PaVK Erfahrungsaustausch

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Gast
Mat

Guten Abend @All

@Tibor interessante Story. Lass mich ein paar Punkte dazu sagen. Bei mir Stenose A. Polplitea. Der ABI vor 2,5 Jahren war ca 0,3 ich konnte keine 200 Meter mehr gehen, Notaufnahme und Gefässchirurgie. Medikation Clopidogrel und ASS100. Schlechte Cholwerte. Zuviel Tabakrauch. Aber immer viel Sport. der ABI , von dir auf Grund des WeisskittelSyndroms eher als nicht relevant eingestuft (oder hab ich das falsch verstanden??) ist nach 2,5 Jahren dank geänderter Umstände und mit einem konsequenten Gehtraining von 0.3 auf 1.0 gestiegen. Beim letzten Kontrollbesuch in der Ambulanz war das schönste was man zu mir sagte „der Fusspuls ist wieder tastbar“ Echt cool. Habe auch eine Psychotherapie durchlaufen (ja wegen der Angstzustände) auch gut absolviert. Mein längstes Tennismatch in der abgelaufenen Saison dauerte ca 3,5 Stunden. Wandern ist auch toll. Ja es gibt neue Energie, und man weiss wofür man es tut. Fusspflege ist auch ne gute Sache, und jede Art von Training ist immer willkommen. Also nochmal als Bestätigung dessen, was Ralf schon so sagte. Ansonsten … keep on walking.

cheers

Mat

PS noch 20 Tage bis zum Urlaub :)

Gast
Ralf

Mat, wieso hast schon wieder Urlaub??

Ralf

Gast
Heinz

Guten Morgen

@Tibor.
Melde mich jetzt auch mal wieder.
Wir sollten aufhören das Gehtraining als absolutes Allheilmittel darzustellen.Das ist es sicher nicht.In Absprache mit dem Arzt ist es eine sehr gute Begleit und Rehamaßnahme und sollte bei unserer Krankheit auf jeden Fall einen hohen Stellenwert genießen.Auf keinen Fall lässt sich eine hochgradige Lebens oder Gliedmassen bedrohende Stenose damit allein beseitigen.In meinen nunmehr 10 jährigen Leben mit der PAVK musste ich das leider mehrmals erleben.Trotz wirklich intensiven Gehens kommt es immer wieder zu Verschlüssen.Seit 2 Jahren bin ich jetzt auf den gleichen Level(300m schmerzfrei) laufe jeden Tag meine 3km natürlich mit Pausen.Wie gesagt begleitende Maßnahme.Ohne wäre es wahrscheinlich schon wieder schlimmer.Selbstverständlich ist die Bewegung wichtig und wird ja auch bis zu einer gewissen Phase empfohlen.Wenn dein Arzt mein es sollte ein Stent gesetzt werden,dann hol dier ggf noch eine Zweite Meinung ein.Ist ja auch kein grosser Akt und schau wie es Dir danach ergeht.Das Gehtraining sollte aber dann auch fortgestzt werden.
Gruß Heinz

Gast
Tibor

Danke Mat - danke Heinz fürs posten hier...

Zum Knöchel-Fuss Index - Ich glaube ich hatte da nen Denkfehler, weswegen ich den ABI angezweifelt hatte:
Hab immer hohe Werte wenn mir ne fremde Person den RR mist!
Im Ergebnis dann 100 (Fuss) geteilt durch 170 (Arm - hoch weil aufgeregt) -gleich 0,58.
Hätte ich mir den RR gemessen wäre die Rechnung wohl 100 geteilt durch 140 - ergibt "entspanntere" 0,7 im ABI!!
Jedoch: Wenn der Druck oben "nur" 140 ist , dann kommt unten bestimmt entsprechend auch weniger Druck an, also keine 100 mmHG!
Insofern hab ich da glaub ich falsch kombiniert...

Zum Gehtraining - komme gerade von meiner Morgenrunde , heute etwas später: Ich glaube es ist wirklich wichtig hier die goldene Mitte zu finden zwischen invasiven/operativen Methoden und den begleitenden "Reha-Maßnahmen"! Es kommt aufs Stadium an! Meinem Vater hätte man damals, als ihm ne Schnittverletzung am Zehennagel zugefügt wurde mit keinem Gehtraining mehr helfen können, dafür war er ganzheitlich einfach schon viel zu schwach. Auf jeden Fall kann das Training Umgehungsblutkreisläufe bilden, die die eine oder andere vorschnelle Intervention mit Nadel oder gewetztem Messer im Vorfeld abwenden kann. Da wo aber gehandelt werden muss um ein Absterben von Gewebe zu vermeiden ist es klar, dass die schulmedizin ran muss. Eine Zweitmeinung find ich auch absolut legitim und so werde ich auch vorgehen.
PAVK ist chronisch und ne lebenslange Aufgabe für uns, den ganzen Körper betreffend - so nach dem Motto: Schauen, dass der Tiger im Käfig bleibt!

Ich hab mich definitiv in den letzten 3 Jahren zu wenig durchgängig bewegt, so dass mein Gefäßsystem jetzt so in Schieflage geraten ist - mit all seinen Konsequenzen bis zum allgemeinen Wohlbefinden. Daraus hab ich gelernt und so lass ich einfach mehr Bewegung einfach wieder zu und merke auch , wie gut mir das tut...
Wünsche nen entspannten Tag allerseits - Gruss Tibor.

Gast
Heinz

Noch ein Nachtrag. Wenn man beruflich auch mal länger laufen muss kommt es auch darauf an so schnell wie möglich wieder am Arbeitsleben teilzunehmen da könnte ich nicht warten ob sich eventuell in nächster Zeit eine Besserung einstellen. Wenn ich dann Abends zu Hausewar hätte ich nach einen doch anstrengenden Tagwircklich nicht mehr die Zeit oder körperliche Fitness für ein strukturiertes gehen. Musste bis z Wochenende warten. Ist jetzt als Rentner natürlich anders.

Gast
Mat

Hallo zusammen

@Heinz nein es ist nicht das Allheilmittel , dieses Gehtraining. Und immer im Kontext zu sehen, es kann helfen die Lebensqualität zu verbessern, aber wenn die Indikation für einen Stent oder/und Bypass gegeben ist dann ist Gehtraining hinterher auch wieder indiziert. Aus der Erfahrung einiger Menschen kann es aber auch vor Stent/Bypass bewahren wenn alle anderen Faktoren entsprechend mit berücksichtigt werden. Btw, schön dass Du auch noch mitliest.
@Tibor na dann , ABI ist also net so schlecht. Und ja ob nun goldene Mitte oder anders, es ist immer das Gesamtpaket.

