PaVK Erfahrungsaustausch

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Gast
Ralf

Mädels, seid nicht so streng mit Euch. Es gibt Tage, an denen man durchhängt, ich fürchte, das lässt sich schwer ändern. Meine persönliche Strategie für solche Tage ist die der kleinsten Schritte (buchstäblich in unserem Fall): Ich ziehe mir die Schuhe an und gehe einmal um den Block, das sind so 300m vielleicht. Mehr nicht. Damit bleibe ich am Ball und manchmal werden es dann doch ein paar Kilometer, muss aber nicht. Jeder Meter ist okay, auch wenn es nur 100 sind.

Einfach dranbleiben, Bewegung ist das Beste, was wir haben, und das ist viel.

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Dagmar

Hallo @all ja das gehen ist für uns das Wichtigste im Sommer ist es mir viel leichter gefallen aber ich gehe und gehe aber wie gesagt es funktioniert nur in meinen Turnschuhen morgen wieder Mucki Bude und abends Schwimmen und am Freitag geht es auf den Weihnachtsmarkt mit einer ehemaligen Kollegin dann bin ich ja auch am gehen aber Training ist das ja nicht oder wie seht ihr das allen einen schönen Abend lg Dagmar

Gast
Ralf

Hi Carmen,
wir brauchen zwar für die Beine das spezifische Gehtraining, aber jegliche Art von Bewegung hilft. Man hat nachgewiesen, dass Training mit einem Ergometer für die Arme die Laufstrecke verbessert, Cardiotraining die Sauerstoffaufnahme verbessert etc., Bewegung jeglicher Art ist gut für uns und kann im Idealfall dazu führen, dass sich Kalkablagerungen sogar zurückbilden. Also lohnt sich das, was Du da machst, durchaus.

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Mat

Hallo zusammen

Wieder zurück in DE und es regnet und is grau und überhaupt net schön. Aber erholt und wieder an die Arbeit :) Flug war gut, ich gebe Heinz recht was die Strategie "mal rumlaufen" angeht. So kriegt man auch Langstreckenflüge hin.
Hoffe allen geht es soweit gut und der November Blues ist überstanden. Jetzt ist Dezember, Weihnachten und das ganze Zeug, dann kommt bald wieder Frühling. Und für einen von uns geht bald eine grosse Reise los, ich bin gespannt auf Ralfs Erlebnisse und Berichte vom grossen Marsch.

cheers

Mat

Gast
Ralf

Hi Mat,
und willkommen zurück! Gut, dass Weihnachten vor der Tür steht, sonst ist die Rückkehr in den Wintermonaten nicht sooo der Renner. Wie Du sagst, es regnet und ist grau.

Ich bin gerade dabei, die Vorbereitung für den Februar voranzutreiben. Schuhe waren ein elendiges Thema, ich komme mit diesen ganzen Wander-Trail-Sonstiges-Tretern einfach nicht klar, aber im Moment sieht es so aus, als ob ich ein paar wasserdichte Joggingschuhe gefunden hätte, mit denen es gehen sollte. Rucksack hab ich schon, als nächstes stehen Klamotten an, Flugbuchung, und dann kann der Februar kommen.

Komm gut an und keep on walking!

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Dagmar

Hallo Mat willkommen zurück hoffe du erträgst hier das Wetter und Ralf viel Spass beim shoppen wünsche allen einen schönen Tag LG Dagmar

Gast
Olaf

Hallo, ich freue mich diese Runde hier gefunden zu haben.
Ich bin 45 und habe auch pavk. Es wurde bei mir erst letzte Woche mittels Ultraschall festgestellt. Betroffen sind beide Beckenarterien, links ist weiter unten noch ein Verschluß im Bein. Die linke Halsschlagader ist zu über 90% dicht und rechts habe ich noch ein Subclavian-Steal-Syndrom.
Heute Nachmittag geht es erstmal zum MRT für den Kopf und Hals. Das sind erstmal die bedrohlichsten Baustellen. ;)
Alle anderen Werte der Blutuntersuchungen sind gut und Blutdruck ist top.
Ich habe auch 30 Jahre lang geraucht, aber bis vor 5 Jahren auch 30 Jahre lang exessiv Sport getrieben. Ich hatte halt im Alter mit Problemen in den Gelenken und ähnlichem gerechnet, aber damit auch nicht.
Ich hoffe die MRT bringt nicht noch weiteren Murks zutage. ;) Das reicht mir erstmal!

Gast
Ralf

Hallo Olaf,
willkommen an Bord! Wenn Du schon geschmökert hast, wird Dir aufgefallen sein, dass hier lauter nette Leute unterwegs sind. Aber ernsthaft, ist wirklich eine nette Truppe, die sich hier so nach und nach gefunden hat.

Da ist ja eine ungewöhnliche Diagnose für Deine jungen 45, das volle Programm. Wie ist es aufgefallen? Hattest Du Probleme?

Wenn Du unsere früheren Beiträge gelesen hast, wird Dir aufgefallen sein, dass wir große Anhänger des Gehtrainings sind. Ich persönlich hatte mit meiner Beckenarterienstenose die Wahl zwischen Stent und Gehtraining und komme seit 2,5 Jahren gut ohne Stent klar. Das nur als Hinweis, weil man Dir sehr wahrscheinlich Stents für die Beinarterien anbieten wird.

Für heute erstmal viele Grüsse,
Ralf

Gast
Olaf

Aufgefallen ist es einerseits durch Gehbeschwerden in der linken Wade. Anderseits hatte Schwindelanfälle und Sehstörungen, die ich aber auf mein mangelndes Trinken zurückführte. Seit 2-3 Jahren fehlte mir auch einfach der Antrieb. Was bei mir sehr ungewöhnlich ist. Ich hatte auch schon den Verdacht einer Schilddrüsenufu. , die aber nur sehr gering ist. Dabei wurden schonmal alle Blutwerte genommen und waren i.O..
Dann bin ich jetzt nochmal die Gehbeschwerden angegangen, da es ja schon auf pavk hindeutete. Leider behielt ich Recht.
Der Gefäßdoc hatte erst über den Verdacht meines Hausartztes gelächelt. ;) Um so mehr er allerdings untersuchte um so stiller wurde er. Bei den Halsschlagadern verließ ihn dann ganz die Stimme :D , was mir nicht unbedingt Mut machte. ;)
Zumindest als er noch bei den Beckenarterien war, bevorzugte er noch die Gehtherapie. Danach wurde er halt sehr ruhig.
Ich bin zwar ein sehr positiver Mensch, seit ein paar Tagen bin ich doch sehr hellhörig was meinen Körper betrifft. Die Herz-Rhytmus- Störungen machen mir nun auch so langsam Sorgen.
Das Gehtraining steht bei mir (zusätzlich zum Nichtrauchen) auch an erster Stelle.
VG Olaf

Gast
Mat

Hallo zusammen

@Olaf wow. das ist ne grosse Packung wenn ich das mal sagen darf. Auch ich habe sehr viel Sport getrieben und habe auch eine PAVK im Femoral/Poplitea Bereich. Allerdings sind alle anderen Gefässe weitestgehend frei. Das Gehtraining würde ich Dir empfehlen dennoch in Angriff zu nehmen. Dennoch würde ich auch erstmal abwarten was das MRT zutage bringt. Vielleicht würde auch ein CT Angio und/oder eine DSA hilfreich sein wegen der (mMn) besseren Darstellung der Gefässe. Anyway, herzlich willkommen.

