22. Oktober 2009
Eine Platzangst verursacht unterschiedliche Symptome. Die Diagnose stellt meist der Psychologe.
Unter Platzangst versteht man umgangssprachlich die Angst vor engen schmalen Gebäuden, Zimmern usw. Der Fachausdruck heißt Klaustrophobie. Richtig müsste diese Angst jedoch "Raumangst" genannt werden. Die eigentliche Platzangst, die Angst vor weiten Plätzen, wird Agoraphobie genannt.
Patienten mit einer Klaustrophobie bekommen Panikzustände, wenn sie sich in engen Räumen, Tunneln, Aufzügen, öffentlichen Verkehrsmitteln, im Kino oder sonstigen geschlossenen Räumen aufhalten. Die Patienten bekommen auch bei bestimmten ärztlichen Untersuchungsgeräten, wie zum Beispiel einer Computertomografieröhre "Platzangst". In den Angst auslösenden Situationen bekommen die Patienten aus dem Grund Panik, da sie der Meinung sind, sie könnten die Situation nicht mehr selbst kontrollieren (wie Aussteigen aus fahrendem Zug nicht möglich). Die Patienten leiden unter starkem Herzklopfen und Schmerzen im Bereich der Brust. Zusätzlich schwitzen sie stark und bekommen kaum Luft. Dadurch wird den Patienten schwindelig und sie haben die Angst zu ersticken.
Patienten mit einer Agoraphobie bekommen Angstzustände, wenn sie sich nicht in ihrer eigenen Wohnung befinden. Besonders große weite Plätze oder Menschenmassen bereiten ihnen große Angst. Die Betroffenen haben hier Angst, sie könnten sich blamieren, wenn sie ohnmächtig werden oder nicht rechtzeitig zur Toilette kommen.
Um körperliche Ursachen für eine Platzangst ausschließen zu können, erfolgt im ersten Schritt meist eine Untersuchung beim Hausarzt. Krankheiten wie eine Schilddrüsenüberfunktion könnten ähnliche Symptome wie die Platzangst hervorrufen, so dass dies zuerst abgeklärt werden muss. Dazu führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch, nimmt Blut ab und untersucht Urin und Stuhl. Teilweise erfolgen weitere Untersuchungen wie zum Beispiel ein Ultraschall der Schilddrüse, bevor die Überweisung an einen Psychologen ansteht.
Der Psychologe führt ein eingehendes Gespräch mit dem Patienten und befragt ihn nach seinen genauen Beschwerden, wann diese auftreten und wie sich diese äußern. Um andere psychische Erkrankungen von der Platzangst abgrenzen zu können, benutzt der Psychologe spezielle Fragebögen, die ihm die Diagnostik erleichtern.
Für den Psychologen ist es auch hilfreich, wenn der Patient ein Angsttagebuch führt und darin genau notiert, in welchen Situationen er Angstzustände bekommt.
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