27. August 2010
Von Andreas Hadel
Eine Ernährungsweise, die reich an Omega-3-Fischölen und einfach ungesättigten Fettsäuren ist, die unter anderen in Oliven und Raps vorkommen, kann zu einer Reduktion des metabolischen Syndrom beitragen. Das metabolische Syndrom ist ein medizinischer Fachbegriff, der das Vorhandensein mehrerer gesundheitlicher Risikofaktoren, die zu Diabetes sowie schweren Herz- und Gefässerkrankungen führen können. Man spricht demnach von einem metabolischen Syndrom, wenn eine Person übergewichtig ist, einen hohen Blutdruck sowie hohe Cholesterinwerte hat und Anzeichen einer Insulinresistenz zeigt.
Eine neue Studie, die in der September-Ausgabe der Fachzeitung "Journal of Nutrition" erscheinen wird, zeigt nun, dass Omega-3-Fette und einfach ungesättigte Fettsäuren das Risiko verkleinern können.
In der Studie wurden 117 Personen, bei denen das metabolische Syndrom diagnostiziert wurde, für zwölf Wochen auf eine spezielle Diät gesetzt. Dabei gab es vier unterschiedliche Diätformen:
Obwohl diese vier Diäten jeweils eine unterschiedliche Gewichtung in der anteilsmäßigen Verteilung von Fetten und Kohlenhydraten hatten, waren die Kalorienwerte insgesamt nahezu identisch.
Bevor die Diätphase begann, gab es zwischen den Teilnehmern hinsichtlich der Blutdruck- und Cholesterinwerte kaum nennenswerte Unterschiede. Nach der 12-wöchigen Studie hatten die Probanden der Gruppen B und D deutlich bessere Werte, als die restlichen Teilnehmer. Der Verzehr von ungesättigten Fettäuren sowie der Konsum von Omega-3-Fetten scheint also gegenüber den fettarmen Ernährungsweisen der bessere Ansatz zu sein.
Ferner zeigte sich, dass die Personen der Gruppe D, in der sich von fettarmen und gleichzeitig kohlenhydratreichen Mahlzeit ernährt wurde, nach dem Essen hohe Spitzen bei den Cholesterin- und Blutfettwerten festgestellt werden konnten. Diese reduzierten sich jedoch, bei der Gabe von Omega-3-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren kommen in großen Mengen in Fischöl vor und wurden von wissenschaftlicher Seite aus bereits mehrfach mit einer gesundheitlich positiven Wirkung in Verbindung gebracht. Der gesunde Effekt macht sich insbesondere bei hohen Blutfettwerten bemerkbar.
Die Autoren der Studie wollen auf Grund der Mut machenden Ergebnisse weitere Untersuchungen durchführen, die länger als zwölf Wochen andauern sollen. Sie wollen die Langzeitwirkung einer Diät untersuchen, die viele einfach ungesättigte Fette sowie Omega-3-Fettsäuren enthält. Mit diesen Forschungsarbeiten verliert die bisher anhaltende Ansicht, dass Diäten fettarm sein müssten, weiter an Rückhalt.
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