@dagmar ich ertrag das schon :)

cheers

Mathias

Gast
Tina

Hallo Olaf,

auch von mir ein herzliches Willkommen. Die Diagnosen sind ja schon recht heftig und frisch bei dir.
Gehtraining ist für alle Gefäße sinnvoll - doch wie Mat schon sagte, da sollte erst mal das MRT abgewartet werden.

Ich wünsche dir erst einmal alles Gute für deinen heutigen MRT-Termin und vor allen Dingen keine neuen Hiobsbotschaften. Drücke dir die Daumen.

Viele Grüße
Tina

Gast
Ralf

Hi Olaf,

jetzt bist Du wahrscheinlich gerade beim MRT. Wenn ich alle Diagnosepunkte mal zusammen ansehe, ist alles noch handlebar, das Steal-Syndrom ist meines Wissens sogar heilbar, allerdings kenne ich mich mit Stenosen der Halsschlagadern nur mäßig aus. Wie auch immer, Schritt für Schritt, buchstäblich.

Noch eine Frage: Wir kommt es zu Deinen Herzproblemen? Hattest Du schon einen Termin beim Kardiologen?

Viele Grüsse,
Ralf

Mitglied Carmen4 ist offline - zuletzt online am 19.01.19 um 21:06 Uhr
Carmen4
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Hi Mat,
Willkommen zurueck! Lass die sicher schoenen Erinnerungen nachwirken. Ich hoffe die Erholung haelt recht lange an.

@Olaf,
Auch von mir ein ganz herzliches Willkommen. Es wird ja sicher ein bisschen dauern bis du das Resultat des MRTs erhaeltst. Ich drueck dir die Daumen das nicht noch mehr kommt! Ich gehe doch mal davon aus das deine Aerzte dann die Prioritaeten entsprechend festlegen koennen.

VG
Carmen

Gast
Dagmar

Hallo zusammen auch von mir ein herzlich willkommen an Olaf wie ist das MRT ausgefallen und denk dran eine zweite Meinung ist immer gut das haben wir hier alle schon erfahren und mit dem Gehtraining machst du nichts falsch es ist in jedem Fall richtig wünsche allen einen schönen Tag LG Dagmar

Gast
Olaf

Guten Morgen!
Das MRT hat keine neuen Baustellen hervorgebracht aber auch keine anderen Befunde entschärft. Ist aber schon komisch, wenn einen der Radiologe fragt, inwiefern sich die Lähmungen und Sprachstörungen bemerkbar machen... Öhhh, ich habe keine!
Die Blutversorgung des Gehirns ist wohl erstmal die dringlichste Baustelle.

@ Ralf
Die Herz-Rhythmusstörungen können eine Folge des Steal-Syndroms sein. Hoffe ich auch. ;) Ich denke aber das ein Kardiologentermin das Nächste sein wird, was auf den Zettel kommt.

Heute Nachmittag habe ich erstmal wieder einen Termin beim Angiologen. Mal schauen was er so sagt.
VG Olaf

Gast
Mat

Hallo zusammen

@Olaf keine neuen Baustellen ist ja schonmal gut. Darf ich fragen welche Sportarten Du exessiv betrieben hast? Es kann schon sein , dass es zu Entrapment Syndromen kommen kann , allerdings eher in den unteren Regionen der Beine (ich dachte ich hätte auch eines, dem ist aber leider nicht so.)

cheers

Mat

Gast
Ralf

Guten Morgen,
@Olaf, keine neuen Nachrichten, sind gute Nachrichten. Medizinisch müsste da einiges zu machen sein, denke ich mal. Wie ist denn der Plan für die Halsschlagadern? Wird das heute beim Angiologen besprochen?

Leute, Leute, vielleicht sollten wir mal auf Ebay nach neuen Arterien suchen. So kurz vor Weihnachten muss es da doch was geben. Wenn wir uns zusammentun, kriegen wir vielleicht sogar einen Rabatt.

Kommt gut in den Tag,
Ralf

Gast
Olaf

@ Mat
Ich habe 6 Jahre lang geboxt und dann 25 Jahre American Football gespielt. Zu Hochzeiten bin ich zusätzlich noch täglich 50km Fahrad gefahren, bin 7km gelaufen und war eine Stunde im Fitnessstudio.

Gast
Olaf

@ Ralf
Da gehe ich mal von aus, dass heute das weitere Vorgehen besprochen wird.
Ich bin gespannt.
Kardiologe wird halt auch noch anstehen. Ich hoffe mal das die Beschwerden vom Steal-Syndrom kommen und sich da nicht noch weitere Baustellen auftun.

Ich bin im Allgemeinem sehr positiv gestimmt was die Erfolgsaussichten der Behandlungen angeht.

Wenn man halt überall liest, die Lebenserwartung würde sinken... Na gut, werde ich halt keine 110 Jahre alt, sondern nur 90 :D Das ist auch in Ordnung!

VG Olaf

Gast
Ralf

Hi Olaf,
die Statistiken sind mit Bedacht zu lesen und zu interpretieren. Ich hatte ein langes Gespräch mit meinem - sehr guten und erfahrenen - Hausarzt. Die Sterblichkeitsquote in den ersten zehn Jahren nach Diagnose ist in der Tat relativ hoch, ABER man muss halt auch sehen, was das heißt! Die meisten Menschen mit Pavk sind z.B. älter als 65. Da sterben Menschen halt schon mal, wenn es dann über die 70 geht. 80% der Patienten rauchen weiter, treiben keinen Sport, haben schlechte Blutwerte etc., dann ist das Risiko für einen Herzinfarkt tatsächlich nicht zu unterschätzen. Mein Hausarzt - der Mann ist 71 - meinte, er hätte noch keinen Pavk-Patienten gehabt, der sein Leben so umgestellt hätte wie ich, die meisten würden einfach weitermachen wie bisher und denken, eine Pille hier und ein Stent da, und dann passt es schon. Ein Bild, an dem die Angiologen in meinen Augen nicht ganz unschuldig sind. Kurz gesagt, sehr viel liegt in den Händen des Patienten. Damit steht und fällt die Statistik.

