Die erblich bedingte Krankheit Muskeldystrophie tritt in den Varianten Duchenne und Becker-Kiener auf. Hauptsächlich sind von ihr Jungs betroffen. Die Krankheit zeichnet sich durch eine schwache Muskulatur und später einer Skoliose aus. Sie wird lebensgefährlich und ist nicht heilbar.
Muskelschwund, auch Muskeldystrophie, ist eine Krankheit, die in unterschiedlicher Schwere vorkommen kann. Meistens sind mehrere Faktoren vorhanden, die erblich bedingt sind. Hierbei kommt es zu einem fortschreitenden Schwund des Muskelgewebes.
Muskelschwund kann bereits beim Ungeborenen oder im frühesten Kindesalter auftreten. Je zeitiger die Erkrankung auftritt, desto aggressiver sind die Auswirkungen. Viele Betroffene haben eine geringe Lebenserwartung und sterben relativ früh. Leider gibt es zurzeit noch keine Heilungsmöglichkeit.
Durch Physiotherapien kann es zu einer Linderung der Symptome und einer leichten Verzögerung des Krankheitsverlaufes kommen. Bis die Diagnose feststeht, durchlaufen die Patienten eine große Anzahl von Arztpraxen, was große psychische Probleme verursacht.
Eine Feststellung der Diagnose Muskelschwund wird hauptsächlich durch Gentest, aber auch durch eine Muskelbiopsie und Laborwerte festgestellt. Es gibt mehrere Formen von Muskelschwund, die beiden bekanntesten sind Typ Duchenne und Typ Becker-Kiner.
Bei Muskelschwund kommt es zur Rückbildung der Muskulatur am Rumpf, an Armen und Beinen. Später sind auch Gesicht, Herzmuskulatur und Augenmuskeln sowie die Schluckmuskulatur betroffen. Wenn die Schluckmuskulatur betroffen ist, ist es besonders problematisch. Je stärker diese Muskulatur von der Krankheit betroffen ist, desto schwerer fällt dem Betroffenen das Atmen. Dadurch gelangt immer weniger Sauerstoff in den bereits geschwächten Körper.
Muskelschwund bemerkt man daran, dass die betroffenen Muskeln keine flüssigen Bewegungen mehr erlauben und im späteren Verlauf überhaupt nicht mehr ausgeübt werden können. Kleinkinder, die betroffen sind, können nicht laufen lernen oder verlieren die bereits erworbenen Fähigkeiten. Kinder laufen plötzlich nicht mehr normal, sondern im Watschelgang.
Schwere Formen von Muskelschwund zeigen sich darin, dass ein Gehen überhaupt nicht mehr möglich ist und es ist abzusehen, dass der Betroffene auf ein Leben im Rollstuhl angewiesen ist.
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