Parodontitis nach den Wechseljahren steigert das Risiko für Brustkrebs

US-amerikanische Studie zeigt, dass postmenopausale Frauen mit Parodontose ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben

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  • von Paradisi-Redaktion
Grafik vierer Zähne und Zahnfleisch mit Verlauf einer Parodontitis

Die Parodontitis, oft auch Parodontose genannt, ist eine schwere Entzündung im Mundraum. Betroffen sind Zahnfleisch und Zähne gleichermaßen.

  • Bakterien haben sich angesiedelt,
  • schwere Verletzungen des Zahnfleisches verursacht und
  • die Zahnsubstanz teilweise zerstört.

Parodontitis betrifft nicht nur den Mundraum

Inzwischen weiß man in der Medizin, dass eine etablierte Parodontitis nicht nur den Mundraum betrifft, sondern weitreichende Folgen für

haben kann. Die Bakterien besiedeln vom Mundraum aus den Körper weiter und bringen daher Folgen wie Herzerkrankungen mit sich. Eine aktuelle Studie hat nun gezeigt, dass für Frauen jenseits der Wechseljahre sogar das Risiko für Brustkrebs steigt.

Frauen mit Parodontitis nach der Menopause haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko - besonders Raucherinnen

In den USA wurden die Daten von 73.737 Frauen nach der Menopause betrachtet. Im Zeitraum von 6,7 Jahren erkrankten dabei 2.124 Teilnehmerinnen an Brustkrebs.

Als die Forscher nun schauten, bei welchen Patientinnen eine Parodontitis bekannt war, fiel der Zusammenhang auf. Demnach hatten Frauen mit Parodontose ein Risikoprofil, das 14 Prozent über dem Profil von Damen ohne entsprechende Entzündung lag.

Innerhalb der Parodontitis-Gruppe gab es jedoch weitere Unterschiede. Demnach scheint es eine große Rolle zu spielen, ob die betreffenden Frauen vorher Raucherinnen gewesen waren oder nicht.

Aktive Nikotinkonsumentinnen und all jene, die maximal 20 Jahre rauchfrei lebten, hatten bei bestehender Parodontitis das höchste Krebsrisiko. Es lag 32 Prozent höher als bei den Probandinnen ohne Zahnprobleme.

Jede Vierte bekommt Parodontitis - obwohl Vorbeugen gar nicht schwer ist

Insgesamt lag der Anteil mit Frauen, die Parodontitis hatten, bei 26,1 Prozent. Demnach bekommt jede Vierte diese ernste Entzündung im Mundraum.

Dies ist vor allen Dingen deshalb erschreckend, da man mit täglicher Mundhygiene und regelmäßigen Kontrollterminen beim Zahnarzt einer Parodontitis effektiv vorbeugen kann. Die Studie zeigt einmal mehr, dass man dies nicht nur im Interesse der Zahngesundheit tut, sondern der gesamte Körper damit vor Folgekrankheiten geschützt wird.

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Erstellt am 29.12.2015
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