Narkolepsie - Ursachen, Symptome und Behandlung

Eine Narkolepsie äußert sich durch plötzliches Einschlafen der Patienten. Die Diagnostik erfolgt durch einen Facharzt. Welche Ursachen zu einer Narkolepsie führen, ist noch nicht bekannt. Eine Heilung der Krankheit ist noch nicht möglich. Das Bedürfnis nach Schlafen kann aber auch bei verschiedenen Krankheiten auftreten und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Demzufolge werden auch unterschiedliche Therapien zur Linderung durchgeführt. Lesen Sie alles Wissenswerte über die Narkolepsie.

Die Entstehung einer Narkolepsie und wie man die Schlafkrankheit erkennen und behandeln kann

Narkolepsie - Krankheitsbild

Die Narkolepsie, umgangssprachlich auch Schlafkrankheit oder Schlummerkrankheit genannt, wird zu den Schlafsüchten (Hypersomnie) gezählt und basiert auf einer Störung der Schlaf-Wach-Regulation. Man unterscheidet mehrere Formen der Narkolepsie:

  • die klassische Narkolepsie (Narkolepsie mit Kataplexie)
  • die monosymptomatische Narkolepsie (Narkolepsie ohne Kataplexie)
  • die sekundäre Narkolepsie.

Letzterer Form liegen Läsionen oder Erkrankungen des Hirns zugrunde. Bei einer Kataplexie handelt es sich um eine kurzzeitige Erschlaffung der Muskeln aufgrund bestimmter Emotionen. Neben diesen Kataplexien ist die Tagesschläfrigkeit ein typisches Merkmal der Narkolepsie.

Die Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM) geht davon aus, dass deutschlandweit 40.000 Menschen unter dieser Erkrankung leiden, bei denen es sich lediglich bei etwa 4.000 davon um diagnostizierte Fälle handelt. Generell kann die Narkolepsie in jedem Alter auftreten; nur selten kommt es jedoch vor der Pubertät zu ersten Symptomen.

Ursachen

In einigen Familien tritt die Narkolepsie gehäuft auf; die Krankheit ist jedoch nicht erblich bedingt. In jedem Fall müssen weitere Faktoren hinzukommen, bis die Krankheit ausbricht. Welche Faktoren dies sind, ist den Ärzten noch unklar.

In jedem Fall liegt bei der Narkolepsie eine Störung im zentralen Nervensystem des Gehirns vor. Dabei werden Nervenzellen, die der Herstellung des Botenstoffs Hypocretin dienen, zerstört. Die Folge ist, dass der die Schlaf-Wach-Regulation nicht mehr richtig funktionieren kann.

Zudem geht man davon aus, dass Personen, die unter Narkolepsie leiden, ein bestimmtes genetisches Merkmal aufweisen, welches bei gesunden Menschen nur selten vorkommt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich bei der Narkolepsie um eine Autoimmunreaktion handelt, die zur Zerstörung von Nervenzellen führt.

Die Narkolepsie kann nicht geheilt werden. Jedoch gibt es einige Medikamente und Behandlungsmethoden, um die Krankheit zu lindern.

Verlauf

Patienten mit Narkolepsie sind keineswegs in ihrer Intelligenz eingeschränkt. Die Krankheit führt jedoch häufig zu Unverständnis aus dem Umkreis von Familie, Freunden und Kollegen, da Narkoleptiker oftmals als Faulpelz angesehen werden. Hinzu kommt, dass sie aufgrund der Symptome, die sich auch durch Wanken, eine undeutliche Aussprache sowie einen glasigen Blick auszeichnen können, oftmals auf andere einen alkoholisierten Eindruck machen.

Viele Patienten mit Narkolepsie werden aufgrund ihrer Erkrankung depressiv und kapseln sich von ihrer Umwelt ab. Die meisten Patienten erhalten aufgrund ihrer Krankheit einen Schwerbeschädigtenstatus.

Symptome

Patienten, die an Narkolepsie leiden, werden plötzlich derart müde, dass sie sofort einschlafen. Gegen das Einschlafen können die Betroffenen nichts unternehmen.

