Medikamentenabhängigkeit

Ein langfristiger Medikamentenmissbrauch kann zu körperlichen und seelischen Schäden führen

Die Medikamentenabhängigkeit ist eine in der Regel unauffällige Suchterkrankung, bei der die Betroffenen von den unterschiedlichsten Medikamente abhängig sein können. Unterschieden wird Medikamentensucht in körperliche und psychische Abhängigkeit.

Spritze mit grüner Flüssigkeit, im Hintergrund Aufschrift "Sucht" auf weißem Hintergrund
Sucht © blacksock - www.fotolia.de

Unter Medikamentenabhängigkeit versteht man den Abusus von medikamentösen Heilmitteln wie beispielsweise Schmerzmittel. Hierbei ist bezeichnend, dass der Übergang von einer medizinisch verordneten medikamentösen Therapie hin zur Abhängigkeit nach Medikamenten fließend ist.

Risikofaktoren

Als mögliche Auslöser und Risikofaktoren gehören beispielsweise

  • psychische Belastungen und demnach die Medikamenteneinnahme zur Behandlung depressiver Verstimmungen oder Schlafstörungen sowie
  • das zunehmende Alter, in dem Menschen oftmals mehrere Arzneimittel einnehmen und dies häufig auch in zu hohen Dosierungen.

Krankheitsbild

Der Betroffene hat die Erfahrung gemacht, dass ihm die verordneten Medikamente gut helfen und seine Lebensqualität verbessern. Ohne die Einnahme der entsprechenden Tabletten fühlt sich der Betroffene nach einiger Zeit nicht mehr wohl, er bildet sich ein, sie stets zu brauchen.

Hierbei kann die abhängige Psyche gar körperliche Schmerzen vortäuschen, die ein weiteres Einnehmen der Medikamente zu legitimieren versuchen.

Oftmals gesteht sich der Betroffene seine Sucht nicht ein. Er redet sich selbst ein, "alles im Griff" zu haben und die Medikamente jederzeit aus freiem Willen absetzen zu können. Doch wenn er dies im fortgeschrittenen Stadium wirklich versucht, sind die Abhängigkeitssymptome oftmals so schlimm, dass sich die Gedanken des Betroffenen einzig um die erneute Einnahme der Medikamente drehen.

Behandlung

Bei einer schwerwiegenden Medikamentenabhängigkeit sind eine

unumgänglich. Der Entzug von den gewohnten Medikamenten erfordert vom Einzelnen und gleichsam von seinem Umfeld ein hohes Maß an Disziplin und Kooperationsbereitschaft mit den zuständigen Ärzten.

Auch wenn die körperliche Abhängigkeit nach den entsprechenden Medikamenten oftmals nach wenigen Tagen überwunden ist, bleibt die potentiell psychische Abhängigkeit in der Regel für den Rest des Lebens bestehen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zur Medikamentenabhängigkeit

Formen der Medikamentenabhängigkeit

Schlaf- und Beruhigungsmittelsucht

Schlaf- und Beruhigungsmittelsucht

Durch eine Abhängigkeit von Schlafmitteln kommt es zu Gleichgewichtsstörungen, Bewegungsstörungen, Sprachproblemen und Konzentrationsstörungen.

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