Mittelohrentzündung - Ursachen, Symptome und Behandlung

Es gibt verschiedene Ursachen für die Entstehung einer Mittelohrentzündung. Normalerweise heilt eine akute Mittelohrentzündung rasch ab. Eine akute Mittelohrentzündung äußert sich durch starke Ohrenschmerzen. Die Diagnostik erfolgt beim Hausarzt, dem Kinderarzt oder beim HNO-Arzt.

Die Entstehung einer Mittelohrentzündung und wie man die Otitis media erkennen und behandeln kann

Krankheitsbild

Als Mittelohrentzündung (Otitis media) bezeichnet man eine Infektionserkrankung, bei der das Mittelohr entzündet ist. Man unterscheidet die akute sowie die chronische Form. Als Komplikation der akuten Mittelohrentzündung gilt die so genannte Mastoiditis.

Sowohl Bakterien, als auch Viren können eine Otitis media auslösen. Die akute bakterielle Mittelohrentzündung tritt normalerweise mit einer allgemeinen Erkältung der oberen Atemwege auf.

Akute Mittelohrentzündung

In der Medizin bezeichnet man eine akute Mittelohrentzündung auch als Otitis media acuta. Nicht selten tritt die Erkrankung bei Babys und Kleinkindern auf. So sind vor allem Kinder im ersten Lebensjahr sowie im Alter zwischen vier und sechs Jahren betroffen.

Allein in den ersten drei Lebensjahren zeigt sich bei fast jedem Kind eine Mittelohrentzündung. Ab dem siebten Lebensjahr tritt die Erkrankung nur noch selten auf, was auf die Weiterentwicklung von Immunsystem und Ohrtrompete zurückzuführen ist.

Beim Mittelohr handelt es sich um einen mit Luft gefüllten Hohlraum. Das Trommelfell trennt diesen Raum vom äußeren Gehörgang ab.

Im Mittelohr liegen die drei Gehörknöchelchen Amboss, Hammer und Steigbügel. Diese sorgen für die Übertragung von Schallwellen zum Innenohr. Mit dem Rachenraum wird das Mittelohr durch die Ohrtrompete verbunden.

Über diese erfolgt auch die Belüftung. Dadurch besteht jedoch die Gefahr, dass bei einem grippalen Infekt Krankheitserreger aus dem Nasen-Rachen-Raum über die Ohrtrompete zum Mittelohr vordringen und dann eine Mittelohrentzündung verursachen.

Da bei Babys und Kleinkindern die Ohrtrompete noch sehr kurz ist, kommt es bei ihnen besonders häufig zu Mittelohrentzündungen. In manchen Fällen wird das Risiko aber auch durch eine Behinderung bei der Nasenatmung, wie beispielsweise Polypen, erhöht.

Als weitere mögliche Auslöser gelten eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder allergische Reaktionen. Sie alle behindern die Entlüftung des Mittelohrs, was zu einer Entzündung führen kann. Als mögliche Ursache für eine bei Babys im ersten Lebensjahr besonders häufig auftretende Mittelohrentzündung kommen vor allem Schwimmbadbesuche, zum Beispiel in Form eines Babyschwimmkurses, in Betracht.

Meistens perforiert nach 2 bis 3 Tagen das Trommelfell und es kommt zu einer deutlichen Erleichterung der Beschwerden mit eitrigem Ausfluss aus dem Ohr. Die Erkrankung heilt dann aus und die Trommelfellverletzung heilt meist von selbst innerhalb von zwei bis drei Wochen wieder ab.

Chronische Mittelohrentzündung

Mediziner bezeichnen eine chronische Mittelohrentzündung auch als chronische Otitis media. Dabei ist das Mittelohr entweder dauerhaft entzündet oder entzündet sich immer wieder. Darüber hinaus kommt es zu einer Perforation des Trommelfells, was bedeutet, dass das Trommelfell (Tympanon) ein Loch aufweist.

In Deutschland sind ca. zwei Prozent der Bevölkerung von einer chronischen Mittelohrentzündung betroffen. Bei 60 Prozent der Patienten ist ein Cholesteatom die Ursache für die Erkrankung.