Egal, welche Tätigkeit sie gerade ausführen: Wenn die Müdigkeit sie überkommt, schlafen sie während dem Autofahren, dem Lesen, dem Schreiben, dem Arbeiten usw. ein. Besonders in Situationen, die auch bei anderen Menschen zu einem erhöhten Schlafbedürfnis führen können, kann es für Betroffene sehr anstrengend werden, so etwa bei Dämmerlicht, wie es bei Veranstaltungen in dunklen Räumen der Fall ist.

Ebenso typisch sind monotone und langweilige Situationen. Dies wäre etwa bei Vorträgen, bei denen man lange sitzt und zuhören muss, der Fall.

Wenn die Patienten einschlafen oder gerade wieder aufwachen, kann ein weiteres Symptom der Narkolepsie auftreten. Die Patienten können sich dann plötzlich nicht mehr bewegen, sind jedoch bei vollem Bewusstsein. Wenn sie von einer anderen Person berührt werden, verschwindet diese so genannte Schlaflähmung wieder.

Während der Schlafphase haben die Patienten häufig Halluzinationen. Sie bilden sich ein, es wäre eine Person im Zimmer, sie hören Geräusche usw. Die Bilder ähneln einem Angst einflößenden Traum, der den Patienten auch noch nach der Schlafphase Angst einjagt.

Neben diesen Symptomen zeigen die Narkoleptiker weitere Symptome. Dazu gehört eine außergewöhnliche Erschlaffung der Muskeln, die die Patienten bei vollem Bewusstsein (unabhängig von einem Schlafanfall) mitbekommen. Dieses Symptom kann sich auch erst nach einigen Jahren der Erkrankung zeigen und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Die einen Patienten bemerken dabei nur weiche Knie, bei den anderen Patienten erschlaffen die Muskeln soweit, dass ein Sturz bei vollem Bewusstsein die Folge ist.

Dieses Symptom wird durch verschiedene Gemütsbewegungen wie zum Beispiel Freude, Ärger oder auch durch Trauer ausgelöst. Einige Patienten brauchen nur daran zu denken, dann treten die Muskelerschlaffungen bereits auf.

Einige Narkoleptiker führen in einer Schlafphase die Tätigkeit weiter, die sie vor dem Einschlafen begonnen haben, wie zum Beispiel das Kochen. Viele Patienten verletzen sich dabei und können sich nach der Schlafphase an nichts mehr erinnern.

Nachts können Patienten mit Narkolepsie nur schlecht schlafen und leiden unter Schlafstörungen. Sie werden häufig wach, was wiederum die Müdigkeit tagsüber fördert.

Etwa die Hälfte aller Patienten ist von gestörtem Nachtschlaf betroffen. Meistens zeigt sich dieses Symptom nicht bereits zu Beginn der Narkolepsie; es kommt vielmehr zu einem schleichenden Verlauf. Bis sie eingeschlafen sind, dauert es lange; außerdem haben Betroffene nur einen leichten Schlaf.

Möglich sind Albträume und Schlafwandeln. Häufig wird auch im Schlaf gesprochen.

Aufgrund der genannten Symptome können sich die Patienten nur schlecht konzentrieren. Einige haben auch Sehstörungen und sehen zum Beispiel Doppelbilder. Zu den weiteren möglichen Begleiterscheinungen zählen

Diagnose

Narkolepsie kann sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auftreten. Die ersten Untersuchungen nimmt demnach entweder der Kinder- oder der Hausarzt durch.

Zuerst muss der Arzt herausfinden, ob eine körperliche Ursache hinter den vom Patienten geschilderten Symptomen steckt. Erst wenn die körperliche Untersuchung ergebnislos verläuft, überweist der Arzt den Patienten an einen Facharzt für Schlafmedizin.

Der Patient wird dazu in einem Schlaflabor behandelt und untersucht. Zur Diagnose zählen unter anderem Schlaffragebögen und Schlaftagebücher.

