23. Februar 2009
Die Therapie von Morbus Crohn ist umfangreich und findet ambulant oder stationär im Krankenhaus statt. Eine Vorbeugung vor der Erkrankung ist nicht möglich.
Im Rahmen der Therapie werden die einzelnen Symptome medikamentös behandelt. Gleichzeitig erhält der Patient auch eine psychosomatische Betreuung durch einen entsprechenden Therapeuten. Ziel der Therapie ist es, die Phasen, in denen sich der Patient wohl fühlt, zu verlängern und weitere Krankheitsschübe hinauszuzögern.
Während eines akuten Krankheitsschubes mit starkem Durchfall verordnet der Arzt Stuhl festigende Medikamente. Gegen die schmerzhaften Entzündungen wird Kortison verabreicht.
Auch in beschwerdefreien Zeiten werden Medikamente verordnet, die den nächsten Schub hinauszögern sollen.
Sehr häufig erfolgt auch eine Operation. Während dieser Operation werden oft kleine Abschnitte des Darmes entfernt. Dies verspricht zwar keine Heilung, aber doch zumindest eine (vorübergehende) Besserung der Beschwerden.
Bei Komplikationen wie einem Darmverschluss, einer Fistel oder einem Abszess muss ebenfalls operiert werden.
Patienten, die an Morbus Crohn leiden, vertragen oftmals nicht alle Lebensmittel. Dies ist jedoch individuell verschieden, so dass jeder Betroffene selbst herausfinden muss, welche Lebensmittel er gut und welche er weniger verträgt. Die Lebensmittel, die nicht gut vertragen werden, sollten künftig gemieden werden.
Patienten mit einem akuten Morbus Crohn-Schub werden oft künstlich über einen Katheter ernährt. Ist der akute Schub vorüber, muss sich der Darm erst langsam wieder an feste Nahrung gewöhnen.
Morbus Crohn-Patienten sollten sich möglichst fettarm ernähren und auch nur leicht verträgliche Obst- und Gemüsesorten zu sich nehmen. Weißmehl vertragen die Betroffenen in der Regel nicht gut. Gleiches gilt auch für Süßigkeiten und süße Lebensmittel.
Die Ernährungsumstellung nimmt in der Therapie des Morbus Crohn einen hohen Stellenwert ein.
Die Entstehung eines Morbus Crohn kann man nicht verhindern. Rauchen führt jedoch zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und sollte daher in jedem Fall vermieden werden. Der Verzicht auf Nikotin kann auch einen neuen Schub verhindern.
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