@Ralf jebb, Urlaub hab ich mir verdient :)

cheers

Mat

Gast
Heinz@@w

@Mat

Genau so ist das. Da Ich jetzt nicht mehr im Arbeitsleben stehe, kann ich mit der mir verbleibenden Gehstrecke leben und versuche diese durch das Gehtraining zuverlängern. Bin auch gerade unterwegs. Falls dann bei der jährlichen Kontrolluntersuchung irgendwas ist was dem Arzt nicht gefällt muss man weitergehen. Ist halt eine Frage der Lebensqualität.

Gast
Ralf

Hi @all,

ich denke, Tibor hat die Lage schon ganz gut beschrieben, es ist sehr vom Stadium abhängig, welche Maßnahmen ergriffen werden.

Bei Stadium IV ist mir keine Alternative zu invasiven Maßnahmen bekannt.

Bei Stadium II sieht das wiederum ganz anders aus, und da muss ich Heinz sehr widersprechen: Auch hochgradige Stenosen und sogar Verschlüsse lassen sich sehr oft mit Gehtraining verbessern und sind vor allem dem Einsatz von Stents überlegen, das ist medizinisch belegt. Ein Stent ist in den allermeisten Fällen die schnellere Variante, aber in meinen Augen sehr vom Alter abhängig. Mit 70 ist das anders als mit 50, wenn man im Beckenbereich von Offenheitsraten ausgeht, die irgendwo bei 5-10 Jahren liegen dürften. Danach wird‘s schwierig, diese „Lösung“ würde ich nicht so schnell einsetzen, es spricht langfristig nicht viel dafür.

Letztlich ist eine gesunde Lebensführung so oder so sehr wichtig und oft entscheidend.

@Mat, ich gönn‘s Dir, ich bin nur neidisch.

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Heinz

@Ralf
Jeder Fall ist spezifisch.Wenn man wie ich voll im Saft stand und dann plötzlich derart behindert wird versucht man doch so schnell wie möglich eine Besserung zu erreichen.Ich wollte mein altes Leben wieder haben.In einem kleinen Handwerksbetrieb mit vollen Auftragsbüchern konnte ich nicht sagen,so ich mach jetzt mal halbe Kraft und gehe spazieren.Da muss schnell eine Lösung her.Ich glaube ab einem gewissen Grad wenn die Krankheit zu lästig wird ist eine schnelle Wiederherstellung der Lebensqualität durch Schulmedizinische Maßnahmen anzuraten.Das Gehtraining. sollte dann selbstverständlich konsequent je nach Zeit und körperlichen Befinden fortgesetzt werden. Ich will ja nicht bestreiten,dass es auch ohne Eingriffe Erfolge gibt und eine Besserung eintreten kann ist ja auch angeraten aber wer so schnell wie möglich einen Erfolg braucht der muss sich mit einen eventuellen Eingriff anfreunden.
Schönen Sonntag noch
Heinz

Gast
Ralf

@Heinz
Jeder Fall ist anders, und jeder muss seine eigene Entscheidung treffen, da stimme ich Dir völlig zu, Heinz. Um eine vernünftige Entscheidung zu treffen, sollte ich aber alle Fakten kennen, und meiner Erfahrung nach wird den Patienten oft oder sogar meistens erzählt, ein Stent sei eine schnelle und unproblematische Lösung. Schnell stimmt in den meisten Fällen, aber nicht in allen. Unproblematisch ist in den meisten Fällen definitiv falsch. In meinem Fall z.B. wäre eine vernünftige Aufklärung gewesen zu sagen: „Bei einem Stent haben sie gute Chancen, sofort wieder fast beschwerdefrei gehen zu können. Es besteht aber auch das Risiko, dass ein Stent im Beckenbereich aufgrund der Belastung bricht. In ihrem Alter (52) müssen sie auch wissen, dass ein Stent keine dauerhafte Lösung ist und die sekundären Verschlussraten nach 5 Jahren zwar noch bei 90% liegen, dann aber schnell abnehmen. Danach haben wir nach heutigem Stand keine wirksamen Möglichkeiten mehr, ihnen zu helfen. Ein Gehtraining wird mehr Zeit in Anspruch nehmen, aber langfristig sehr wahrscheinlich bessere Ergebnisse erzielen.“ Dann habe ich die Fakten und kann entscheiden, wie immer ich will, das geht keinen was an. Ich habe diese Fakten von meinem Hausarzt bekommen, nicht vom Gefäßdoc, der den Stent als einfache Wunderlösung dargestellt hat, was ich für komplett fahrlässig halte. Mir geht es nur darum, neue Leute hier im Forum darauf hinzuweisen, dass es sich lohnt, die ärztlichen Maßnahmen zu hinterfragen, zu recherchieren, Verantwortung zu übernehmen und dann zu entscheiden.

Dir auch noch einen schönen Sonntag,
Ralf

Gast
Tibor

Hallo an Alle -
heut nur ein kurzes Statement von mir und ne Frage...
Finds gut, das hier das Thema PAVK von allen Seiten betrachtet wird und jeder seine Meinung / Erfahrung kundtuen kann, ohne geshitstormt zu werden - grins...
Jeder betrachtet die Thematik aus seinem eigenen Blickwinkel heraus mit seinem bis dato gelebten Leben im Rücken und schildert seinen Umgang mit der Diagnose , die ja schon sehr einschneidend ist - in der Folge kommt dann jeder auf seine Weise damit zurecht, mit Höhen und Tiefen.
Das Gehtraining unterm Strich ist ja auch ganzheitlich von Vorteil, auch was Folgeerkrankungen angeht im Herzkreislaufsystem - und macht happy , wirklich war, ich registriere das momentan täglich! Gut so...
Frage nun :

Gast
Tibor

Zu deiner Ausführung - Ralf:
"Es besteht aber auch das Risiko, dass ein Stent im Beckenbereich aufgrund der Belastung bricht. In ihrem Alter (52) müssen sie auch wissen, dass ein Stent keine dauerhafte Lösung ist und die sekundären Verschlussraten nach 5 Jahren zwar noch bei 90% liegen, dann aber schnell abnehmen."

Verstehe ich das richtig, 5 Jahre (ca.) Gefahr für Verschluß bei 90 % - danach wirds dann sicherer, das der Stent hält bzw. durchgängig ist?
Sind die im Beckenbereich besonders "heikel" wegen der Lage und neigen zum brechen?
Ich dachte außerdem, man könnte stents auch wieder freimachen, wenn sie zugehen...
Und gibts auch die Möglichkeit, nen geschlossenen stent an der selben Stelle durch einen neuen zu ersetzen?
Hab noch viele Fragen im Vorfeld, aber jetzt brauch ich erst mal die Ergebnisse von der Angiographie - dann konkretisieren sich meine Gedanken...