Formen der chronischen Mittelohrentzündung

Bei der chronischen Mittelohrentzündung unterscheidet man zwischen zwei Formen:

  • der chronischen mesotympanalen Otitis media (chronische Schleimhauteiterung) sowie
  • der chronischen epitympanalen Otitis media (chronische Knocheneiterung).

Im Falle einer chronischen Schleimhauteiterung entzündet sich ausschließlich die Schleimhaut des Mittelohrs. Abgesehen vom langen Ambossschenkel, werden die Knochen von der Erkrankung nicht in Mitleidenschaft gezogen. Es kommt jedoch zu einer Perforation des Trommelfells im Pars tensa, dem straffen Trommelfellteil.

In der Medizin bezeichnet man dieses Loch auch als zentrale Perforation, da an seinem Rand stets ein Trommelfellsaum erhalten bleibt. Meistens ist die Perforation rund und klein, sie kann aber auch größer und nierenförmig sein. Für den Fall, dass fast das gesamte Trommelfell fehlt, wird von einem Subtotaldefekt gesprochen.

Die zweite Form, die chronische Knocheneiterung, entsteht durch ein so genanntes Cholesteatom. Dabei handelt es sich um eine Einwucherung von Plattenepithel in das Mittelohr, was eine chronisch-eitrige Entzündung zur Folge hat. Zu einem Cholesteatom kommt es durch das Einwachsen von äußeren Hautschichten des Trommelfells.

Falls die Hautschichten nicht nach außen abgestoßen werden können, entsteht ein zwiebelschalenförmiges Perlgeschwulst. Durch das Cholesteatom besteht die Gefahr, dass die benachbarten Knochen beeinträchtigt werden. Ein weiterer Grund für die Bildung des Geschwulsts kann eine ständige Störung der Belüftung im Mittelohr sein, durch die es zu einer Einziehung des Trommelfells in den Mittelohrraum kommt.

Ursachen

Eine Mittelohrentzündung entwickelt sich durch Erreger wie Bakterien oder Viren. Zumeist tritt eine akute Mittelohrentzündung im Rahmen eines grippalen Infekts auf.

In manchen Fällen können die Erreger auch durch eine Verletzung des Trommelfells unmittelbar aus dem Gehörgang in das Mittelohr eindringen. Gelegentlich werden Bakterien oder Viren bei einer allgemeinen Erkrankung, wie beispielsweise Scharlach, über das Blut eingeschleppt.

Bakterielle Mittelohrentzündung

Hauptsächlich sind Bakterien jedoch die Auslöser. Zu den möglichen Erregern gehören

  • Pneumokokken
  • A-Streptokokken
  • Haemophilus influenzae sowie
  • Staphylokokken (besonders bei Säuglingen)

Virale Mittelohrentzündung

Eine Mittelohrentzündung durch Viren entsteht zum Beispiel als Begleiterkrankung der Masern. Sehr häufig hat der Patient anfangs auch eine harmlose Erkältung. Nach einigen Tagen schlägt sich der Schnupfen auf die Ohren und es entsteht eine Mittelohrentzündung.

Chronische Mittelohrentzündung

Eine chronische Mittelohrentzündung entsteht, wenn die akute Mittelohrentzündung nur unzureichend behandelt wird oder auch bei einer defekten Nasenatmung, wenn zum Beispiel Polypen bestehen.

Die genaue Ursache der beiden Formen der chronischen Mittelohrentzündung konnte bislang nicht geklärt werden. Als mögliche Gründe vermutet man

  • chronische Fehlfunktionen der Eustachischen Röhre
  • häufig vorkommende akute Mittelohrentzündungen in der Kindheit oder
  • genetische Faktoren.

Verlauf

Wird eine akute Mittelohrentzündung rechtzeitig behandelt, sind die Beschwerden meist innerhalb von ein bis zwei Wochen vorbei. Eine Mittelohrentzündung kann jedoch auch zu Komplikationen wie Hirnhautentzündungen oder Gesichtsmuskellähmungen führen.

Oft muss in diesen Fällen operiert werden. Eine rechtzeitige Behandlung ist hier lebenswichtig.

Relativ häufig reißt das Trommelfell im Rahmen einer akuten Mittelohrentzündung. Die starken Ohrenschmerzen bessern sich damit rasch.

In der Regel heilt der Riss im Trommelfell jedoch ohne Folgen ab. Wird eine Mittelohrentzündung chronisch, kann dies zur Schwerhörigkeit führen.

