26. Januar 2005
Einen angeborenen „Migräne-Generator“ im Hirnstamm halten Kopfschmerzforscher für eine der wesentlichen Ursachen der periodisch wiederkehrenden, quälenden Kopfschmerzen.
In der Apothekenzeitschrift Gesundheit erklärt Dr. Arne May, Leiter der Forschergruppe „Kopfschmerz und Neuroimaging“ an der Regensburger Universitätsklinik: „Die Ursache der Migräne liegt im zentralen Nervensystem, also im Gehirn selbst.“ Die bisherige Kernthese lautete, Migräne spiele sich ausschließlich an den Blutgefäßen in den Randzonen des Gehirns ab. Während einer Migräne-Attacke läuft der nun entdeckte „Migräne-Generator“ pausenlos – auch dann, wenn Medikamente das Schmerzempfinden im Gehirn unterdrücken. Er lässt sich nur bei Migränekranken nachweisen. Bei anderen Kopfschmerzarten regt er sich nicht. In drei bis fünf Jahren, so hofft May, könnte die Entdeckung zu neuen Medikamenten und verbesserten Therapien führen.
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