Am häufigsten kommen Gebärmuttertumore vor. Bei einem Myom handelt es sich allerdings um gutartige Geschwülste. In vielen Fällen verursachen sie daher weder Beschwerden noch Beeinträchtigungen. Manchmal kann es aber zu Menstruationsstörungen, Bauchschmerzen, Harndrang oder Kreuzschmerzen kommen.
Als Myom (Gebärmuttergeschwulst) bezeichnet man einen gutartigen Muskeltumor. Dieser entwickelt sich aus den Muskelzellen der Gebärmutter. Angeregt wird das Wachstum eines Myoms durch Östrogene. Daher entstehen Myome nur während der Geschlechtsreife.
Myome kommen häufig vor. Beschwerden verursachen sie allerdings nur, wenn sie eine bestimmte Größe erreichen oder sich in einer ungünstigen Lage befinden.
Lediglich bei einem Viertel der von einem Myom betroffenen Frauen kommt es zu Symptomen. Diese machen sich durch Zyklusstörungen und eine verstärkte Regelblutung bemerkbar.
Bei ca. einem Drittel aller Frauen kommt es zu Schmerzen. Diese können Druck- oder krampfartig sein. Unter Umständen kann ein Myom auch die Nachbarorgane wie den Enddarm oder die Harnblase in Mitleidenschaft ziehen. So kann zum Beispiel ein starker Drang, Wasser zu lassen entstehen.
Auch eine Blasenentzündung oder Verstopfung können durch ein Myom ausgelöst werden. Für den Fall, dass ein Myom auf die Kreuzbeinhöhle drückt, kann dies zu Kreuzschmerzen führen.
Ebenso kann eine Eisenmangelanämie, die mit Herz-Kreislaufbeschwerden verbunden ist, durch starke und andauernde Blutungen, die von einem Myom verursacht werden, entstehen. Dabei kommt es zu einer blassen Hautfarbe, Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen und Herzrasen.
Unter Umständen kann auch die Fruchtbarkeit einer Frau durch ein Myom beeinflusst werden. Außerdem kommt es bei Frauen, die unter einem Myom leiden, häufiger zu Fehlgeburten oder Frühgeburten. In vielen Fällen führt ein Myom allerdings zu keinerlei Beeinträchtigungen während der Schwangerschaft.
Wodurch ein Myom verursacht wird, ist nicht bekannt. Eine Therapie erfolgt nur dann, wenn es durch das Myom zu Beschwerden kommt. Für eine Behandlung werden in erster Linie Hormontherapien mit Antiöstrogenen oder Operationen durchgeführt.
Um Schwangerschaften zu ermöglichen, wird bei jüngeren Frauen grundsätzlich versucht, die Gebärmutter zu erhalten. Hinzu kommen neuartige Therapien wie eine MRT-gelenkte Ultraschallbehandlung oder eine minimal-invasive Myom-Embolisation.
Für den Fall, dass es nicht möglich ist die Gebärmutter zu erhalten, wird eine Hysterektomie zur Entfernung der Gebärmutter durchgeführt.
Um Myome rechtzeitig erkennen und behandeln zu können, sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen erfolgen.
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