Die eigentliche Behandlung im Schlaflabor wird in der Regel nachts durchgeführt, während der Patient in einem Bett im Krankenhaus schläft. Die Patienten werden mit Elektroden an Geräte angeschlossen, die eine Messung zum Beispiel über die Schlaftiefe durchführen. Anhand dieser Ergebnisse kann der Arzt beurteilen, ob eine Narkolepsie vorliegt und wie schwer die Erkrankung ist.

Eine dieser Untersuchungen ist die Polysomnografie. Folgende Körperfunktionen werden aufgezeichnet:

  • Augenbewegungen während des Schlafs
  • Herzfunktion
  • Muskelaktivität
  • Hirnkurven

Ebenfalls üblich ist der multiple Schlaflatenztest (MSLT). Vier bis fünf mal alle zwei Stunden muss der Patient 20 Minuten lang schlafen. Bei diesem Test wird die Einschlafmeinung überprüft; auch ein mögliches verfrühtes Auftreten von REM-Schlaf kann so erkannt werden.

Des Weiteren ist die Bestimmung der Hypocretin/Orexin-Spiegel im Liquor. Durch Mundabstrich oder auch eine Blutentnahme lässt sich eine genetische HLA-Typisierung diagnostizieren.

Therapie

Medikamentöse Therapie

Eine Heilung der Krankheit ist heutzutage noch nicht möglich. Mit den richtigen Medikamenten bzw. Behandlungsmethoden können jedoch die Schlafphasen tagsüber erheblich minimiert werden, so dass die Patienten ein weitgehend normales Leben führen können.

Der Arzt kann aus verschiedenen Medikamenten das für den Patienten am besten wirksame auswählen. Dabei gibt es für jedes Symptom der Narkolepsie unterschiedliche Medikamente.

Gegen die Tagesmüdigkeit helfen Wirkstoffe wie Modafinil oder Methylphenidat. Schlaflähmungen und Kataplexien können mit Antidepressiva oder Serotonin-Wiederaufnahmehemmern behandelt werden. Als ebenso hilfreich hat sich der Wirkstoff Natriumoxybat erwiesen.

Nicht-medikamentöse Maßnahmen

Eine medikamentöse Behandlung allein ist jedoch meist nicht ausreichend, um die Krankheit dauerhaft zu lindern. Im Rahmen einer Verhaltenstherapie muss der Patient sein Leben vollkommen umstellen.

Die Patienten müssen dabei lernen, immer zur gleichen Zeit abends ins Bett zu gehen und morgens wieder aufzustehen. Tagsüber sollen sich die Patienten bewusst hinlegen und schlafen, wenn sie müde werden, jedoch jeweils nur kurz.

Um Verletzungen zu minimieren, sollten Patienten nur dann zum Beispiel Autofahren oder Kochen, wenn sie sicher gehen können, während der gesamten Tätigkeit wach bleiben zu können. In jedem Fall muss der Patient sein Umfeld über die Krankheit informieren, damit Familie, Freunde und Arbeitskollegen nicht weiterhin von einer "Faulheit" ausgehen sondern begreifen, dass es sich um eine Krankheit handelt.

Die meisten Narkoleptiker schließen sich einer Selbsthilfegruppe an. Hier erhalten sie Kontakt zu Gleichgesinnten und können Sorgen und Probleme austauschen sowie Anregungen über die Krankheit und den bestmöglichen Tagesablauf erhalten.

Vorbeugung

Da die genauen auslösenden Ursachen der Krankheit noch nicht erforscht sind, kann man der Narkolepsie nicht vorbeugen.

Zum vermehrten Schlafen kann es auch im Rahmen anderer Erkrankungen kommen...

Wissenswertes zum krankhaften Schlafen

Ursachen

Häufige Ursache des Schlafbedürfnisses ist ein Schlafmangel, zum Beispiel aufgrund einer durchgefeierten Nacht oder Schlafstörungen.

Erkrankungen

Bei einer viralen Erkältungskrankheit oder auch einer richtigen Grippe fühlt sich der Patient neben den dafür typischen Symptomen auch äußerst müde und hat das Bedürfnis, viel zu schlafen. Auch noch einige Tage nach der Genesung benötigt der menschliche Körper mehr Schlaf.