Viele Grüße sendet der T - achja, und : Wo ist denn die gesamte Damenwelt hier aus dem Forum ;-)?

Gast
Ralf

Hi Tibor,

sorry, da habe ich mich wohl sehr missverständlich ausgedrückt: Laut Studien sind 90% der Stents im Beckenbereich nach 5 Jahren noch offen, allerdings sind sie in der Zeit schon einmal freigemacht worden, deswegen „sekundäre“ Offenheitsraten, danach sinkt die Quote der offenen Stents natürlich. Man kann Stents nicht endlos freimachen, irgendwann ist Schluss, dann ist der Stent zu. Erneuern kann man sie nicht, sie verwachsen mit der Arterie. Im Becken sind sie einer höheren Belastung ausgesetzt, deshalb kommen jetzt die ersten spot stents auf den Markt, die sind kleiner und damit in der Summe beweglicher.

Die Statistiken sind immer mit Vorsicht zu genießen, ein sehr großer Teil der Pavkler raucht auch nach der Diagnose weiter, das hat natürlich großen Einfluss auf die Zahlen. Wer nicht raucht, sich viel bewegt und gut ernährt, hat sicher entschieden bessere Karten. Auf jeden Fall ist ein Stent - Stand heute - keine Dauerlösung und langfristig laut Leitfaden der Angiologen einem Gehtraining unterlegen, das sollte man wissen und dann entscheiden.

Mat, hab ich das so korrekt beschrieben?

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Mat

Hallo zusammen,

@Ralf korrekt. Und immer individuell denken.

cheers

Mat

Gast
Tibor

Liebe Alle -

musste gestern schmuneln als ich das neue Lied von Tim Bendzko gehört habe...
lest selbst;-)

Lyrics Tim Bendzko “Hoch”

Die Leute fragen wie viel Extrameter gehst du
Ich fang erst an zu zählen, wenn es wehtut
Fehler prägen mich, mach mehr als genug
Bin zu müde für Pausen, komm nicht dazu

Und wenn ich glaube meine Beine sind zu schwer
Dann geh ich nochmal tausend Schritte mehr

Refrain
Auch wenn wir schon weit gekommen sind
Wir gehen immer weiter – hoch hinaus
Egal wie hoch die Hürden auch sind
Sie sehen so viel kleiner von hier oben aus

Gast
Tibor

...könnte der neue Mottosong von den "Gehtrainer`n" sein - lach...
Wollte mich aber auch melden und von meiner Angiographie gestern berichten:

Es lief alles super geschmeidig: Zugang legen (war ne klasse Schwester) - umgekehrt (mit den Füßen) ins MRT rein - immer wieder mal vor und zurück gefahren, Hauptsache die Füße still halten - vom Kontrastmittel hab ich gar nichts gemerkt , und ich bin echt nicht unfeinfühlig;-)...

Zum Ergebnis: Es sieht wohl alles nicht ganz so dramatisch aus wie ich in den letzten zwei Wochen gedacht und mir ausgemalt habe.
Die Stenosen im rechten Bein ( Beckenetage : A. iliaca communis 2cm - --- und AFC 1 cm ) sind nicht so groß!
Links AFS Stenose , aber nur leichte Einschnürung kleiner 1 cm.

Die Radiologin sagte: "Nichts was man nicht in den Griff kriegen könnte".
Ihrer Meinung nach sollten auch "nur" eine/zwei Ballondillatationen ausreichen - stents wären wohl nicht nötig - jedoch müssen da jetzt erst mal die Gefäßchirurgen ihre Einschätzung abgeben, vorher noch mein Angiologe...

Das war natürlich erst mal ne Erleichterung für mich, ich dachte echt, das mein ganzes Gefäßsystem Becken abwärts "zu" wäre - hiess ja auch "Multisegmentale" AVK im Vorfeld.
Was mir extreme Erleichterung verschafft hat war, als ich gemeinsam mit der Radiologin meine Gefäße aufm screen gesehen habe und registrieren konnte, wie durchgängig alles andere , bis auf die Stenosen, ist ( durch das Kontrastmittel sieht man sie richtig strahlen und fließen) - das hat mich echt gefreut, fast hätte ich die Radiologin umarmt...Sie wurde auch ganz wuschig - es war alles sehr menschlich dort!!!
Wundern tue ich mich nur über die absolut freien Unterschenkelgefäße - beidseits - da ich den größten Schmerz beim laufen immer im Unterschenkel rechts habe... Aber sie meinte, es tut eigentlich immer "gefäßabwärts" weh, da wo keine Verengung ist. Kann das kaum annehmen , aber ist wohl so - und das MRT ist ja auch eindeutig.

Jetzt ist erst mal insgesamt n bisschen von der unheimlichen Anspannung raus, auch wenn mir klar ist, das wohl ein Eingriff durchgeführt werden muss, von meiner Einschätzung her sind die Schmerzen doch hartnäckig beim Laufen, zwar aushaltbar mit Stops usw. - aber eben doch nicht auf "Schnupfen-Niveau" ----- ich werds sehen.

Frage noch zum Rauchentzug , der für mich natürlich an oberster Stelle steht:
Im net steht in eher unwissenschaftlichen Quellen ( doc-irgendwas etc) das im Stadium 2 a/b auch davon abgeraten wird, weil gefäßverengend!
In anderen seriösen Quellen (DKFZ HD - S-Studien für Ärzte) wird absolut zugeraten, auf diese Art und Weise die Nikoinkarenz aufrecht zu erhalten, sogar egal in welchem Stadium. Ist immer das Mittel der nächsten Wahl, wenn der Rauchstopp doch mit Substanzen oder Medis umgesetzt werden muss, weil der Patient es allein oder mit Verhaltenstherapie nicht schafft!
Habt ihr da ne Meinung dazu?

So - jetzt erst mal an alle ein schönes weekend - auch wenns verregnet ist, gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung - beim Laufen;-) ;-)

Grüße sendet der T.

Gast
Ralf

Hi Tibor,

das klingt doch alles schon mal viel besser und nicht dramatisch. Mir ist nicht klar, warum Du einen Eingriff brauchst, da wäre ich persönlich eher abwartend, meine Position dazu kennst Du ja. Übers Gehtraining daran zu gehen, kostet Zeit und Geduld und Disziplin, ja. Frag Deine Angiologen doch mal nach den Offenheitsraten bei Balloneingriffen. Ich würde es mir einfach gut überlegen, es nicht einfach mal so erledigt, wie die Ärzte es oft und gerne darstellen.