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Nati

Hallo@olaf
Auch von mir ein herzliches Willkommen:)
Ich bin auch 45 in dem Alter rechnet ja keiner mit so einer Diagnose... bei mir hat der Arzt aber auch die Vermutung , dass eine Vorbelastung von der Familie da sein muss.
Das Rauchen spielt natürlich auch keine unwesentliche Rolle!
Ich bin leider auf mehreren Baustellen unterwegs - was die Diagnosenstellung (zur Zeit ) schwierig macht , ich empfehle Dir gute Ärzte an deine Seite zu holen.
Bis dahin drück ich dir die Daumen, dass alle weiteren Untersuchungen positiv ausfallen .
Lg
Nati

Gast
Olaf

So, Mittwoch steht ein OP Vorbesprechungstermin im Gefäßzentrum an.
Ist wohl alles ein wenig dringlich.
Die Kombi aus links 90% ACI Stenose und rechts Subclavian-Steal-Syndrom ist halt sehr doof, da links kaum Blut ins Gehirn reingeht und rechts halt garnichts mehr in das Gehirn geht und sich mein rechter Arm halt auch noch aus dem Gehirn bedient.
Naja, mal schauen was da als Erstes ansteht.

Hat sich schonmal jemand mit der Behandlung mit Natriumthiosulfat auseinandergesetzt?
Da soll es ja ganz gute Erfolge bei der Entkalkung geben. Das wird in einigen Bereichen auch schon schulmedizinisch angewendet.

VG Olaf

Gast
Mat

Hallo zusammen

@Olaf klingt als wäre es wirklich nötig. Ich drücke Dir die Daumen. Mit Na Thiosulfat habe ich keine Erfahrungen.

cheers

Mat

Gast
Dagmar

Hallo zusammen
@Olaf wenn es nötig ist dann musst du es angehen ich drücke Dir die Daumen allen ein schönes Wochenende lg Dagmar

Gast
Mat

Hallo zusammen,

@Olaf gibt es schon Neuigkeiten bei Dir? Ist die OP schon durch?
@All schönes AdeventsWochenende

cheers
Mat

Gast
Olaf

Hallo, ich bin wieder aus dem KH zurück. Die OP wurde gemacht und ist gut gelaufen.
Leider wurde bei den Voruntersuchungen festgestellt, dass mein Herz noch wesentlich schlechter ist als befürchtet. :(
Es wurde im KH auch direkt versucht durch einen Herzkatheter etwas zu verbessern. Was leider nicht mehr möglich war.
Jetzt muss durch ein HerzMRT geklärt werden, ob eine BypassOP etwas verbessern könnte oder auch das keinen Erfolg mehr verspricht.

Ich wäre dann so langsam mal bereit für positive Nachrichten! ;)

LG
Olaf

Mitglied Carmen4 ist offline - zuletzt online am 19.01.19 um 21:06 Uhr
Carmen4
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Hallo Olaf,
Wirklich schoen dich wieder zurueck zu sehen! Dir moegen die Ohren geklingelt haben? Habe ein paar mal an dich gedacht und hoffte nur es geht dir gut; soweit das moeglich ist.
Positiv ist doch schon mal das du wenigstens diesen einen Eingriff mit Erfolg abhaken kannst. Das freut mich wirklich fuer dich.
Was dein Herz angeht, so ist dies sicher sehr beunruhigend und wenn dann der geplante Eingriff nicht so ablaeuft wie geplant macht es das sicher nicht besser.
Weiss mann denn ob du am Herzen mehrere Engstellen hast? Hoert sich so an.
Zum jetzigen Zeitpunkt kannst du wohl nur abwarten was das MRT bringt. Ich drueck dir ganz fest die Daumen das die Aerzte dann mit einen guten Behandlungsplan kommen, der hoffentlich erfolgversprechrechend ist. Jetzt erhole dich erstmal noch! Ich kann mir vorstellen das die letzten Wochen auch anstrengend waren.
Liebe Gruesse
Carmen

Gast
Ralf

Hallo Olaf,

was wurde denn bei der OP genau gemacht? Hat man sich nur um die Halsachlagadern gekümmert oder auch noch andere Baustellen versorgt? Die Nachricht mit dem Herzen ist wirklich nicht sehr schön. Aber jetzt mal ein nüchterner Blick drauf: Irgendwas wird man sicher machen können, möglicherweise ja tatsächlich über Bypässe. Sollte das der Fall sein, liegt danach SEHR viel in Deiner Hand, was die Lebensführung angeht, also Rauchen, Ernährung, Sport etc., das ist positiv, und das solltest Du auch unbedingt angehen.

Wie erholst Du Dich jetzt? Reha? Verschnaufpause? Wie ist der Plan?

Ich halt Dir die Daumen, Du brauchst jetzt erstmal ein paar gute Nerven, so wie es klingt.

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Dagmar

Hallo Olaf schön wieder von Dir zu hören Carmen und Ralf haben ja schon alles gesagt also erhol Dich erstmal wann ist denn das MRT geplant lg Dagmar

Gast
Steffen

Hallo zusammen,
Gestern Abend bin ich auf eure Gruppe gestoßen und mit hohem Interesse vieles nachverfolgt. Mein Name ist Steffen, 42 Jahre. Begeisterter Triathlet seit 20 Jahren.
Seit dem 22.11. weiß ich, dass ich an dem Entrapment Syndrom in der Kniekehle (beidseitig - INSUA I) leide. popliteales Entrapment-Syndrom bezeichnet man die Kompression der Arteria poplitea in der Kniekehle durch Anteile des Musculus gastrocnemius (Muskel selbst).
Gehschmerzen in der linken Wade an diesem Abend haben mich daraufhin gewiesen. Hausarzt hat mich fünf Tage später nach Arzttermin zum Facharzt verwiesen, dieser mich gleich ins KH. Dort hat man sehr besonnen reagiert. Doppleruntersuchung und MRT Bilder abgewartet. Anschließend wurde der Fokus auf das noch gesunde rechte Bein gelegt. OP am 18.12. Veneninterponat und Trennung des Wadenmuskels mit anschließender Fixierung. Entlassung am 24.12. Linkes verschlossenes Bein soll auf Rat der Ärzte mit Gehtraining stabilisiert und verbessert werden.
Also sehr besonnene Reaktion der Ärzte. Seitdem hänge ich aber in der Luft. Bin voll motiviert, doch wie viel darf ich mit dem operierten Bein machen? Gehe 2-3 x täglich spazieren.
Wie ich gelesen habe, welche Erfolge ihr mit dem Gehtraining habt, ist ja Wahnsinn. 15km schmerzfrei, gigantisch.
Bei der KG kennt keiner dieses Krankheitsbild. Informationen gibt es wenige. Meistens bezogen auf einen deutlich älteren Personenkreis.
Nun Thema Reha: Soll ich ambulante Reha machen oder nicht? Konntet, wolltet, durftet ihr Reha machen? Nutzt es was? Was denkt ihr?
Hat jemand Erfahrung mit Oestopathie?
Wie es mir mein Hausarzt gesagt hat: Ich muss bei dieser Geschichte mein eigener Experte werden. Wie alle von euch hier. Ihr macht richtig Mut und es ist klasse zu lesen, was euch bewegt, wie ihr auch mal mit leidet und euch gegenseitig mit Tipps unterstützt. Und vor allem welche Erfolge ihr mit gehen und Disziplin erzielt. Weiter so, danke für das Durchhalten!
Allen noch ein gesundes neues Jahr mit vielen persönlichen Erfolgen. Viele Grüße Steffen