Unklare Müdigkeit und somit das Bedürfnis vermehrt zu schlafen kann jedoch auch auf eine Tumorerkrankung hinweisen. Sämtliche Krebsformen gehen mit den unterschiedlichsten Beschwerden einher. Fast alle Krebspatienten bemerken jedoch ein ausgedehntes Schlafbedürfnis.

Unkontrollierbares Schlafen kann auch wie bereits beschrieben, das Symptom einer Narkolepsie sein. Ärzte vermuten als Ursache eine Autoimmunerkrankung, das heißt, dass das Immunsystem die eigenen Zellen angreift.

Folgen

Bei Narkolepsie ist zu bedenken, dass diese Schlafkrankheit das ganze Leben lang anhält und sich nicht heilen lässt. Dabei kommt es zu recht unterschiedlichen Verlaufsformen, von denen einige den Alltag der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

So können ausgeprägte Formen der Schlafkrankheit zu Problemen am Arbeitsplatz führen, da es den Narkoleptikern nicht möglich ist, längere Zeit wach zu bleiben. In extremen Fällen sind die Betroffenen nicht mehr in der Lage, einen Beruf auszuüben, sodass Arbeitslosigkeit oder Frührente drohen.

Obwohl durch die Narkolepsie meist keine gesundheitlichen Komplikationen entstehen, sind durchaus gefährliche Folgen möglich. Zum Beispiel kann es durch unvermittelte Schlafattacken zu Unfällen im Straßenverkehr kommen. Auch Stürze, die ernsthafte Verletzungen nach sich ziehen, sind möglich.

Häufig leiden Narkoleptiker infolge ihrer Krankheit auch unter psychischen Störungen wie Depressionen. So setzt ihnen die Tatsache zu, ihr Leben nicht mehr vollständig im Griff zu haben. Darüber hinaus erfahren sie durch viele andere Menschen Ablehnung und Unverständnis.

Da sich Narkoleptiker weniger bewegen als gesunde Menschen, sind dadurch Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 im Bereich des Möglichen. Des Weiteren weisen auch zahlreiche Medikamente gegen die Schlafkrankheit Nebenwirkungen auf.

Wann zum Arzt?

Wer unter ständiger Müdigkeit oder Tagesschläfrigkeit leidet, sollte besser einen Arzt aufsuchen. Dieser kann feststellen, ob sich dahinter eine therapiebedürftige Erkrankung verbirgt.

Diagnose

Auf die Behandlung von Schlafkrankheiten sind Somnologen (Schlafmediziner) und Neurologen spezialisiert. Diese können auch eine Untersuchung in einem speziellen Schlaflabor vornehmen.

Anamnese

Begonnen wird die Untersuchung des übermäßigen Schlafens mit der Befragung des Patienten. Dabei erkundigt sich der Arzt nach den Umständen und weiteren Beschwerden.

Außerdem wird festgestellt, ob der Patient an einer Kataplexie (Verlust des Muskeltonus) leidet, die als typisches Symptom einer Narkolepsie gilt. Hilfreich können auch die Aussagen von nahestehenden Verwandten oder Freunden sein. Um das Schlafverhalten des Patienten genauer zu analysieren, muss dieser zumeist ein Schlaftagebuch führen.

Untersuchung in einem Schlaflabor

Nicht selten findet die weitere Untersuchung in einem Schlaflabor statt. Dort wird zumeist eine Polysomnographie vorgenommen. Dabei misst man mithilfe von angebrachten Elektroden die Biosignale des Patienten, während dieser schläft.

Von Interesse sind unter anderem

  • die Funktion des Herzens
  • die Aktivität der Muskeln
  • die Augenbewegungen sowie
  • die Hirnkurven.

Diese Daten werden gesammelt, um ein Schlafprofil des Patienten erstellen zu können und mögliche Schlafstörungen zu ermitteln.

Multipler Schlaflatenztest

Eine weitere Untersuchungsmethode stellt der multiple Schlaflatenztest (MSLT) dar. Dabei muss der Patient alle zwei Stunden mehrmals kurz schlafen. Der Schlaf darf aber nicht länger als 20 Minuten dauern.