Deine Frage mit dem Rauchen verstehe ich Null, wie IST die Frage?!

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Tina

Hallo Ihr Lieben,
und ein herzliches Willkommen an alle, die hier neu dazu gekommen sind.

Hier hat sich ja so einiges getan – kein Wunder – wenn man sich die ganze Zeit rar gemacht hat und nur hin und wieder einmal kurz die Texte überflogen hat. Ralf und Mat haben hier schon alles wesentliche gesagt und dem kann ich im Augenblick gar nichts Neues mehr hinzu fügen. Dennoch wollte ich mal kurz ein Lebenszeichen von mir geben:-)

Tibor, über deinen letzten Kommentar zum Rauchentzug musste ich jedoch ein wenig schmunzeln: Nikotinkarenz bleibt Nikotinkarenz – und je früher, desto besser. Warum in manchen Quellen erst bei Stadium 2a/b dazu geraten wird, vermag ich nicht zu beurteilen (vermutlich soll es heißen: höchste Eisenbahn). Tatsache ist, dass sich Rauchen nun einmal gefäßverengend auswirkt und die Gesundheit negativ beeinflusst.

Ich bin kein Moralapostel , ich weiß selbst nur zu gut, wie schwer es ist, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn man erst einmal angefangen hat. Nach anfänglichem Nichtrauchererfolg muss ich nun auch wieder neu an dieser Situation arbeiten.

LG
Tina

Gast
Tibor

Hallo Ralf - ja klar , ich werde mich ausgiebig beraten lassen und hab das mit der Zweitmeinung auch noch im Gedächtnis...
Natürlich hab ich einen gewissen Leidensdruck: Wenn ich gehe, tut der Unterschenkel nach meiner aktuellen Gehstreckenweite weh...
Fahr ich Fahrrad, schmerzt der Oberschenkel --- beides rechts, und das immerhin schon seit mehreren Monaten!
Aber ich weis, dass braucht alles Zeit.

Sorry wg meiner Rauchfrage - musste selber über mich lachen - ich hab vergessen zu schreiben, dass ich mit Nikotinkaugummis momentan "entziehe" - oioioi , war wohl noch zu durcheinander nach der Angiographie und hatte Denkfehler beim texten - grins!
Die Frage bezieht sich also auf Rauchentzug mit Nikotikaugummis... seit 2.10. bin ich rauchfrei - aber eben mit 5- 8 Kaugummis pro Tag...

Grüssis (auch an Tina) sendet der Tibor:-)

Gast
Ralf

Hi Tibor

...und Tina, schön, wieder von Dir zu hören!

Jetzt verstehe ich die Rauchfrage, aber dazu kann ich leider in Sachen Kaugummis etc. nichts Sinnvolles beitragen. Sicher ist nur, dass die Stengel nicht gut sind für unsereins, in keinem Stadium.

Klar ist es ein Leidensdruck, ich erinnere mich noch gut an meine 200m-Schmerzen, das ständige Pausieren, dann wieder weiter. Natürlich ist das nicht lustig. Mach Dir nur klar, dass Ballondilatationen das Problem nicht mal eben so von heute auf morgen lösen. So wird es von den Angiologen zwar oft verkauft („Einen Tag nach dem Eingriff können Sie wieder gehen!“), aber das ist eine in dieser Form grob fahrlässige Aussage. Also wirklich viele Fragen stellen, vorher notieren, recherchieren und drüber schlafen. Du brauchst keine schnelle, sondern vor allem eine nachhaltige und vernünftige Lösung.

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Tina

Hallo Ralf,

ja, ich versuche mal wieder ein wenig öfter präsent zu sein. Meine "Baustellen" sind aber nicht kleiner geworden........leider:-(

Du und Mat haltet tapfer die "alte Crew" aufrecht, dass ist schön.

LG Tina

Gast
Ralf

Hi Tina,

Du Arme! Magst Du einen kurzen Lagebericht geben?

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Tina

Hi Ralf,

warte, ich Schreibe dich kurz über seals an.
LG

Gast
Tibor

Hallo an Alle und danke für die Willkommen-Mails an mich im PVK-Seals Chat - freu mich dabei zu sein...

Mal bißchen was aktuelles von mir:
Hab jetzt die Ergebnisse von der Angiographie - linkes Bein kann man mal vernachlässigen , es gibt zwar 4 Verengungen, aber alle geringgradig und gut aufgefangen durch Umgehungen - passt!
Rechtes Bein sieht so aus:
1,7 cm nach der Aortenteilung rechts filiforme Stenose der Arteria iliacae communis und leichte Abgangsstenose der Arteria iliacae interna. Beides also keine Verschlüsse , sondern Verengungen. Also 2 Baustellen , die aber noch keine Verschlüsse sind...
Dann die 3. Baustelle: 1,5 cm proximal der Femoralisgabel ein 8 mm Verschluss, der sich distal davon über Arteria.I.Interna und A. Profunda Femoris gut füllt!
Wie schon geschrieben, beide Unterschenkel bestens durchblutet...

Und was ist nun der Vorschlag meines Angiologen: TEA in der Femoralis und PTA/Stent in der Beckenentage!!! Also ein Hybrideingriff bzw. Operativ UND endovaskulär agieren!!!
Ich muss sagen, ich komm mit dem Angiologen nicht zurecht. Er ist so`n Typ graue Eminenz - ca 60 Jahre alt - war vorher jahrelang Klinikleiter in Kassel , und bestimmt ist er ein Experte in seinem Fachgebiet, aber eben doch etwas vom alten Schlag! Zu meinen Fragen, zu wieviel % die Femoralis dicht ist, oder wie lang die beiden Verschlüsse in der Beckenetage sind meinte er nur: "Dazu müßte ich mir die CD anschauen" , passt jetzt nicht, er hätte auch schon 19 Patienten heute gehabt...fertig - nächste Frage bitte! Ich hab 1000 Fragen, merke aber dass er es nicht gewohnt ist, einen "mündigen- interessierten Pat" vor sich zu haben, der Erklärungen will. Er arbeitet auch nur noch einen Tag in der Woche in der Gemeinschaftspraxis - und ists wohl auch nicht gewohnt, Dinge zu besprechen - er ordnet wohl lieber an!!!
Unterm Strich würde ich das Arzt-Patienten Verhältnis hier mit ner Schulnote 5 beschreiben , schmunzel!
Es ist halt nun mal so dass er es war, der als erster meine Diagnose "entdeckt" hat - ich glaube eher mal nicht, dass wir noch auf längere Zeit miteinander zu tun haben werden, auch wenn er fachlich wertvoll ist - das will ich gar nicht bestreiten...
Abfällig hat er mal gesagt: Sie werden immer jemanden finden, der Ihnen da nur nen Ballon reinschiebt!
Er hat halt seinen festgefahrenen Weg vor Augen, der ihn jahrelang in seinem Tun bestätigt hat - alles gut - aber ich brauch halt im Kontakt mit Ärzten mehr ne moderierende Art, die mich als Patient auch miteinbezieht.
Ich hoffe jetzt mal, dass die Kollegen in der Gefäßchirurgie in HD nicht auch so verbohrt sind und mehr Dialog stattfindet meine Therapie betreffend. Ende Nov hab ich den Termin - vorher will ich noch mal bei nem anderen Angiologen andocken von wegen Zweitmeinung - mal schaunen, was ich für weitere Erfahrungen machen werde.
Wenns sein muss leg ich mich auch auf den OP Tisch und las mich aufschneiden;-) - keine Frage - aber es muss mir auch einleuchten und mich überzeugen, immerhin gehts um das Wichtigste was ich besitze: Meinen Körper und dessen Funktionalität - von Gesundheit will ich hier nicht in erster Linie sprechen, auch wenns schwerfällt! Aber mit fast 50 kann man natürlich auch nicht mehr von einem unversehrten Körper sprechen - ganz klar!