Die bakterielle Infektion Mastoiditis - eine Komplikation der akuten Mittelohrentzündung

Als Mastoiditis wird eine Komplikation der akuten Mittelohrentzündung (Otitis media acuta) bezeichnet. Dabei kommt es zu einer Entzündung des Warzenfortsatzes des Schläfenbeins (Processus mastoideus), dem Knochen, der sich hinter dem Ohr befindet. Besonders betroffen von der Infektionskrankheit sind Babys und kleine Kinder.

Ursachen

Verursacht wird die Mastoiditis von Bakterien wie

Bei Säuglingen sind oftmals auch Staphylokokken für die Erkrankung verantwortlich. Einer Mastoiditis voraus geht in der Regel eine Virusinfektion mit

die zunächst Schnupfen oder eine Halsentzündung hervorrufen und das Immunsystem des Körpers schwächen. Diese Schwächung hat zur Folge, dass Bakterien leichter in den Nasen-Rachenraum vordringen können. Von dort aus gelangen sie schließlich weiter in das Mittelohr und rufen an dieser Stelle eine Mittelohrentzündung hervor.

Wird diese Entzündung nicht behandelt, besteht die Gefahr, dass die Bakterien bis in die benachbarten lufthaltigen Knochenzellen des Warzenfortsatzes vordringen, was dann zu einer ausgeprägten Knochenentzündung führt, bei der es zumeist zu einem Abszess kommt.

Symptome

In der Regel zeigt sich eine Mastoiditis etwa zwei bis drei Wochen nach dem Beginn einer akuten Mittelohrentzündung mit den typischen Symptomen. Darüber hinaus bildet sich über dem Warzenfortsatz, der sich hinter dem Ohr befindet, eine Schwellung, die empfindlich auf Druck reagiert.

In manchen Fällen kann es auch zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Bei Babys sind die Symptome oft weniger ausgeprägt als bei Kleinkindern.

Folgen

Breiten sich die Entzündung und die Krankheitserreger weiter aus, besteht das Risiko von schwerwiegenden Komplikationen. Dazu gehören vor allem

  • eine Labyrinthitis
  • eine Sinusthrombose
  • eine Hirnhautentzündung (Meningitis)
  • ein Hirnabszess oder
  • eine Blutvergiftung (Sepsis).

Diagnose

Feststellen lässt sich eine Mastoiditis durch eine Otoskopie (Ohrenspiegelung). Bei diesem Verfahren untersucht der Hals-Nasen-Ohrenarzt die äußeren Gehörgänge und das Trommelfell mit einem Otoskop.

Als Hinweise auf eine Mastoiditis gelten das Absinken der hinteren Gehörgangswand und eine Verdickung des Trommelfells. Bei diesem kann mitunter auch eine Vorwölbung oder ein Riss mit eitrigem Ohrenfluss bestehen.

Darüber hinaus erfolgt eine Blutuntersuchung. So sind ein zu hoher CRP-Wert oder eine erhöhte Leukozytenanzahl im Blut ein Hinweis auf Entzündungsreaktionen.

Letzte Gewissheit lässt sich durch eine spezielle Röntgenuntersuchung, der so genannten Schüller-Schläfenbein-Aufnahme verschaffen. Durch diese Aufnahme ist es möglich, eine Auflösung der Knochenbälkchen sowie eine Verschattung der Mastoidzellen zu erkennen. Um das Ausmaß der Mastoiditis festzustellen, können eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden.

Behandlung

Die Behandlung einer Mastoiditis hängt von deren Ausmaß ab. In der Regel werden zunächs intravenös Antibiotika verabreicht, die die verursachenden Bakterien abtöten. Zur Bekämpfung der Ohrenschmerzen erhält der Patient ein Schmerzmittel.

In schweren Fällen kann aber auch ein operativer Eingriff (Mastoidektomie) erforderlich sein, bei dem die Schwellung entfernt wird, was das Austreten des Eiters ermöglicht. Sind anliegende Knochenstrukturen von der Entzündung befallen, werden diese ausgeräumt. Sofern die Behandlung rechtzeitig und fachgerecht erfolgt, klingen die Beschwerden nach einigen Tagen wieder ab.

