26. Januar 2005
Bis zu zwei Prozent der Kinder im Vorschulalter haben bereits Migräneanfälle. In der Pubertät steigt der Anteil auf bis zu 12 Prozent. Diese Zahlen nennt Dr. Hildegard Geisler, ärztliche Leiterin der Kinderkopfschmerzsprechstunde der Berliner Universitätsklinik Benjamin Franklin in einem Beitrag für die Apothekenzeitschrift „Baby und die ersten Lebensjahre“.
Das Problem bei Kleinkindern: Häufig wird gar nicht erkannt, dass sie an einer Migräne leiden. Bei ihnen kann sich die Erkrankung auf untypische Art und Weise äußern: Durch immer wiederkehrende stundenlange Bauchschmerzen, Erbrechen und Schwindelanfälle, durch kurzzeitige Verwirrtheit der Kinder und auch ganz ohne Kopfschmerzen. Die „klassische“ Migräne mit einseitigen Kopfschmerzen, Licht- und Lärmempfindlichkeit und Sehstörungen entwickeln sie oft erst später.
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