12. Oktober 2011
Die Pest zählt zu den Zoonosen. Sie wird durch Parasiten von Tieren auf den Menschen übertragen.
Verantwortlich für die Pest ist das stäbchenförmige Bakterium Yersina pestis. Übertragen wird der gefährliche Erreger in den meisten Fällen durch Parasitenstiche. Diese Parasiten leben auf der Körperoberfläche von Nagetieren, die in freier Wildbahn vorkommen. Als Vorläufer von Pestepidemien beim Menschen gilt die Rattenpest. Dabei infizieren sich Parasiten wie Flöhe bei den Ratten. Ist die Ratte an der Pest verendet, sucht sich der Rattenfloh einen neuen Wirt, bei dem es sich um einen Menschen handeln kann, und infiziert diesen, wenn er ihn sticht. Es ist aber ebenso möglich, dass die Pest durch direkten Kontakt mit einem kranken Tier oder kontaminierte Gegenstände übertragen wird. Bei der Lungenpest kann die Übertragung auch durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch erfolgen.
Der Verlauf der Pest hängt davon ab, zu welcher Erscheinungsform es kommt und wie schnell die Behandlung beginnt. Ohne Behandlung ist die Prognose häufig negativ. Besonders tödlich ist die Pestsepsis. Es gibt aber auch milde Formen der Pest, die nur schwach verlaufen, wie die abortive Pest. Bei einer raschen Therapie mit Antibiotika ist die Prognose hingegen meist sehr gut. Überstehen die Patienten die Pest, entwickeln sie eine lang andauernde Immunität gegen den Erreger.
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