2. September 2010
Ein Medulloblastom wird operativ entfernt. Vorbeugen kann man dieser Krankheit nicht.
Wird ein Medulloblastom diagnostiziert, so muss dieses in jedem Fall im Rahmen einer komplizierten Operation möglichst komplett entfernt werden. Die Operation wird von hochqualifizierten Neurochirurgen unter Einsatz eines Lasers sowie mit Operationsmikroskopen durchgeführt. In jedem Fall ist wichtig, den bösartigen Tumor komplett zu entfernen, um den Patienten heilen zu können.
Konnte der Tumor nicht komplett entfernen, so erhält der Patient oftmals anschließend eine Chemo- und/oder Strahlentherapie, um den Tumor zu verkleinern. Anschließend kann der Resttumor in einigen Fällen doch komplett entfernt werden.
Nach der Operation erfolgen eine Strahlentherapie sowie evtl. zusätzlich eine Chemotherapie. Bei der Strahlentherapie werden elektromagnetische Strahlen auf das Gehirn und das Rückenmark des Patienten gerichtet. Die Behandlung erstreckt sich meist über mehrere Wochen. Während der Chemotherapie, die ebenfalls in mehreren Behandlungszyklen durchgeführt wird, wird dem Patienten ein Medikament, das Zytostatikum, durch eine Infusion in die Vene verabreicht.
Hat sich aufgrund des Medulloblastoms Hirnwasser im Kopf angestaut, so legt der operierende Arzt eine Drainage, um die Flüssigkeit nach außen abfließen lassen zu können.
Ist die Akutbehandlung abgeschlossen, so erfolgt in der Regel eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme. Der Patient kann sich dort von der schweren Erkrankung erholen und erhält verschiedene Therapieanwendungen wie z.B. Lymphdrainagen oder Atemtherapie. In den Rehabilitationskliniken können die Patienten auch Entspannungsübungen erlernen und dadurch wieder leichter zur Ruhe kommen.
Die Nachsorge nimmt einen hohen Stellenwert bei dieser Krebserkrankung ein, da das Medulloblastom bei etlichen Patienten nach einigen Jahren erneut wächst. Während der Untersuchungen wird z.B. eine Magnetresonanztomografie durchgeführt, um ein Tumorwachstum oder Metastasen sofort feststellen zu können.
Da die auslösenden Faktoren dieser Krebserkrankung bisher nicht erforscht werden konnten, kann einem Medulloblastom nicht vorgebeugt werden.
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08.11.11 | |
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