Symptome

Mittelohrentzündungen können sowohl bei Erwachsenen als auch bei Säuglingen und Kindern auftreten. Säuglinge und Kinder sind besonders häufig davon betroffen, da die Ohren und die Gehörgänge noch viel schmaler sind als bei Erwachsenen. Das Mittelohr kann sich dadurch leichter entzünden.

Akute Mittelohrentzündung

Die Ohrenschmerzen der Otitis media, wie die Mittelohrentzündung in der Fachsprache heißt, können sowohl ein- als auch beidseitig sein. Es handelt sich um sehr starke und stechende Schmerzen.

Beim Bücken spüren die Betroffenen oft ein Klopfen im Ohr. Zusätzlich bestehen auch sehr oft Fieber und Kopfschmerzen und ein schweres Krankheitsgefühl.

Durch die Ohrenschmerzen besteht auch häufig eine Hörminderung; auch Schwindelgefühle können auftreten. Reißt das Trommelfell, kann auch Blut aus dem Ohr fließen. Aufgrund der Abwehrreaktion des Organismus kommt es zudem zu

Symptome bei Kleinkindern und Säuglingen

Kleine Kinder und Säuglinge äußern die Schmerzen sehr oft in dauerndem Weinen und zusätzlich greifen sie sich regelmäßig an das schmerzende Ohr. Diese Symptome treten bei einer akuten Mittelohrentzündung auf. Bei dieser Form der Mittelohrentzündung ist die Schleimhaut im Mittelohr entzündet.

Mögliche Folgen

Im schlimmsten Fall besteht die Gefahr von Komplikationen wie

  • der bereits erwähnten Mastoiditis, bei der sich der knöcherne Warzenfortsatz des Schläfenbeins entzündet
  • einer Entzündung des Innenohrs mit Ertaubung
  • einer Gesichtsnervlähmung
  • einer Hirnhautentzündung oder
  • einer Sepsis (Blutvergiftung).

Des Weiteren können häufige Mittelohrentzündungen bleibende Hörschädigungen hervorrufen.

Chronische Mittelohrentzündung

Es gibt jedoch auch eine chronische Form der Mittelohrentzündung. Diese äußert sich durch eine

  • dauerhafte Hörminderung sowie ein
  • Rauschen auf dem betroffenen Ohr. Zusätzlich
  • fließt auch ein Sekret aus dem Ohr.

Im Falle eines Cholesteatoms hat das Sekret einen unangenehmen Geruch.

Mögliche Komplikationen

Schreitet das Wachstum des Cholesteatoms fort, werden dadurch benachbarte anatomische Strukturen beeinträchtigt, wodurch es zu schweren Komplikationen kommen kann. Dazu gehören

  • Schwerhörigkeit
  • Ertaubung des entzündeten Ohrs
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Schwindelgefühle
  • Abszesse oder
  • eine Gesichtsnervenlähmung.

Sogar eine lebensbedrohliche Gehirnentzündung ist im Bereich des Möglichen.

Diagnose

Der Arzt befragt den Patienten bzw. die Eltern des Kindes nach den Beschwerden und wie oft diese auftreten. Dann schaut er mit Hilfe des Otoskops (Ohrenspiegel) in die Ohren. Liegt eine Mittelohrentzündung vor, ist das Ohr innen gerötet und das Trommelfell nicht glatt, sondern gewölbt und dicker als normal.

Auch kleine Blasen sind dann oft auf dem Trommelfell zu erkennen. Während dieser Untersuchung kann der Arzt auch erkennen, ob Sekret austritt. Mithilfe eines Hörtests lassen sich zudem mögliche Probleme beim Hören feststellen.

Falls nötig, wird auch die Beweglichkeit des Trommelfells untersucht. Auf diese Weise lässt sich ein Paukenerguss feststellen.

Therapie

Ärztliche Behandlung

Wird die akute Mittelohrentzündung durch Bakterien verursacht, erfolgt die Behandlung mit Antibiotikum. Wurde die Mittelohrentzündung jedoch durch Viren verursacht, hilft das Antibiotikum nicht.

Zusätzlich muss in jedem Fall auch ein Nasenspray verwendet werden, um die Nase gut zu belüften. Auch Schmerzmittel werden oft verordnet.