Gast
Olaf

Habe jetzt endlich einen MRT Termin für Dienstag Nachmittag.
Diagnose zum Herz bis jetzt: Von den 3 Herzkranzgefäßen ist eins komplett zu. Die anderen Beiden unter 40% Durchlass. Die Vorderwand ist, was man bis jetzt sehen konnte, sehr stark vernarbt. Damit ist halt fraglich ob da eine Bypass OP noch eine Verbesserung bringen könnte/würde. Das soll beim MRT untersucht werden.
Die Ärzte waren wohl alle sehr stark verwundert, dass ich noch durch die Gegend laufe :D
Bei der OP wurde nur die linke Halsschlagader gemacht. Was auch ein Eingriff von 4 Stunden war. Die Rechte ist ja durch das Subclavian Steal Syndrom eh ausser Funktion.

Ich bin soweit fit und es fällt mir schwer mich zu zügeln. Seit gestern arbeite ich auch wieder. Ich darf halt bis auf spazieren und Fahrrad fahren nichts machen.

Ich hoffe das eine BypassOP noch Verbesserungen bringen kann. Damit ich bald wieder anständig loslegen kann und nicht wegen Infarkt- und Schlaganfallrisiko auf Sparflamme laufen muss.

LG
Olaf

Gast
Mat

Hallo zusammen

@Olaf wow da hat man ordentlich an dir gearbeitet. Vernarbte vorderwand heisst ja auch mindestens einen Infarkt erlitten, auch wenn es zB ein stiller Infarkt war. Wenn Du momentan spazieren gehen und radfahren kannst dann mach das , ja ich weiss es ist Winter :) Was heisst denn für Dich „anständig loslegen“? was erwartest Du denn , also auch von Dir? Und hat man mal hingeschaut, was der Grund dafür sein könnte? Hast ja auch ne Menge Sport betrieben?

@Steffen schön, dass Du uns hier gefunden hast. Entrapement, ich dachte am Anfang das ich das auch hätte. War aber nicht. Habe einen normalen Verschluss der Poplita. Naja. Was du nun machen kannst/darfst ist sicher schwierig zu beurteilen. Ja dein Hausarzt hat sicher recht, Du musst dein eigner Experte werden. Also langsam rantasten. Ich kann mir vorstellen, dass das für einen Triathlen schwierig ist :) Thema Reha: Ich hatte keine, hatte aber auch kein OP. Kann also nichts dazu sagen.
Osteopathie, was versprichst Du Dir davon? Abgesehen davon, dass ich auch damit keine Erfahrungen habe….

cheers

Mat

Gast
Ralf

Hi Olaf, hi Steffen,

@Olaf, Deine Nerven möchte ich haben. Ich denke, im Moment geht es darum, alles wieder zu stabilisieren, bevor Du an sportliche Rekorde denkst. Zum Herzen: Bei mir hat man vor vier Wochen eine Herzszintigtaphie gemacht, wie sieht es in dieser Hinsicht bei Dir aus? Ich frage deshalb, weil die Aussage, dass Herzgefässe mehr oder weniger verschlossen sind, noch nichts über die Durchblutung des Herzens aussagt, jedenfalls nicht direkt, man kann nur Folgerungen ableiten. Bei einer Szintigraphie wiederum kann man nichts über den Zusatand der Gefäße sagen, aber sehen, wie das Herz durchblutet ist. In Deinem Fall wohl besser als es der Zustand Deiner Gefäße vermuten lässt. Solange das der Fall ist...alles „gut“, mit dicken Ausrufezeichen natürlich. Ich würde es aber echt langsam angehen lassen, Olaf, Deine Diagnose verlangt schon ein bisschen Schongang, wenn Du mich fragst.

@Steffen, Mat hat das Entrepment vor Monaten mal erwähnt, mir hat es bis dahin nichts gesagt. Reha: Ich hatte keine, allerdings, wie Mat, auch keinen Eingriff. Studien zufolge hat ein strukturiertes Gehtraining die besten Erfolge, also Teilnahme an einer Gruppe unter Anleitung. Ich persönlich glaube, dass das nicht unbedingt nötig ist, WENN man die Disziplin hat, das Ganze auch alleine durchzuziehen. Ich denke außerdem, dass eine Gruppe, die sich 2-3x pro Woche trifft, einfach zu wenig ist. Meine Erfahrung mit Gehtraining ist: 5-6x pro Woche 45-60 Minuten und dann viel Geduld, bei mir wurde es nach einem Jahr Training „interessant“, bei anderen wirkt es vielleicht auch schneller, bei manchen insgesamt vielleicht auch schlechter, aber unterm Strich haben wir hier alle gute bis sehr gute Erfahrungen mit einem kontinuierlichen Gehtaining gemacht.

Ich halte Euch beiden erstmal die Daumen!

