6. Mai 2011
Dr. Wolfram Hartmann ist Arzt im nordrhein-westfälischen Kreuztal und gleichzeitig Präsident des Deutschen Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Er warnt davor, Kinder nicht gegen Mumps impfen zu lassen.
Immer noch würden zu viele Eltern die Empfehlung der Ständigen Impfkomission (STIKO) im Berliner Robert-Koch-Institut ignorieren. Die STIKO fordert zwei Schutzimpfungen gegen Mumps im Kleinkindalter. Geimpfte Kinder können nicht an Mumps erkranken. 2010 gab es in Regensburg trotzdem 100 Mumpsfälle, die teilweise stationär behandelt werden mussten. Hartmann weist darauf hin, dass Mumps keineswegs harmlos ist.
Jede dritte Mumpserkrankung beeinträchtige auch die Bauchspeicheldrüse, bei jeder 500. käme es zu einer Hirnhautreizung, die zu einer Hirnhautentzündung führen könne. Auch eine Herzmuskelentzündung könne in seltenen Fällen eine Folgekrankheit sein.
Mumps selbst ist eine Drüsenentzündung. Bei jungen Männern geht sie oft mit einer zusätzlichen Hodenentzündung einher. Eine Impfung ist also auf jeden Fall angebracht.
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