im Urin kann auf einen Prostatatumor hinweisen.

Diagnose und Symptome von Prostatakrebs

Ursachen und Verlauf von Prostatakrebs

Eine ungesunde Lebensweise, aber auch genetische Veranlagung können diesen Krebs begünstigen.

Ursachen und Verlauf von Prostatakrebs

Behandlung, Therapie und Vorbeugung von Prostatakrebs

Komplizierte Therapieverfahren versuchen, das Organ zu erhalten und den Krebs zu bekämpfen.

Behandlung, Therapie und Vorbeugung von Prostatakrebs
Werbung

MEHR ARTIKEL ZUM THEMA PROSTATAKREBS

PROSTATAKREBS
Ursachen und Verlauf von Prostatakrebs

Eine ungesunde Lebensweise, aber auch genetische Veranlagung können diesen Krebs begünstigen.

  • 13. August 2009
  • 7492 Lesungen
  • 0 Lesermeinungen
Prostatakrebs: Ursachen und Verlauf von Prostatakrebs

PROSTATAKREBS
Diagnose und Symptome von Prostatakrebs

Probleme beim Wasserlassen, Blut oder Samen im Urin kann auf einen Prostatatumor hinweisen.

  • 13. August 2009
  • 7870 Lesungen
  • 0 Lesermeinungen
Prostatakrebs: Diagnose und Symptome von Prostatakrebs

GESUNDE ERNäHRUNG
Mit der richtigen Ernährung das Krebsrisiko senken

Immer mehr Studien deuten darauf hin, dass man mit der richtigen Ernährung gezielt gegen das Entstehen von ...

  • 24. Juli 2009
  • 5927 Lesungen
  • 0 Lesermeinungen
Gesunde Ernährung: Mit der richtigen Ernährung das Krebsrisiko senken

CHEMOTHERAPIE
Krebsbehandlung mit der Chemotherapie

Die Chemotherapie ist oftmals die größte Hoffnung im Kampf gegen den Krebs. Lesen Sie hier, wie eine Chemot...

  • 27. Juni 2008
  • 28657 Lesungen
  • 0 Lesermeinungen
Chemotherapie: Krebsbehandlung mit der Chemotherapie

PROSTATAVERGRößERUNG
Prostatavergrößerung ist weit verbreitet - und behandelbar

Häufiges Wasserlassen sowie Verzögerungen und Probleme dabei sind häufige Symptome einer Prostatavergrößeru...

  • 20. April 2006
  • 8290 Lesungen
  • 1 Lesermeinung
Prostatavergrößerung: Prostatavergrößerung ist weit verbreitet - und behandelbar

ARTIKEL ZU VERWANDTEN THEMEN

DIABETES
Wie entsteht Diabetes?

Hinter Typ-1-Diabetes steckt die Unfähigkeit des Körpers, Insulin zu produzieren, während bei der Typ-2-Dia...

  • 15. September 2007
  • 6307 Lesungen
  • 0 Lesermeinungen
Diabetes: Wie entsteht Diabetes?

EPILEPSIE
Erste Hilfe bei Epilepsie-Anfällen - Hinlegen verringert Verletzungsgefahr

Mit rund 600.000 Betroffenen ist Epilepsie die häufigste neurologische Erkrankung in Deutschland. Das Verst...

  • 23. Dezember 2006
  • 8181 Lesungen
  • 0 Lesermeinungen
Epilepsie: Erste Hilfe bei Epilepsie-Anfällen - Hinlegen verringert Verletzungsgefahr

LEGASTHENIE
Wenn die Buchstaben nicht zu Wörtern werden wollen - Legasthenie

Wenn es partout nicht gelingen will, das Lesen und Schreiben zu lernen, liegt häufig eine Legasthenie vor.

  • 21. Juli 2006
  • 4480 Lesungen
  • 0 Lesermeinungen
Legasthenie: Wenn die Buchstaben nicht zu Wörtern werden wollen - Legasthenie

SONNENALLERGIE
Sonnenallergie - Wenn die Sonne zur Gefahr wird

Sommerzeit, Sonnenzeit. Für mehr als 10% der Bundesbürger bricht mit dem Sommeranfang eine quälende Zeit an...

  • 7. Juli 2006
  • 6228 Lesungen
  • 0 Lesermeinungen
Sonnenallergie: Sonnenallergie - Wenn die Sonne zur Gefahr wird

HYPERHIDROSE
Hyperhidrose - Wenn Schwitzen zur Krankheit wird

Der Sommer ist da und lockt mit warmen Temperaturen. So angenehm das Sonnen auch sein mag, so unangenehm is...

  • 9. Juni 2006
  • 8737 Lesungen
  • 4 Lesermeinungen
Hyperhidrose: Hyperhidrose - Wenn Schwitzen zur Krankheit wird

Forenbeiträge aus dem Bereich Prostatakrebs

17.12.12
Offener Beitrag aus dem Bereich Prostatakrebs - Diskutieren Sie mit!

PROSTATAKREBS
Wie ernst muss man Rückenschmerzen bei einem Patienten mit Prostatakrebs nehmen?

Hallo zusammen! Wie ist das, wenn eine Patient mit einem Prostatakarzinom Rückenschmerzen hat? Müssen die Schmerzen sehr ernst genommen werde...

07.10.12
Offener Beitrag aus dem Bereich Prostatakrebs - Diskutieren Sie mit!

PROSTATAKREBS
OP oder Bestrahlung - was hilft langfristig besser bei Prostatakrebs?

Mein Vater hat mit Ende Fünzig leider Prostatakrebs diagnostiziert bekommen. Nun steht entweder eine Strahlentherapie oder eine OP an. Was ist...

20.08.12
Offener Beitrag aus dem Bereich Prostatakrebs - Diskutieren Sie mit!

PROSTATAKREBS
Kann man bei einer Prostata-OP erkennen, ob und wohin der Krebs gestreut hat?

Mein Mann muß sich leider Morgen einer Prostata-OP unterziehen. Mich würde dazu interessieren, ob man dabei erkennen kann, ob und wohin der Kr...

03.08.12
Offener Beitrag aus dem Bereich Prostatakrebs - Diskutieren Sie mit!

PROSTATAKREBS
Erfahrung mit Skat Spritze

Wer hat erfahrung mit Skat?

16.07.12
Offener Beitrag aus dem Bereich Prostatakrebs - Diskutieren Sie mit!

PROSTATAKREBS
OP als letzter Ausweg

Bei mir ist Prostatakrebs diagnostiziert worden. Bin 65. Welche alternativen Heilmethoden sind noch vor einer endgültigen OP zu empfehlen??

Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Prostatakrebs Forum

MEHR PROSTATAKREBS

Werbung

SPECIALS

Community



Jetzt kostenlos registrieren und Mitglied der Community werden
Werbung
Werbung
Riskante Depressionen: Traurigkeit, die nicht mehr vergeht - Depression muss behandelt werden!

Riskante Depressionen

Traurigkeit, die nicht mehr vergeht - Depression muss behandelt werden!

Buchempfehlung

Rolf Harzmann und Andrea Grüber

Prostatakrebs: Diagnose Prostatakrebs

Das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken steigt für Männer ab dem fünfzigsten Lebensjahr. Bei einer rechtzeitige...

Prostatakrebs: Diagnose Prostatakrebs

Folgen Sie uns

Gewinnspiel im Monat Mai