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Steffen

@Mat+Ralf: Ja ich hatte in einem deiner Beiträge (Mat) das Entrapment gelesen, dieses Wort hat mich sozusagen auf dieses Forum gebracht. Auch wenn du es nicht hattest, sei froh, dann hast du dir eine OP erspart. Ich bin froh, dass ich dieses Forum gefunden habe, denn es hat mir sehr viel Mut gemacht, dass ich mit dem Gehtraining sehr viel bewirken kann. Wenn ich höre, dass ihr 15-20 km schmerzfrei wieder unterwegs sein könnt, 2,5h Tennis spielt, usw. dann ist das wirklich gigantisch.
Wie ihr alle wisst, ist die Diagnose erstmal ein kräftiger Tiefschlag, ich bin auch in Pavk 2b eingestuft worden, konnte keine 200 m von heute auf morgen mehr gehen. Schwimmen und radfahren ging, laufen ging gar nicht. Keine Risikofaktoren, immer Sport gemacht, und dann geht nichts mehr, im wahrsten Sinne des Wortes. Dann die OP, Entlassung mit dem Hinweis auf Gehtraining. Aber keiner sagt dir, wie, wann, was zu machen ist. Durch eure Beiträge habe ich wieder Hoffnung geschöpft, dass doch wieder Einheiten > 5km schmerzfrei machbar sind. Ich habe immer schon Sport gemacht, daher werde ich am Ball bleiben und fleißig mein Intervalltraining entweder an der frischen Luft oder auf meinem Laufband abspulen, das ich mir extra dafür zugelegt habe.
Hinsichtlich Gefäßsportgruppe habe ich mich auch informiert, aber das ist nichts für mich. Altersdurchschnitt > 70 Jahre, Sitzgruppe, 1-2 x Woche treffen. Zumal auch dort das Entrapment völlig unbekannt war.
Ambulante Reha werde ich mal in Angriff nehmen, hier gibt es eine sportmedizinische Reha. Auch wenn ich nur einige interessante Übungen mitnehme und wieder Vertrauen in meine Beine bekomme, wäre das klasse.
Osteopathie: Die bisherigen Sitzungen haben mir persönlich immer gut getan, zumal der ganzheitliche Ansatz im Mittelpunkt steht. Warum hat sich das Entrapment dieses Jahr so massiv bei mir ausgewirkt? Was hat sich in meinem Körper verändert, dass so es kam, wie es kam. Ich hatte heute die erste Sitzung hinsichtlich meinem aktuellen Thema. Fokus wird die ganzheitliche Durchblutung in meinem Körper sein. Wenn das richtig funktioniert, finde ich, habe ich viel gewonnen.
@Ralf: Zur Zeit gehe ich 2x täglich 30-60min, je nach Streckenprofil habe ich das Gefühl, dass sich schon nach vier Wochen einiges verbessert hat, trotz OP im rechten und noch vorhandenen Klammern. Heute kam ich z.B. leicht bergab/flach schon auf eine schmerzfreie Strecke von 500m, bergauf ist es immer noch zäh, um die 200-250m schaffe ich. Wenn es komplett flach ist, sind es meistens 300-350m. Nach 2 min Pause ist die Welt wieder in Ordnung und ich kann wieder starten. Was heißt bei dir "interessant"?
Ich bleibe auf alle Fälle dran und werde geduldig meine Gehstrecken absolvieren. Sobald ich mein rechtes Bein wieder voll belasten kann, werde ich wieder mit dem Radfahren beginnen und sobald die Klammern draußen sind, will ich wieder schwimmen. Jede Art von Ausdauersport ist vorteilhaft. Was ich noch nicht geschrieben habe, mein Körper hatte bereits begonnen, eine Umleitung zu bilden. Das hat mich im linken gerettet, sonst sähe es anders aus. Auf den MRT Bildern ist gut zu erkennen, dass sie oben schon gut entwickelt ist, unten dagegen noch nicht, daher die Schmerzen.

@Olaf: Alles Gute dir, versuche erstmal kleinere Brötchen zu backen und mit dem Zustand etwas zufrieden zu sein. Ich habe früher Ironmans gemacht. Die Diagnose ist sicherlich hart und auch bitter für mich, wahrscheinlich "meinen" Triathlon nicht mehr machen zu können, auch ich habe jede Gelegenheit genutzt, mit dem Rad irgendwo hinzufahren und meine Familie kam mit dem Auto nach, doch Akzeptanz und auch Dankbarkeit, über den jetzigen Zustand meiner Gesundheit, beide Unterschenkel noch zu haben und die Hoffnung auch wieder auf die Beine zu kommen, ist für mich der erste Schritt. Doch dass muss jeder für sich selbst entscheiden, was für einen gut ist. Ich wünsche dir nur das beste, dass du bald wieder deinem Sport nachgehen kannst und sich dein Leben wieder "normalisiert".

Allen eine gute Nacht.
Viele Grüße Steffen

Gast
Ralf

Hi Steffen,
irgendwie hat mich Deine letzte Nachricht sehr beeindruckt, die Art und Weise, wie Du über Deine Situation schreibst, wie besonnen und offen und zuversichtlich Du sie angehst, inspiriert mich irgendwie. Es klingt so...im Gleichgewicht, „angemessen“ traurig, ermutigend optimistisch.

Zum Gehtraining: Mit Deiner spezifischen Diagnose kenne ich mich leider wirklich gar nicht aus, zur Pavk habe ich lange und pingelig recherchiert, da kann ich ein bisschen mitreden. 2x Training täglich ist ECHT richtig viel, Respekt. Dass Du da schon erste Fortschritte machst, wundert mich nicht, auch wenn der Trainingszeitraum ja noch sehr kurz ist. Ich hab damals mit 150-200m angefangen und mich sehr gequält, „interessant“ heißt, dass das Gehen nach etwa einem Jahr stabil wurde (kleiner Tipp: Mir hat es geholfen, meine Trainingseinheiten zu dokumentieren und zu bewerten, also aufzuschreiben, wie es war, z.B. S3 für Schmerzskala 3, irgendwie so; das hilft mir bei der Bewertung von Fortschritten und Rückschlägen). Ich konnte schmerzfrei gehen, die Schwankungen wurden kleiner. Bergauf ist bei mir übrigens noch immer mühsam, da saugt es mir die Kraft aus den Beinen. Flach? Wollen wir hoffen, dass es geht: Am 12.02. fliege ich nach Sevilla und mache mich auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela, das sind etwa 1000km, ich plane mit Etappen zwischen 20 und 40km täglich, inkl. Rucksack mit 8-10kg. Ich erwarte keine Probleme und bin sehr dankbar, wenn ich mich daran erinnere, wie ich im Frühling 2016 an jeder Ampel stehen bleiben musste vor Schmerz in der Wade. Und nicht ein bisschen Schmerz, sondern so, dass ich keinen einzigen Schritt mehr hätte gehen können. Schmerzskala 7 von 10. Am Anfang habe ich auf dem Laufband geweint, weil die Wade einfach nicht wollte, dann wurde es irgendwann besser, 300 Schritte, 400 Schritte...meine letzte Testwanderung war 25km in fünf Stunden.