Oft muss der Arzt auch einen Schnitt in das Trommelfell machen, um Komplikationen zu vermeiden. Der Eingriff wird bei kleinen Kindern unter Vollnarkose durchgeführt, ansonsten unter örtlicher Betäubung. In manchen Fällen ist auch das operative Entfernen der Rachenmandeln notwendig.

Die Behandlung bei einer chronischen Mittelohrentzündung hängt von der jeweiligen Form ab. Bei einer chronischen Schleimhauteiterung wird zumeist eine medikamentöse Therapie mit antibiotischen Ohrentropfen vorgenommen. Aufgrund des Trommfelldefekts können die Tropfen das Mittelohr gut erreichen.

Darüber hinaus wird der Gehörgang mit Wasserstoffsuperoxidlösung gereinigt. Manchmal kann auch eine orale Therapie mit Antibiotika nötig sein.

Mitunter führt man einen operativen Verschluss des Trommelfells durch, um die Beschwerden zu bessern. Bei einer chronischen Knocheneiterung muss stets ein operativer Eingriff erfolgen, um gefährliche Komplikationen zu verhindern. Zu diesem Zweck entfernt man das entzündete Gewebe vollständig aus dem Mittelohr und behebt den Defekt am Trommelfell.

Hausmittel

Die meisten Patienten empfinden es als angenehm, wenn das Ohr warm gehalten wird. Sie haben das Bedürfnis, immer etwas Schützendes auf das Ohr zu legen und jeglichen Lufthauch zu vermeiden. Auch Hausmittel finden bei der Behandlung einer akuten Mittelohrentzündung Anwendung.

Zwiebelwickel

Sehr empfehlenswert sind zum Beispiel klein geschnittene Zwiebeln, die in ein Tuch oder Stofftaschentuch gelegt werden. Die Zwiebeln sollten kurz gedämpft werden.

Das Tuch wird verknotet und auf das schmerzende Ohr gelegt. Die Prozedur kann mehrmals täglich mit jeweils frischen Zwiebeln wiederholt werden. Die Zwiebel "zieht" praktisch den Schmerz aus dem Ohr.

Kartoffelkompresse

Auch eine Kartoffelpackung kann Wunder wirken: Dazu kocht man eine Kartoffel und drückt sie durch die Kartoffelpresse; den Brei gibt man in ein Baumwolltuch und diese Kompresse kommt auf das schmerzende Ohr, solange sie warm ist.

Ebenso hat sich Wärme in Form einer Rotlichtlampe bewährt. Auch viele homöopathische Mittel sind sehr wirksam bei Mittelohrentzündung. Diese können aber nur von einem homöopathieerfahrenen Heilpraktiker oder Arzt verordnet werden, da sie vom Typ abhängig sind und immer genau auf den Patienten ausgerichtet werden.

Ist die akute Mittelohrentzündung ausgeheilt oder liegt eine chronische Mittelohrentzündung vor, so führt der Arzt oft einen Hörtest durch, um feststellen zu können, ob die Erkrankung Hörminderungen verursacht hat.

Vorbeugung

Die Entstehung einer Mittelohrentzündung kann man nur bedingt verhindern. Wer an einer Erkältung leidet, sollte grundsätzlich darauf achten, dass die Nase gut belüftet wird.

Dies kann man mit Nasensprays oder Nasentropfen erreichen oder auch mit Hausmitteln wie dem Inhalieren mit Kamillenblüten. Personen, die an Polypen leiden und somit eine behinderte Nasenatmung aufweisen, sollten die Polypen operieren lassen, um eine chronische Mittelohrentzündung zu vermeiden.

Einer Mittelohrentzündung vorzubeugen, gilt als schwierig. Allerdings lässt sich das Erkrankungsrisiko etwas vermindern. Dazu sollte das Kind nicht mit Zigarettenrauch in Kontakt kommen. So steigt durch Passivrauchen die Gefahr von Atemwegsinfektionen deutlich an. Außerdem wird das Immunsystem des Kindes in Mitleidenschaft gezogen.

Um die Belüftung des Mittelohrs zu verbessern, sollten bei einer Erkältung frühzeitig Nasentropfen verabreicht werden. Wichtig sind zudem regelmäßige ärztliche Untersuchungen des Kindes.

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  • Malte Ludwig: Repetitorium für die Facharztprüfung Innere Medizin: Mit Zugang zur Medizinwelt, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2017, ISBN 3437233165
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