Gast
Tibor

...am Montag gehe ich zum HA und lass mich beraten was ASS und Statine angeht - es ist wohl heute nicht mehr so, dass man den Blutverdünner absetzt wenn interveniert wird - also kann ich auch damit anfangen und muss nicht mehr warten, bis die Stenosen / der Verschluß behandelt wird, und das Cholesterin muss runter, auch wenns wahrscheinlch mit NW verbunden sein wird... Aber es entlastet mich irgendwie zu wissen : du kannst von außen was tun ( Gehtraining - macht Laune, trotz Immer noch Gehstrecke von knapp 200 m) und aber auch was von innen; sprich Medi`s einnehmen!
Das macht für mich Sinn...
Klar muss auch noch das Herz abgecheckt werden, aber alles Schritt für Schritt , nicht zu viel aufeinmal - der Rauchstopp ist ja auch schon ne Mega-Veränderung , auch wenn ich nur 3 Kippen am Tag hatte , ich mags auch, wenn in meiner Wohnung kein Qualmgeruch mehr da ist, wenn ich vom walking reinkomme - herrlich!!!
Sodele - soviel von mir - wünsche allen ein leichtes weekend - die Sonne scheint helle und ruft mich zur nachmittaglichen Radtour nach draußen...

LG vom Tibor.

Gast
Ralf

Guten Morgen, Tibor,

es ist tatsächlich nicht so ganz einfach, den passenden Arzt zu finden. Mein Hausarzt ist Gold wert und wohl das Gegenteil Deines mürrischen Angiologen, er nimmt sich alle Zeit der Welt und beantwortet wirklich JEDE Frage. Für mich ist das unschätzbar wichtig, er hat einen Rieseneinfluss auf meine Psyche und meinen Umgang mit der Krankheit. Mein Angiologe ist ein überheblicher Professor, der mir nicht gut tut und dem ich nicht vertraue. Da ich im Moment aber eh nicht mehr hingehe, ruht das Thema. Im Ernstfall würde ich mir einen neuen suchen, mich belastet es total, wenn ich meinem Arzt nicht vertrauen kann.

Ich nehme ASS und Atorvastatin 10mg. Nebenwirkungen habe ich keine, Fussnote allerdings: Ich habe mir beim Wandern die Achillessehne leicht angerissen, da kann man dann nicht ganz ausschließen, dass es von den Statinen kommt. Das ist alles, sonst vertrage ich sie blendend, und sie haben meinen LDL auf 55 runtergebracht, also Idealwert.

Dir noch einen schönen Sonntag,
viele Grüsse,
Ralf

Gast
toni

PAVK 52 Jahre

So, möchte mich auch vorstellen.
Bin 52 Jahre alt, Diagnose PAVK IIb.
Angio MRT: hochgradige kurze Stenosen - beide Beckanarterien
Begonnen hat es bei mir vor 4 Jahren im rechten Bein.
Laut Arzt Bandscheibe, dann WK Stenose usw. ...
Bis ich dann selber auf die pavk hingewiesen habe (leidenschaftlicher Raucher).
Bei mir war auch (viel Bewegung) für fast 2 Jahre wieder alles gut - keine Schmerzen.
Aber gerade in den Beckenarterien bringt das Gehtraining nicht viel
(bei hochgradiger Stenose).
Jetzt plötzlich wieder Schmerzen beide Seiten.
Kann auf der Geraden endlos gehen, bergauf oder Stiegen steigen, sofort Schmerzen.
Hochgradige Stenosen bringen auch die Gefahr von sofortigen Verschlüssen.
Laut meinen Ärzten natürlich auch dann, wenn fast keine Schmerzen vorhanden sind.
Diese Aussage kann ich nachvollziehen.
Habe mich jetzt nach 4 Jahren (2 mit 2 ohne Schmerzen) entschieden die Engstellen behandeln zu lassen (OP)
Wie würdet Ihr das sehen?

Gast
Ralf

Hi Toni,

...und willkommen hier in der Gruppe.

Bei Beckenarterien kann ich ein bisschen mitreden: Ich hatte vor 3,5 Jahren die Diagnose hochgradige Stenose der rechten Beckenarterie, Pavk IIb. Maximale Gehstrecke damals unter 200m, schmerzfreie unter 100m. Dann sehr intensives Gehtraining, mittlerweile reicht es für schmerzfreie 30-40km am Tag, inkl. Steigungen, auch wenn ich da sicher an Grenzen stoße. Im Februar bin ich damit problemlos 350km Jakobsweg durch Südspanien gelaufen.

Du sprichst von einer OP, meinst Du das wirklich? Erstes Mittel wäre normalerweise ein Stent, also ein invasiver Eingriff, aber keine OP. Letzteres würde mich bei Deiner Diagnose sehr wundern.

Selbst wenn eine Beckenarterie verschliesst, muss das kein Drama sein. Bei gutem Training können die Kollaterale die Versorgung übernehmen. Es ist auch nicht gesagt, dass die Verkalkung fortschreitet, sie kann sich sogar minimal zurückbilden, wenn man die Risikofaktoren ausschaltet.

