18. August 2010
Migräne gibt den Forschern nach wie vor Rätsel auf. Zu unterschiedlich sind die vermeintlichen Auslöser, zu unregelmäßig die Attacken bei den meisten Betroffenen. Mediziner vermuten, dass Irritationen in Nervenleitungen für die Anfälle verantwortlich sind.
Als neueste Form der Behandlung wurde in Großbritannien jetzt der Stoff Botulinumtoxin zugelassen. Das Nervengift wird umgangssprachlich auch Botox genannt und ist vielen aus der Schönheitsindustrie ein Begriff. Professor Hans-Christoph Diener, Schmerzexperte am Uniklinikum Essen glaubt, dass das Mittel in der Bundesrepublik im Oktober, spätestens aber im November gegen Migräne eingesetzt werden darf. Diverse Studien hatten zuvor die Wirksamkeit des Stoffes gegen Schmerzattacken belegt.
Vorherige Versuche ein Mittel zu entwickeln, das sich wirkungsvoll gegen Migräne einsetzen lässt, sind bisher gescheitert. Experten setzen große Hoffnungen in die Behandlung mit Botox. Darüber hinaus werden derzeit zwei weitere aussichtsreiche Akutmittel getestet.
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