20. Juni 2011
Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Knochenstruktur zu stark abgebaut wird. Beim gesunden Menschen existiert ein gesunder Kreislauf zwischen Substanzaufbau und Abbau. Bei Osteoporose-Patienten ist dieser Zyklus fehlerhaft und die Knochen werden sehr viel anfälliger für Brüche. Um das Frakturrisiko für Erkrankte zu senken, können Ärzte eine Bisphosphonat-Therapie verordnen. Dabei werden Bisphosphonat-Moleküle verabreicht, die verhindern können, dass sich die Knochensubstanz weiter abbaut. In einigen Fällen scheint die Therapie jedoch wirkungslos. Eine Studie hat nun geklärt, warum dies so ist.
Eine Unterversorgung mit Vitamin D kann bewirken, dass die Bisphosphonat-Moleküle die Knochen weniger schützen. Die Daten basieren auf der Untersuchung von 160 Osteoporose-Patienten, die mit der Bisphosphonat-Therapie behandelt wurden. Jene Patienten, die zusätzlich Vitamin D nahmen, hatten eine um das Siebenfache erhöhte Chance, ideal auf die Therapie zu reagieren.
Von den 160 Patienten reagierten 71 überhaupt nicht auf die Bisphosphonat-Moleküle. Überprüfungen des Blutes ergaben, dass bei 55 Prozent dieser Fälle ein zu geringer Vitamin D-Spiegel vorlag. Die Studie legt daher nahe, während der Therapie Vitamin-Präparate zu nehmen.
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