5. März 2009
Die Krankheit Multiple Sklerose (MS) äußert sich durch verschiedene Symptome. Die Diagnostik ist umfangreich.
Bei jedem Betroffenen äußert sich die Multiple Sklerose anders. Anfangs haben die Betroffenen jedoch meist Gefühls- und Sehstörungen. Die Sehstörungen äußern sich bei den meisten Patienten auf die Art und Weise, dass nur noch wie durch einen Nebelschleier gesehen wird, meist betrifft dies nur ein Auge. Viele Betroffenen sehen auch Blitze vor den Augen oder können die Farben nicht mehr richtig erkennen. Einige Betroffene sehen die Bilder auch doppelt. Diese Sehstörungen halten wenige Monate an und bilden sich dann meist wieder zurück. Die Gefühlsstörungen treten bei den meisten MS-Patienten auf. Die Patienten haben in den Beinen oder Armen Taubheitsgefühle. Teilweise empfinden die Betroffenen auch ein Kribbeln. Einige Patienten spüren auch ihre Finger und Zehen nicht mehr vollständig. Auch Muskellähmungen sind ein Symptom der Multiplen Sklerose. Die Muskeln fühlen sich müde und erschlafft an. Manchmal sind Arme und Beine davon betroffen, manchmal auch nur eine Körperseite.
Einige Betroffene können auch nicht mehr alle Geschmacksrichtungen schmecken oder haben auch Schmerzen im Gesicht. Viele MS-Patienten werden inkontinent und können die Urinausscheidung nicht mehr kontrollieren. Auch Beeinträchtigungen beim Sprechen oder Gangstörungen können auftreten.
Viele MS-Patienten neigen aufgrund der Verschlimmerung der Symptome zu Depressionen und Antriebslosigkeit.
Wenn ein Patient diese Symptome schildert, führt der Arzt eine ausführliche neurologische Untersuchung durch, um den Diagnoseverdacht zu sichern.
Der Neurologe führt in jedem Fall ein EEG durch und misst während dieser Untersuchung die Hirnströme. Liegt eine Multiple Sklerose vor, zeigen sich im EEG für die Krankheit typische Veränderungen.
Auch eine Magnetresonanztomografie wird durchgeführt. Selbst wenn der Patient erst einige wenige Symptome bemerkt, kann hier eine MS bereits diagnostiziert werden.
Oftmals wird auch die Gehirnflüssigkeit untersucht. Ergeben sich aus dieser Untersuchung erhöhte Werte, kann dies jedoch auch für andere Erkrankungen wie zum Beispiel eine Hirnhautentzündung sprechen. Demzufolge wird die so genannte Liquoruntersuchung nie als alleinige Untersuchung beim Verdacht auf Multiple Sklerose durchgeführt.
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