12. Mai 2010
Ein Myom wird unterschiedlich therapiert. Vorbeugen kann man diesem gutartigen Tumor nicht.
Wird das Myom im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung zufällig diagnostiziert und bereitet demnach der Patientin keine Beschwerden, so muss zunächst auch keine Behandlung erfolgen. Die Patientin muss jedoch regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen zu ihrem Frauenarzt.
Frauen, die Beschwerden haben, werden unterschiedlich behandelt. Die Therapie hängt auch vom Alter der Patientin und einem möglichen Kinderwunsch ab. Frauen, die noch Kinder möchten, benötigen eine andere Behandlung als ältere Frauen oder Frauen, die keinen Kinderwunsch haben. Um die Gebärmutter zu erhalten und eine Schwangerschaft auch nach Therapieende zu ermöglichen, kann das Myom während einer Endoskopie aus der Gebärmutter entfernt werden. Dieser Eingriff, der auch "Myom-Enukleation" genannt wird, ist jedoch nicht immer möglich. In einigen Fällen wächst das Myom nach diesem Eingriff auch wieder.
Bei einigen Frauen muss auch die Gebärmutter operativ entfernt werden. Dies hat dann jedoch zur Folge, dass die Frau keine Kinder mehr bekommen kann. Dieser Eingriff wird daher überwiegend bei älteren Patientinnen durchgeführt. Je nachdem, wie groß das Myom ist, wird die Gebärmutter über einen Bauchschnitt oder über die Scheide entfernt.
Vor der operativen Entfernung kann auch eine Hormontherapie erfolgen. Diese kann auch als alleinige Therapie bei älteren Patientinnen eingesetzt werden. Da ein Myom durch den Einfluss des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen wächst, erhalten die Frauen u.a. so genannte Antiöstrogene, so dass das Myom dadurch verkleinert wird.
Eine Alternative zur Operation ist auch die so genannte Myom-Embolisation. Über einen feinen Katheter, der durch die Leiste eingeführt wird, werden die Blutgefäße verstopft, die das Myom versorgen. Das Myom verkleinert sich dadurch. Dieser Eingriff ist bei den meisten Frauen erfolgreich.
Da die genauen Ursachen des Myoms noch nicht bekannt sind, ist eine Vorbeugung vor dem Wachstum dieses gutartigen Tumors nicht möglich.
Im Rahmen einer regelmäßigen gynäkologischen Untersuchung kann jedoch ein Myom frühzeitig erkannt und ggfs. behandelt werden. Auch andere Krankheiten und bösartige Tumore im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane können so früh festgestellt werden.
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