Du bringst den Spirit mit, den es braucht, Steffen, vielleicht mehr als wir alle hier, Mat ausgenommen, der ist auch eine Sportlerseele. Meiner Meinung nach werden die Kollaterale unterschätzt, obwohl selbst die Leitlinien der Angiologen sie etwas höher einstufen als Eingriffe per Stent. Der Einsatz lohnt sich, beim Einen mehr, beim Anderen weniger, aber bei jedem ist es sinnvoll und gut.

Wie sagt Mat hier immer: Keep on walking!

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Nati

Guten Morgen
@all
Ich begrüße euch auch herzlich hier in unserer Runde , ich glaube sportlich machen wir Dir ”Steffen ”nichts vor .
2x60 min. Ist schon top , ich habe vorher auch noch nie etwas über dieses Syndrom gehört -bis auf das Mat es mal erwähnte.
Ich wünsche dir weiterhin alles Gute :)
@Steffen Dir natürlich auch ...
Lg
Nati

Gast
Tina

Hallo @all,
hallo Steffen,

auch ich sage dir erst einmal ein herzliches Willkommen hier in der Gruppe. Wie Ralf und auch Mat schon sagten , denke ich auch, dass du sehr gute Voraussetzungen hast, bald wieder schmerzfrei weitere Strecken zu laufen. Nur nicht ungeduldig werden - zumal du ja auch noch die Klammern im Bein hast. Den Ehrgeiz hast du sicherlich :-)

Hätte ich damals dieses Forum hier nicht gefunden, wäre mein Bein auch mit einem Stent behaftet und das - ohne jeglichen Hinweis der Ärzte auf Gehtraining. Anfang Oktober letzten Jahres konnte ich plötzlich nur noch 300 m ohne Schmerzen bewältigen. Dank des Gehtrainings komme ich an guten Tagen mittlerweile auf knapp 2500 m bis 3000 m - je nach Tagesform.

@Olaf
vernarbte Vorderwand? Was sagen denn deine Ärzte dazu? 4-stündiger Carotis-Eingriff? Hört sich schon alles etwas gruselig bei dir an. Gut, dass du bislang noch nicht den Mut verloren hast.

Viele Grüße
Tina

Gast
Nati

Uups, sorry
Meinte natürlich @Olaf *

Gast
Steffen

@all: Vielen Dank für das herzliche Willkommen. Ihr wisst gar nicht wie dankbar ich euch bin bzw. wie aufbauend es für mich ist, dass ihr mir eure Erfahrungen mitteilt. Ich lese natürlich auch viel, doch tatsächliche reale Erfahrungen mit Gehtraining habe ich im Netz noch nicht gefunden. 100% Erhöhung der Gehleistung? Von was bitte? In welcher Zeit? Mit welchen Anstrengungen? Umso besser, dass es euch gibt.

@Ralf: Danke für deine netten Eingangssätze und deine ebenfalls offenen Worte. Ich habe natürlich auch meine Tiefen, und bin manchmal auch etwas ungeduldig. Aber ich konnte mich in all den Jahren des Triathlons auf Körper und Geist verlassen. 20 Jahre verletzungsfrei! Auch der Kopf hat mich bei den Wettkämpfen nicht im Stich gelassen, habe immer gefinisht, nie aufgegeben. Auch wenn es gerade im abschließenden Marathon schon echt, echt hart war. Immer gekämpft.
Wie jeder von euch, habe ich Ansprüche an mich und an das Leben. Zur Ruhe setzen, dazu sind wir alle noch zu jung. Meine Kids, die übrigens an deinem Abflugtag Geburtstag haben, kennen mich als (Wett-)Kämpfer. Dass es nun etwas langsamer geht, akzeptieren sie und motivieren mich gleichzeitig, in dem sie mich bei Spaziergängen begleiten und gemeinsam mit mir Pausen einlegen. Ihnen gegenüber habe ich schon allein die Verpflichtung wieder in Gang zu kommen. Schließlich wollen wir noch so einiges gemeinsam erleben.
Respekt vor deinem Vorhaben. 1000km. Aber das zeigt eindrucksvoll, was wir Menschen doch im Stande sind, wenn wir an etwas ganz fest glauben und natürlich die Disziplin aufbringen, den Glauben in die Tat umzusetzen.
Respekt!
Dokumentation: Ich dokumentiere alles, entweder per App und GPS Uhr, wenn ich draußen laufe und im Excel und Uhr wenn ich auf dem Laufband spaziere. Aber die Idee mit der Schmerzskala finde ich gut und habe sie heute gleich verwendet.
Noch eine Frage zu deiner Testwanderung. Wie lange läufst du am Stück bei diesen Einheiten ohne Schmerzen. Wie lange sind deine Pausen dazwischen? Nehmen eigentlich die Pausen mit der Zeit ab? Ich benötige 2,0-2,5min bis ich wieder loslaufen kann.

Ich schließe mich an: Keep on Walking und glaubt an euch.
Liebe Grüße Steffen

Gast
Tina

@Steffen,

mein Gehtraining mache ich jetzt seit Oktober 2018. Ab der ersten Wochen habe ich 2 x täglich jeweils 30 Minuten (2 Schritte pro Sekunde) trainiert und war um jeden Meter dankbar, wo ich nicht vor Schmerzen stehen bleiben musste. Zwischenzeitlich erhielt ich orthopädische Schuhe, die mich ebenfalls schlagartig mal eben 400 - 500 m weiter kommen ließen - (das liegt an der Druckentlastung des Schuh's). Es gibt auch Tage, an denen mir selbst 1000 m schon zu schaffen machen - es ist bei mir echt tagesformabhängig. Aber ich habe es jedoch schon erfahren dürfen, dass ich bis knapp an die 3000 m kommen kann.

Leider habe ich auch so einige andere Baustellen, die es mir nicht immer einfach machen. Unter anderem auch KHK (koronare Herzerkrankung), Diabetes etc. Auch am Herzen wollte man mir mehrere Stents setzen, was ich jedoch ebenfalls ablehnte - zumal ich bislang Gott sei Dank noch keine Beschwerden daran verspüre.

Mittlerweile nehme ich "brav" mein ASS 100 - von Statinen bin ich ein totaler Gegner und halse mir dabei den Ärger der Ärzte auf. Dann lieber eine Knoblauchzehe mehr essen:-)

Es ist vieles möglich und dank der Unterstützung hier im Forum fühlt man sich gut aufgehoben.

Entrapement: ich habe damit auch keine Erfahrungen - habe nur gelesen, dass dies eine eingeklemmte Arterie ist, die vor allen Dingen Sportler betreffen kann. Die man jedoch operativ wieder freilegen kann - bei frühzeitiger Diagnose also durchaus noch keine größeren Schäden erwarten muss. Berichtige mich gerne, wenn ich aus Unwissenheit etwas falsches sage........