Auf diese Weise ermittelt man die Neigung zum Einschlafen sowie ein verfrühtes Eintreten des REM-Schlafes. Im Falle einer Narkolepsie fällt die Schlaflatenz zu kurz aus.

Weitere Untersuchungen

Als weitere mögliche Untersuchungen kommen eine Punktion des Nervenwassers sowie eine Computertomographie (CT) des Gehirns infrage.

Behandlung

Das Symptom Schlafen muss nicht immer behandelt werden. Wer nachts zu wenig Schlaf hatte, kann sich einen Mittagsschlaf gönnen und/oder abends früher ins Bett gehen und so das Schlafdefizit wieder ausgleichen.

Bei einer Erkältung

Tritt das Schlafen in Verbindung mit einer Erkältung auf, so verschwindet das Schlafbedürfnis wieder, wenn die anderen Symptome abgeklungen sind. Um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen, sollte man sich in dieser Zeit besonders vitaminreich ernähren und viel trinken. Leidet ein Patient unter einer unerklärlichen Müdigkeit und hat häufig das Bedürfnis zu schlafen, so kann auch eine ernstzunehmende Erkrankung die Ursache sein.

Bei einer Krebserkrankung

Haben die Untersuchungen eine Krebserkrankung ergeben, so wird der bösartige Tumor meist zeitnah im Rahmen einer Operation entfernt. Handelt es sich um einen sehr großen Tumor oder befindet sich der Tumor an einer schlecht zugänglichen Stelle, so wird oft vor einer Operation eine Chemo- bzw. Strahlentherapie durchgeführt, um den Tumor zu verkleinern und ihn anschließend zu entfernen.

Nach einer Operation wird in den meisten Fällen im Rahmen einer Chemo- oder Strahlentherapie weiterbehandelt. Auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus muss der Patient weiterhin zu Nachsorgeuntersuchungen. Hier kann sofort festgestellt werden, wenn sich am Gesundheitszustand des Patienten wieder etwas verändert.

Bei Narkolepsie

Ergeben die Untersuchungen eine Schlafkrankheit, so müssen die Patienten einen geregelten Tagesablauf mit regelmäßigen Schlafphasen schaffen, um einen halbwegs normalen Alltag zu haben. Zusätzlich erhalten die Patienten verschiedene Medikamente.

Tagsüber nehmen die Patienten ein Präparat, um tagsüber weniger schlafen zu müssen. Gleichzeitig verordnet der Arzt meist auch ein Mittel gegen Depressionen, das sich zum einen positiv auf den Gemütszustand des Patienten auswirkt und zum anderen für eine bessere Spannung in den Muskeln sorgt, so dass der Patient nicht einfach umfällt und einschläft.

Selbsttherapie

Normalerweise muss Schlafen nicht behandelt werden, da ein erholsamer Schlaf gut für die Gesundheit ist. Anders sieht es jedoch aus, wenn die betroffene Person unter einer Schlafkrankheit wie Narkolepsie leidet.

In solchen Fällen muss eine ärztliche Behandlung mit Medikamenten erfolgen. Diese lässt sich unterstützen, indem der Patient auf einen regelmäßigen Schlaf- und Wachrhythmus achtet - das heißt, dass er möglichst immer um dieselbe Zeit aufsteht und wieder schlafen geht.

Für den Fall, dass das Schlafbedürfnis Überhand nimmt, wird empfohlen bei Tage ein- oder zweimal kurz zu schlafen. Um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden, ist es wichtig, bestimmte Arbeiten nur dann auszuführen, wenn der Patient auch wirklich wachbleiben kann.

Feststellen lässt sich dies durch das Anfertigen eines Zeitplans. Mithilfe ist auch von den Angehörigen und Freunden wichtig. Diese sollte man über die Schlafkrankheit ausführlich informieren, um Missverständnisse zu vermeiden.

Quellen:

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  • Gerd Herold: Innere Medizin 2020, Herold, 2019, ISBN 3981466098
  • Malte Ludwig: Repetitorium für die Facharztprüfung Innere Medizin: Mit Zugang zur Medizinwelt, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2017, ISBN 3437233165

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