28. November 2009
Von Viola Reinhardt
Jeder dritte Frau ab etwa dreißig Jahren leidet unter Myomen, die mal so klein wie eine Erbse und mal so groß wie ein Handball sein können. Gutartige Wucherungen, die keine Probleme bereiten, solange sie sich ruhig verhalten. Trotz keinerlei Beschwerden drängen viele Ärzte die betroffene Frau, die Myome doch entfernen zu lassen.
Doch die meisten Experten raten dazu, die Myome nicht gleich und sofort operativ zu entfernen. Diese befinden sich an der Außenseite der Gebärmutter, in der Gebärmutterhöhle oder auch in deren Muskelwänden. Zeigen sich die Myome ohne starke Beschwerden, muss man nicht gleich zum Skalpell greifen. Anders sieht die Sachlage allerdings dann aus, wenn die gutartigen Wucherungen auf den Darm, die Blase oder den Harnleiter drücken. Auch bei mehrfachen Fehlgeburten, starken Blutungen, die sich als sehr schmerzhaft erweisen, sowie bei einer Unfruchtbarkeit, sollte man die Myome lieber entfernen lassen.
Ganz früher wurden die Myome oftmals komplett mit der ganzen Gebärmutter entfernt, was in der Folge zu zahlreichen Beschwerden bei den betroffenen Frauen führte, von der Unfruchtbarkeit ganz zu schweigen. Inzwischen gibt es aber dank der stetigen Weiterentwicklung im medizinischen und chirurgischen Bereich wesentlich sanftere Verfahren. Eine dieser Methoden besteht darin die Wucherungen herauszuschälen oder auch herauszuschneiden. Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit mittels einer Bauch- oder Gebärmutterspiegelung die Operationsbelastungen klein zu halten.
Hat eine Frau sehr starke Blutungen, dann kann zudem die Myom-Embolisation durchgeführt werden, die den Blutfluss in den gutartigen Tumor durch Kunststoffpartikel unterbindet und dieser in der Folge schrumpft. Ganz neu ist das Verfahren mit Ultraschall, dass durch den Kernspintomografen gebündelt wird und auf das Myom gezielt wird. Im Ergebnis stirbt das Gewebe ab und kann vom Abwehrsystem abgebaut werden.
Generell sollte man bei seinem Gynäkologen nachfragen, ob eine Operation gleich notwendig ist. Erhält man hierzu keine eindeutigen Auskünfte, dann lohnt es sich durchaus bei einem zweiten Arzt eine weitere Meinung einzuholen. Gleiches gilt für eine ausführliche Beratung hinsichtlich der Methode, die zur Beseitigung der Myome führen soll.
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