@all
"Vertraut auf eure Kraft" - :-)

LG Tina

Gast
Ralf

Hi Steffen,

es gibt erstaunlich wenig kompetente Infos zum Gehtraining im Netz. Ich lehne mich mich weit aus dem Fenster und behaupte, dass ich mehr davon verstehe als mein Angiologen-Prof. Das liegt nicht daran, dass ich so furchtbar schlau bin, sondern daran, dass sich keiner so richtig damit beschäftigt. Stents sind in und profitabler, in München gibt es nicht eine einzige Gefäßsportgruppe - und das, obwohl die Leitlinien der Angiologen bei Pavk I und II dazu als erste Maßnahme raten. Wie auch immer, es lohnt sich, und Du hast wunderschöne Gründe, dranzubleiben, Du hast die Erfahrung eines Leistungssportlers, Du bist gewohnt, Dich ranzumalochen und nicht locker zu lassen, gutes Startkapital, wenn Du mich fragst.

Zu. Deiner Frage: Die 25km schaffe ich mit einer Pause nach etwa 15km, aber das ist keine Pavk-Pause, weil was weh tut, sondern eine normale Wanderpause von jemandem, der sich vom Raucher-Couch-Bier-Fussballgucker zurück in den Sport kämpfen musste. Im ersten Jahr war das alles nicht so, das kam nach und nach. Im ersten Jahr hatte ich mal einen Rückschlag, plötzlich runter auf 300-400 Schritte, der mich so panisch gemacht hat, dass ich aus dem Urlaub meinem Hausarzt einen Brief geschrieben habe. Zwei Wochen später war alles wieder okay, diese Phasen hatte ich in den letzten 2,5 Jahren seit Diagnose 3x, nichts für schwache Nerven, weil mein Prof. meinte, irgendwann wäre die Beckenarterie zu. Wann, weiß keiner. Ich gehe, so lange ich kann, von Jahr zu Jahr. Lass uns dran bleiben, da ist Luft nach oben.

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Mat

Hallo zusammen

@Steffen Du hast sehr gute Voraussetzungen, und nach einiger Zeit werden die Pausen kürzer und kürzer. Kommt auch immer auf die Konstitution des Körpers an. Ich war zB noch nie für lange Ausdauerstrecken „gemacht“ , Kampfsport und Racketsport brauchen eher Schnellkraft. Also kann ich zwar auch sehr lange gehen/wandern, brauch aber nach ca 2-4 km mal ne Pause von ca 1 Minute. Dehnen, Muskeln lockern. Aber das ist für jemanden mit PAVK schon „Jammern auf sehr hohem Niveau“ :)
Rückschläge sind inklusive, aber gehört dazu. Muss man mit umgehen. Mich hat die Krankheit am Anfang vom Kopf her „aufgefressen“, die Psychotherapie in 2018 hat mir sehr geholfen.

Ralf hat Recht, auch wenn die Leitlinien zum Gehtraining raten, es gibt nicht viel was die Ärzte dazu sagen können/wollen. Manche hier hatten Glück und haben zumindest einen Arzt der das stark befürwortet. Stents und Bypass sind schneller und bringen mehr Geld. Naja es sieht zumindest so aus. Und zu den bereits zitierten Statistiken, ja ist so, die meisten bekommen die Diagnose zu spät, es gibt keine weiteren Infos und nur die wenigsten sind bereit Dinge ändern zu wollen.

@All schönen Sonntag (naja soweit man das bei diesem Dreckswetter sagen kann)

@Heidi schön dass es Dir wieder besser geht :)

cheers

Mat

Gast
Steffen

@alle: Vielen Dank, dass ihr alle so offen über eure Gehtraining Erfahrungen berichtet. Aus meiner jetzigen Sicht sind das alles Hammerstrecken. Schmerzfrei! Durch Fleiß! Sicher die eigene Körperkonstellation spielt eine große Rolle. Ich bleibe auf alle Fälle dran.

@Tina: Alles richtig, was du gesagt hast. Eine durch den Wadenmuskel eingeklemmte Arterie. Eine sehr seltene Anomalie des Körpers. "Normalerweise" verlaufen die Beinarterien seitlich in der Kniekehle nach unten, bei mir verlaufen sie in der Mitte und werden anschließend vom Wadenmuskel seit Beginn meines Lebens komprimiert, daher Kompressionssyndrom. Auf sowas wird man nie untersucht, ich zumindest nicht. Erkennung schwierig.
Wenn ich mich richtig zurück erinnere, hatte ich ab September die ersten Taubheitsgefühle im linken Fuss, habe dies aber als Sportler auf die Schuhplatten vom Radfahren zurückgeführt bzw. auf das Ende der Saison da zieht es immer mal, geht aber mit der Zeit weg, wenn man weniger macht. Hatte von Verschluss oder so in meinem Alter noch nie etwas gehört. Erst als der Verschluss Ende November da war, bin ich gleich zum Arzt.
Hausarzt zum Facharzt, der konnte sich auch nicht richtig erklären, was er sah, und hat mich gleich stationär ins BWK (Bundeswehkrankenhaus) geschickt. Ich bin kein Soldat, auch kein Angehöriger, mein Facharzt hatte die Kontakte. Dort muss man auch rechnen, aber der Druck ist anders, als gegenüber in der Uniklinik, man nimmt sich viel Zeit und der untersuchende Facharzt hat uns die Lage sehr ausführlich erklärt. Mit der Betonung keine Übergangslösung per Stent zu suchen, sondern eine Lösung, die statistisch 50 Jahre hält. Und zusätzlicher Vorteil: Alle Fachabteilungen in einem Haus, alle Untersuchungen wurden dort gemacht, MRT Termine in der gleichen Woche, OP Termin eine Woche später. OP für das rechte Bein! Früherkennung! In der Regel hat man dieses Syndrom beidseitig. Hier haben sich die Ärzte bei Öffnung des Beins die Arterie angeschaut. Diese hatte auf den MRT Bildern schon eine Stelle, die nicht mehr ganz in Ordnung war. Nach sonographischer Untersuchung bei der OP und Gabe von Kontrastmittel hat man einen Bypass mit eigener Vene gemacht, eine Kollaterale gibt es rechts nicht. Links wurde von Anfang an auf das Gehtraining verwiesen, weil sich die "langjährige" Lösung, die Kollaterale - der natürliche Bypass - schon selbst gebildet hatte. Dank des jahrelangen Ausdauertrainings. Ich bin ja bis zum vorletzten Tages des Verschlusses mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Einen Leistungsabfall hatte ich nie wirklich gehabt. Schon irgendwie verrückt, was der Körper im Leben einfach so kompensiert.