Für heute erstmal viele Grüsse,
Ralf

Gast
toni

Hallo Ralf,
sorry - nein keine OP sondern Stent.
Ich habe Deine Beiträge schon verfolgt :-), war für mich auch Motivation!
Seit 3 Monaten Gehtraining, aber leider werden die Schmerzen schlimmer.
Auf Arbeit muss ich auf der Treppe 2x stehen bleiben, dass geht so nicht.
Mein Bruder (Nichtraucher, Berggeher - wir scheinen hier eine Veranlagung zu haben) konnte auch von einem Tag auf den anderen mit dem Hund keine 50m mehr gehen, jetzt nach dem Stent wieder auf 3000 rauf...
Kann zwar heute - das erste Mal Blutverdünnung - die Treppe wieder bisschen besser gehen.
Der Eingriff (beide BA können auf einmal gemacht werden) wäre in 2 Wochen.
Bin über jede Erkenntnis froh...
Schönen Abend! LG Toni

Gast
Ralf

Hi Toni,

ich habe In den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass ich unterschiedliche Phasen hatte. In den ersten beiden Jahren ging es auf und ab, mittlerweile ist es seit etwa 10 Monaten relativ stabil. Gründe? Schwer zu sagen, z.T. auf jeden Fall die Psyche. Man weiß mittlerweile z.B., dass Pavkler eine Tendenz haben, Depressionen zu entwickeln, die wiederum Einfluss auf die Gehstrecke haben. Wie sind Deine Cholesterinwerte, Dein LDL? Ernährung? Bewegung? Rauchen? Das alles hat Einfluss auf das Gehen.

In Deinem/unserem Alter muss man halt sorgsam abwägen, ein Stent ist keine langfristige Lösung. Was machst Du in 2, 5 oder 10 Jahren? Das wäre eine Frage, die ich mit mindestens zwei Angiologen sehr genau besprechen würde, wobei Angiologen Stents fast immer oder sehr oft auch dann empfehlen, wenn sie unsinnig sind. Entscheidend ist so oder so Deine “Compliance”, also Deine Lebensführung, Deine Mitarbeit auf allen Ebenen.

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
toni

Hallo Ralf,
zu Deinen Fragen: LDL ist etwas zu hoch und wird ab jetzt behandelt, alle anderen Werte sind supi :-)
Natürlich werde ich Gehtraining weiter machen, wenn möglich wieder Nordic-Walking, vor der Krankheit 30 km in 5,5 Stunden kein Problem.
Rauchen.. wie gesagt leidenschaftlicher Raucher. Seit 3 Monaten clean, aber absoluter Horror. Diese "Entsagung" ist Stress pur und schafft massive Depressionen, aber es wird gekämpft.
Was mache ich in 2,5 od. 10 Jahren. Ich denke man muss eine Krankheit auch zu dem gegebenen Grad akzeptieren. Es ist nun mal der erste Knick, in Richtung Ende.

Gast
Ralf

Hi Toni,

zuerst mal...das mit dem Rauchstopp ist richtig Scheisse, ich leide mit Dir. Drei Monate sind allerdings schon die halbe Miete, Respekt. Ich hab gelitten wie ein Hund und im ersten Jahr erstmal reduziert, ich glaube, es waren so 3-4 am Tag, aber der Schritt auf Null war die Hölle.

Heisst aber in der Summe, dass Deine Arterien sich ohne Rauchen, mit einem stabilen LDL (unter 70? Wie war er bis jetzt? Nimmst Du Statine?), Gehtraining und guter Ernährung im Laufe der Zeit erholen werden. Das braucht aber Geduld, weil es nicht von heute auf morgen geht, wir reden von ein paar Jahren. Damit wird sich auch Deine Gehstrecke verbessern.

Klar muss man eine Krankheit irgendwie akzeptieren, da stimme ich Dir zu, aber meine Frage war sehr praktisch gemeint. Ich persönlich habe sie so beantwortet, dass ich den Stent soweit wie möglich in die Zukunft verschiebe, um noch eine Handlungsoption zu haben und um auf die Medizin bauen zu können. Die Qualität der Stents wird alle paar Jahre besser, aber den, den man einmal hat, den hat man. Damit muss man leben. Darüber hinaus schafft ein Stent keine langfristige Perspektive, sondern bestenfalls einen Aufschub, danach ist das Pulver sozusagen verschossen. Entscheiden muss das natürlich jeder selbst, ich war damals nur schockiert (und bin es heute noch), dass 90% der Angiologen ihre Patienten nicht anständig darüber aufklären. Meiner hat mir damals nur gesagt: Hochgradige Stenose, Stent rein, Problem gelöst. Das halte ich für grob fahrlässig. Mein Hausarzt hat mich davor bewahrt und mir dringend abgeraten.

So oder so, Du scheinst bereit zu sein, das Nötige zu tun, siehe Rauchen. Das wird sich auszahlen, es braucht „nur“ viel Geduld und Zuversicht.

Noch eine kleine Fussnote: Pavkler sollten Magnesium nehmen.

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Heinz

Hallo Toni

Ich war vorige Woche wieder zur Untersuchung.Werte wie immer sehr schlecht aber zumindest besser wie vor einen Jahr.Hatte schon 2 Mal einen Komplettverschluss der linken Beckenarterie der operativ behandelt wurde kannst Du hier nachlesen.Seit 2 Jahren ist sie wieder komplett zu und das Bein wird durch Umgehungskreisläufe versorgt.Ich kann auf ebenen etwa 350 m gehen .Klar ist das Bein dann nur noch sehr wenig belastbar da ich aber Rentner bin ist das nicht so schlimm.Zur Bewältigung des Alltages reicht es eine OP steht auch nicht an,wenn keine Verschlechterung eintritt.Im Berufsleben ist das dann schon anders.Da Du aber schreibst Deine Gehstrecke ist eben nahezu unbegrenzt würde ich mir noch eine Zweite Meinung einholen.
Tschö Heinz

Gast
toni

Hallo Zusammen,
danke für Eure Rückmeldungen, fühle mich daher nicht so alleine!
Zu den Fragen: Statine und Werte werden heute eingestellt, Termin beim HA.
Sonst sind alle Werte super.
Zu den Werten selber werde ich berichten, war bisher in der glücklichen Lage mich um solche nicht zu sorgen.
@Ralf: mit den Stents hast Du sicher recht. Ist aber evtl. so, dass bei dem Eingriff eine Dehnung
genügt und die kann man mehrmals wiederholen.
@Heinz: tut mir leid für Dich, jeder leidet - egal was für ein Alter, jeder sollte ohne Schmerzen leben können…
Ja, ich kann auf der Geraden gut gehen. Stehe aber noch 100% im Beruf. Jede Steigung und Treppe verursachen / verursacht Schmerzen und ich habe mich wirklich viel bewegt.
Nach einem „guten“ Jahr hat es dann in beiden Beinen richtig zugeschlagen.
Bin ganz ehrlich, ich will so nicht mehr!
Werde heute mit meinem HA sprechen und berichten…

Gast
Ralf

Hi Toni,

Du meinst eine Ballondilatation, bei Beckenarterien setzt man meistens zusätzlich einen Stent. So oder so ist die Zahl der möglichen "Nachbesserungen" begrenzt, irgendwann macht das die Arterie nicht mehr mit, deswegen ist es keine langfristige Lösung.

