6. Mai 2009
Bei der Masernerkrankung können nur die Symptome behandelt werden. Die wichtigste Vorsorge vor den Masern ist die Impfung.
Die Behandlung von Masern gestaltet sich schwieriger als bei einer durch Bakterien hervorgerufenen Infektion. Bakterien können mit Antibiotika behandelt werden, Viren wie der Masernvirus jedoch nicht.
Der Patient muss in jedem Fall strenge Bettruhe einhalten und darf wegen der hohen Ansteckungsgefahr keinen Kontakt zu nicht geimpften Personen haben. Da die meisten Patienten sehr empfindlich auf Licht reagieren, wollen sie meist in einem dunklen Raum liegen.
Gegen das Fieber können fiebersenkende Mittel eingenommen oder Wadenwickel gemacht werden. Für Wadenwickel werden Tücher in lauwarmes (nicht kaltes!) Wasser getaucht und um die Waden des Patienten gelegt. Darüber werden trockene Tücher gewickelt und der Kranke fest zugedeckt.
Bei Fieber ist auch das Trinken sehr wichtig, da der Patient sonst austrocknet. Besteht starker Husten, kann ein Hustensaft eingenommen werden. Die Komplikationen der Masernerkrankung werden gesondert behandelt. Bei einer Mittelohrentzündung, die durch Bakterien verursacht wird, wird zum Beispiel Antibiotikum verordnet.
Wer einmal eine Masernerkrankung durchgemacht hat, ist lebenslang immun gegen das Masernvirus und kann die Erkrankung kein zweites Mal mehr bekommen.
Die wirksamste Vorbeugung gegen die Erkrankung ist die Schutzimpfung. Zwar kann man in seltenen Fällen trotz Impfung die Masern bekommen, jedoch sind die Symptome dann extrem abgeschwächt und bereiten keine Probleme oder Komplikationen.
Die erste Impfung wird normalerweise um den ersten Geburtstag des Kindes verabreicht. Vier Wochen nach dieser Impfung wird das Kind nochmals geimpft, um einen 100%igen Schutz gegen die Masern zu bekommen. Nach der ersten Impfung besteht bereits ein etwa 90%iger Schutz.
Personen, die Kontakt mit einem Masernkranken hatten und selbst nicht geimpft sind, können sofort nach der Ansteckung mit Antikörpern gegen die Erkrankung behandelt werden. Diese werden gespritzt. Diese Spritze kann jedoch nur wenige Tage nach einer möglichen Ansteckung durchgeführt werden.
Da die Erkrankung bis zum völligen Abklingen der Symptome ansteckend sein kann, sollten Kranke bis zu diesem Zeitpunkt den Kontakt zu ungeimpften Personen meiden, um diese nicht zu infizieren.
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