Im Nachhinein betrachtet und mit dem Wissen eurer Erfahrungen bin ich an die "Richtigen" geraten. Glück gehabt, bei so viel Pech mit dieser Anomalie. Auch ohne euren Erfahrungen hatte ich mich von Anfang an bei den Ärzten gut aufgehoben gefühlt, eine Zweitmeinung hatte ich gar nicht erst eingeholt. Vom Hören-Sagen hatten Freunde und Bekannte auch gut Erfahrungen mit dem BWK. Lag vielleicht auch daran, dass der Facharzt und der operierende Arzt den gleichen Sport machen wie ich. :-)

@Ralf: Keine PAVK Pause, klasse. Dass nach 15 km eine Pause gemacht wird, ist selbstverständlich. Einfach nur der Hammer.
Welcher Fussballgucker-Fan bist du in München - 60er oder die rot-weißen aus München oder die aus Köln oder ganz ein anderer? :-)

@Mat: Dass diese Diagnose an der Psyche zerrt, ist mehr als selbstverständlich. Ich glaube, dass es eine sehr enge Gratwanderung ist,
vor allem wenn es die erwähnten Rückschläge gibt und es die Tagesform mal anders meint, als die Erfolge der Vortage.

Deshalb ist der Austausch von Erfahrungen so immens wichtig, leider gibt es diese viel zu wenig, umso besser, dass es diese Gruppe mit euch hier gibt. Vielen Dank.

Einen schönen Sonntag euch.
Liebe Grüße Steffen

Gast
Ralf

Hi Steffen,

klingt so, als wenn Du in guten Händen bist. Beziehungen aller Art können da sicher hilfreich sein, oder gemeinsame Interessen, die verbinden, was auch immer. Unsere Erfahrung hier ist, dass die Meinungen der Ärzte doch teilweise deutlich auseinandergehen, gerade wenn es um Stents oder Bypässe geht. Da schadet es nichts, besonnene Ärzte an der Seite zu haben. Mein erster Gefäßler hat sich nicht mal die Mühe gemacht, mir die Diagnose zu erklären. "Beckenarterie, Pavk, Termin zum MRT und dann Stent, neuen Termin kriegen Sie an der Rezeption." Da war ich dann auch nur einmal und nicht wieder.

Also bleiben wir dran und trainieren, kommt gut in die Woche!

Viele Grüsse,
Ralf

Gast
Olaf

@ Steffen
Auch von mir natürlich ein herzliches Willkommen hier.

@ All
Vielen Dank für den Zuspruch ;) Das tut manchmal echt gut.

Ich sehe das Gehtraining auch als erstes Mittel der Wahl und auch bei mir hatten sich innerhalb kurzer Zeit Verbesserungen gezeigt.
Der Gefäßdoc ist ja auch der Meinung ich sollte Stents in die Beckenarterien einsetzen lassen. Als ich ihn auf das Gehtraining ansprach, sagte er, das würde doch so lange dauern...
Meine Meinung dazu ist ganz klar, wenn ich mir Lebensqualität ohne einen Eingriff zurückholen kann, dann ist dies für mich die erste Wahl! Und ja, das soll ruhig mit Anstrengung und Schmerz verbunden sein. Ich möchte mich immer daran erinnern wieviel Anstrengung mich das gekostet hat, sollte ich einmal wieder den Drang verspüren mir eine Kippe in den Hals zu stecken o.ä..

Als es anfangs "nur" hieß PAVK und Carotisstenose war eigentlich mein Ziel im Sommer einen Xletix Lauf mitzumachen. Nu gut, dann halt ein wenig ruhiger angehen und dann halt 2020.

Wir mussten hier bis 31.12. eine Scheune wegreißen (Das liebe Bauamt :( ) und im Harz restaurieren wir einen alten Resthof mit Wassermühle. Da fällt es schon sehr schwer auf Sparflamme laufen zu müssen. Aber das ist dann halt erstmal so.

Wir haben hier alle noch viel vor und ich finde es toll hier motiviert zu werden, wenn man auch mal einen schlechten Tag hat.

Lass laufen! :D

LG Olaf

Gast
Kerstin

Habe eure Kommentare gelesen ich bin 59 und seit maerz 2018 wurde bei mir pavk festgestellt

Gast
Nati

Hallo Kerstin,

Herzlich willkommen im Forum , was wurde bis jetzt bei Dir gemacht , außer Diagnose ?
Lg
Nati

Gast
Kerstin

Hallo und guten Abend habe seit maerz Problem mit dem laufen und eine offene Wunde am Bein war beim Hausarzt und hautarzt aber keine Erfolge habe mich dann im Internet schlau gemacht und dann den Hausarzt Darauf hin angesprochen leider hat er alles auf die starken Schmerzmittel geschoben da ich mir einen Wirbel gebrochen habe mitlerweile war es ende Juli und ich konnte nicht mehr bin dann zur Notaufnahme ins Krankenhaus da wurde es dann bestätigt pavk wurde gleich am anderen tag operiert es wurde zwei beipasse an der bauchschlag eingesetzt war dann etwas zu hause und wieder rein es war alles dick geworden bin dann 3 wochen zur Rea gefahren und noch etwas zu hause nachdem ich 1 tag gearbeitet hatte wurde das ganze Bein rot wieder hoch wieder operiert sie wollten dann von einem spender was einsetzen haben es aber erst mal anders hinbekommen gehe jetzt wieder arbeiten und versuche im Alltag zurecht zu kommen

Gast
Mat

Guten Morgen @All

@Olaf wow klingt als würden Dir die ganzen „nur“ Diagnosen nicht vel ausmachen. Einen Xletix oder Tough Mudder mitzumachen ist ja nun auch nicht mal eben so gemacht. Respekt.
Wie Steffen sagte, der Körper kann wohl mehr kompensieren als man für gemeinhin denkt.
@Kerstin willkommen. Klingt nach einer nicht so guten Odyssee, und auch wieder das Hausarzt Thema, zu spät erkannt (oder gar nicht wie bei Dir) Du hast nun einen CrossOver Bypass in der Aorta, korrekt? Wie sind die anderen Gefässe? Gibt es noch weitere Risikofaktoren? Hat man in der Reha auf Gehtraining verwiesen? Wie sieht denn der Alltag aus? Was machst Du um zurecht zu kommen?

cheers

Mat

Gast
Mat

Hallo zusammen

Wie Olaf sagte „lass laufen“ , finde ich gut in Ergänzung zu keep on walking.
Also , auch wenn das Wetter mies ist und nicht alle ein Laufband haben….

cheers

Mat

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