Jeder muss selbst entscheiden, welche Wahl er trifft. Ich würde mich Heinz anschliessen: Wenn Du auf ebener Strecke noch so gut laufen kannst, würde ich mir eine zweite Meinung einholen. Ein Stent ist schnell gesetzt, mit allen Konsequenzen.

Wenn Du noch keine Statine nimmst, kann es sein, dass sich Deine Gehqualität MIT Statinen verbessern wird. Das hängt von Deinem LDL ab und von der Wirkung der Statine, da reagiert jeder anders. Bei mir haben die Dinger Wunder bewirkt, LDL von verheerend runter auf ideal.

Bin gespannt, was Dein HA sagt. Wir schon erwähnt: Wenn meiner mir damals nicht abgeraten hätte, hätte ich längst einen Stent. Ich konnte keine 100m schmerzfrei gehen, das war nicht lustig. Auch das erste Jahr Gehtraining war nicht lustig, aber es ging immerhin bergauf, wenn auch sehr langsam.

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Mat

Hallo zusammen

@Toni verstehen kann ich dich. Allerdings wundere ich mich wirklich wieso das Gehen in der Ebene funktioniert aber nicht Treppen/Anstiege. Ja es gibt den Bgriff der Sauerstoff Schuld. Aber auch da kann man mit Training dagegen angehen. Wie auch immer, möge die Entscheidung die richtige sein.

cheers aus Thailand

Mat

Gast
toni

Hallo zusammen,
gestern alles mit HA besprochen.
Gehtraining: die Leistungsfähigkeit wird nicht mehr auf fast Normalniveau steigen.
Obwohl ich mich 1 Jahr ausdauernd bewegt habe – Verschlechterung.
Die Kollateralen-Bildung ist so gut wie nicht ausgeprägt – hohe Gefahr von
kompletten Verschluss gegeben, mit Beininfarkt.
Bei mir ist die OP unumgänglich. Habe mich entschieden keine Experimente über
Jahre zu starten.
Rauchstopp ist erfolgt
LDL Wert wird mit Statine geregelt – erste Kontrolle in ca. 8 Wochen
Eingriff in 10 Tagen
LG Toni

Gast
Ralf

Hi Toni,

auf welcher Basis ist die Diagnose erfolgt? Welche Bilder/Werte wurden da von wem verglichen? Wie war der ABI vor einem Jahr und jetzt? Das wären die Fragen, die ich stellen würde.

Da die Entscheidung gefallen ist, halte ich Dir jetzt erstmal die Daumen! Nach allem, was ich so gehört habe, ist der Eingriff selbst wohl sehr erträglich. Das würde ich persönlich nicht ganz unwichtig finden, so rein nerventechnisch.

Wo lässt Du es machen?

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
toni

Hallo Ralf,
MRT, da in keiner Leiste Puls vorhanden ist.
Vergleichswerte gibt es keine, da vor einem Jahr noch keine Untersuchung
stattgefunden hat. ABI wurde nicht gemacht, da gleich MRT angeordnet wurde.
Der Eingriff wird im LKH Vöcklabruck (Österreich) durchgeführt.
... wenn alles gut geht beginnt das Training.
LG Toni

Gast
Ralf

Hi Toni,

okay, verstehe. Ich würde an Deiner Stelle nach einem ABI fragen, damit Du später Vergleichswert vor und nach dem Eingriff hast.

Das wird schon werden, die Erfolgsrate bei Eingriffen dieser Art liegt bei über 90%.

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Meinhard

Bei 1190 Antworten blieb das Forum am 15.11.2019 stehen. Ich hätte zu diesem Thema eine Menge zu sagen, aber interessiert das noch jemanden? Wenn ja. wo geht es weiter?

Gast
GAST

Mich interessiert das auch

Gast
Ralf

Hallo,,

es kann schon mal sein, dass es hier - auch mal längere - Pausen gibt. Ihr könnt trotzdem jederzeit gerne etwas posten. Stellt Euch und Eure Situation einfach kurz vor.

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Meinhard

Voller Freude stellte ich fest, daß die PAVK Gruppe noch lebt. ich werde mich
morgen ausführlicher äußern, da mir am 26.11.2019 um 17.00 h. ein Termin bei meiner Schmerztherapeutin ansteht.
Am 22.11.2019 wurde ich in einem Krankenhaus entlassen, da man mir dort nicht helfen könne. Somit muß ich zur Basis zurück.
Wie haben es andere Beklagenswerte geschafft, auf ihrem langen Weg mit
Schmerzen zu leben (ich rede hier mich von Schmerzmitteln oder gar Opioide.
Einige haben sich in den 1190 Meldungen teilweise erst nach Monaten oder Jahren kurz gemeldet und litten nach wie vor unter denselben Schmerzen
wie vorher. Wenn es jemanden interessiert, erzähle ich gerne in Kurzfassung von meinem Leidensweg über Herzaneurysma, Bypass, Herzschrittmacher,
Bauchaortenaneurysma ab 2011. Der heutige Stand: Ich schaffe vielleicht 5 Meter ohne Schmerzen.
Schreckenhaft sind die Arztbriefe. Dankbar bin ich dem Fortschritt, daß der Arzt nur noch gedruckte Brief aushändigt. So manches Mal erinnert es mich an einen Geheimbund mit internen Schrift. Selbst mein Hausarzt hat den Über-
blick verloren.
Bin gesprannte auf Eure Reaktion und melde mich wieder!

Gast
Olaf

Hallo in die Runde,

tja, mit den Schmerzen leben...
Ich hatte ja auch nur noch eine schmerzfreie Gehstrecke von ca 30 m, bevor ich mich mal mit Internetdiagnose vor den Arzt gestellt habe und gesagt habe er solle das untersuchen. Obwohl sie es immer ausgeschlossen haben... Ich wäre zu jung ;)
Unbedingter Rauchstopp!!! (Ich bin zwischenzeitlich wieder schwach geworden und das habe ich ganz schnell gemerkt :( ) Umstellung der Ernährung und gaaaanz viel Bewegung auch wenn es schmerzt!

