28. Oktober 2011
Der Facharzt spricht von einer Präeklampsie, wenn bei einer Schwangeren Komplikationen wie Bluthochdruck, Wassereinlagerungen und Schwindel entstehen. Die Präeklampsie erhöht zudem das Risiko auf eine Frühgeburt beträchtlich und dies kann bei einer zu frühen Entbindung den Tod des Babys bedeuten. Daher sind Frauen stets beunruhigt, wie hoch ihr eigenes Risiko ist. Gewissheit kann da ein Bluttest liefern. Durch eine einfache Blutprobe kann der Frauenarzt im Labor ermitteln, wie hoch das Präeklampsie-Risiko tatsächlich ist. Das neue Verfahren wurde in sechs verschiedenen Kliniken bereits getestet und erfüllte die Ansprüche.
Bei 630 Patientinnen wurde etwas Blut entnommen. Während der Schwangerschaft befinden sich spezielle Proteine im Blut, die von der Plazenta produziert werden. Die Eiweiße „sFlt-1“ und „PlGF“ sind nachweislich an der Entstehung einer Präeklampsie beteiligt. Sind die Werte zu hoch, besteht Gefahr. Je höher die Werte im Blut sind, desto kürzer wird die Schwangerschaft voraussichtlich sein. Bei 164 der untersuchten Frauen fand man anhand der Proteine ein erhöhtes Frühgeburtsrisiko.
Der Test konnte auch eine aussagekräftige Kurzzeitdiagnose liefern und soll daher als Kurzzeitprognose bald in allen Krankenhäusern eingesetzt werden.
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