@ Meinhard: Überprüfe mal ob du Torassemid nimmst. Ich habe ja ähnliche andere Erkrankungen wie Du und bekam das Zeug zum entwässern. Darf bei PavK nicht verabreicht werden!
Ich habe das Zeug abgesetzt und konnte nach ca. einer Woche anstatt 3 Minuten dann 10 Minuten schmerzfrei gehen.

Also mir hilft der Sport bzw. die Bewegung sehr gut kopftechnisch mit allem klar zu kommen. Ich gehe mittlerweile fast jeden Tag 20 km. (gut ich kann auch während meiner Arbeit auf das Laufband) und mache so noch ca. 1 Stunde Sport pro Tag. Man kann auch auf dem Laufband anstatt auf dem Sofa fernsehen ;) .
Ich gehe zwar nicht schmerzfrei, das liegt aber daran dass ich wöchentlich die Geschwindigkeit erhöhe. Wenn ich gemütlich gehe, dann auch schmerzfrei.

Setzt Euch realisierbare Ziele und haltet Euch daran fest.

Lass laufen

Olaf

Gast
Meinhard

Vielen Dank für den Hinweis - Olaf.Überprüfe bei den vielen Arneien, ob Torassemid dabei ist. Leider komme ich erst zu diesem Zeitpunkt dazu, den
zugesagten Bericht des Schmerztherapeuten einzubringen. Viel ist nicht zu sagen. Ich erhielt vorerst 5 malige Laserbehandlung an den Zehen und dem Vorderteil des linken Fußes. Die anderen Schmerzen einschl. der Muskelver-
härtung am Wadenbei, Oberschenkel und am Rückgrat blieben unerwähnt und unbehandelt. Der Arzt meinte nach meiner Vorlage der von dem Kranken-
haus vorliegenden Berichte, er sei nicht Gott. Ich bestätige diesen Eindruck.
Eine kurzfristige bzw. landfristige Behandlung zur Situationsverbesserung konnte er nicht anbieten. Ich suche einen erneuten Termin bei einem Angiologen. Im Übrigen: Die Laserbehandlung findet 2x wöchentlich zu 10 Minuten statt. Mal sehen, wie das 2025 ausschaut.
Den 10 seitigen Krankenhausbericht registriere ich kopfschüttelnd. Ein Arzt nach dem Anderen wiederholt den Vorgänger und setzt dann noch einen Satz dazu Die Laborergebnisse, die mir vorlagen waren gerade 2 Tage alt und sind mit deren Messung identisch Beispielhaft gebe ich den erarbeiteten Status wieder:
Pst A V gut +--- Linker Fuß: b.o. +---
Doppler Pst AV gut: TA: 100 Hgmm TP: 80 Hgmm
linker Fuß: TA: O Hgmm TP: 50 Hgmm
Den ganzen Rest halte ich 'mal zurück.
Ich habe keine Ahnung, wie das Ganze zukünftig verlaufen soll. Nut Tabletten zu schlucken kann nicht das Allheilmittel sein (zumal Marcumar und andere Tabletten - insgesamt bisher 14) nicht hilfreich sind.
Was tragt ihr denn für Socken oder Schuhe? Ich spüre jeden einzelnen Faden an der Fußsohle. Die vor Wochen gekauften Einlagen helfen auch nicht.
Nun: Was macht Ihr. Geht Ihr täglich jeweils 200 Meter - mit schmerzverzerter
Miene auf die Straße - und das 2-3 Mal täglich? Was noch?
Bäder ueber 27-28 Grad sind untersagt -ebenso jegliche Wärme über diese
Grade sind schädlich. Was ist denn nützlich? Mit welchen mittel- oder langfristigen Zielen verfolgt Ihr die Krankheit?
Die sog. Hilfe von Fachärzten ist jämmerlich. Wer hat bessere Ideen?
Bevor ich mich in Rage rede warte ich mal lieber auf eine Reaktion von Euch.
Mfg. Meinhard

Gast
Ralf

Hi Meinhart,

ich kann Deine Diagnose leider nicht nachvollziehen, sprich verstehen. Wie ist der Stand Deiner Beinarterien? Wo sind da welche Stenosen? Stents? Bypässe? ABI?

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Meinhard

Hi Ralf,
dks für die Antwort, ebenso Olaf
Blutdruck via Manschette Oberarm: 140/70 - 93 (Erhöhung ob fiebriger Erkältung.
Ansonsten dank Pacemaker bei 61 (Puls).
Rechte Fuß: 100 HGmm - TP: 80 Hgmm
Linker Fuß: 0 Hgmm bzw. TP: 50 Hmm.
Aufgrund einer Embolie liegt kein Blutfluß im linken Fuß vor. Die Venen sind
ab dem Oberschenkel nicht durchgehend durchblutet. Teile in Knoten aufgelöst. Mich macht das Ganze deshalb wütend, da ich jährlich bei meinem
Kardiologen Knochendichtemessung, Blutfuß etc. durchführen lasse und vor
einem Jahr beschwerdefrei war. Die Situation ist für den behandelnden Fach-
Arzt unerklärlich.
Bypass nur am Herzen. Keine OP's ab dem Becken, da nach Herz-OP Aneurysma genäht, Bypass aus meinem Brustkorb eingesetzt sowie eine mechanische Herzklappe eingesetzt wurde. Blutverdünnungsmittel ist Pflicht.
Zusätzlich Bauchaortenaneurysma-OP mittels 2 Stents. An eine OP jegwelcher Art traut sich kein Facharzt heran. Vollnarkose ist strikt untersagt.
Ich würde mich freuen, genug Ansätze gezeigt zu haben.
Mfg.
Meinhard

Gast
Ralf

Hi Meinhard,

ich fürchte, zu Deiner Diagnose kann ich nichts Sinnvolles beisteuern. Das sind Probleme außerhalb einer Pavk, wenn ich es richtig sehe, z.B. Venen- statt Arterienproblemen etc., also ein anderes Krankheitsbild, auch wenn die Probleme beim Gehen ähnliche Symptome beschreiben. Sorry von meiner Seite!

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Mat

Guten Morgen zusammen.

@Olaf. Respekt. welchen Beruf muss man ausüben um 20km am Tag auf dem Laufband arbeitend zu verbringen? Ich bin selbst im Homeoffice tätig aber das krieg ich net hin. dachte Du würdest alte Wassermühlen wieder in Gang setzen.

@Meinhard ich muss mich Ralf anschliessen, das nichts wozu ich was sagen kann. Klingt für mich nach chronischer Insuffizienz und alle damit einhergehenden Komplikationen. Da bin ich ich raus und habe auch leider keine Ratschläge/Tipps/etc.

cheers

Mat

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