30. Juli 2010
Je früher eine Therapie des Lymphdrüsenkrebses begonnen wird, desto besser sind die Heilungschancen. Vorbeugen kann man dieser schweren Erkrankung nicht.
Wie ein Patient mit Lymphdrüsenkrebs behandelt wird, hängt davon ab, in welchem Stadium der Krankheit er sich befindet. Dies hat der Facharzt im Rahmen seiner Diagnostik bereits festgestellt. Grundsätzlich wird Morbus Hodgkin, wie der Lymphdrüsenkrebs von den Ärzten bezeichnet wird, mit einer Strahlen- und Chemotherapie behandelt. Diese Therapie erreicht die besten Heilungschancen. Lymphdrüsenkrebs kann als einer der wenigen Krebsarten nicht durch eine Operation behandelt werden, da er nicht nur ein Organ sondern den gesamten Körper befällt. Die Patienten erhalten entweder zuerst eine Chemotherapie und anschließend eine Strahlentherapie oder eine kombinierte Chemo-/Strahlentherapie. Bei einer Strahlentherapie werden besondere Röntgenstrahlen auf die Stelle gerichtet, an der sich die Tumorzellen befinden. Die Strahlen zerstören sowohl gesunde als auch kranke Zellen, die gesunden können sich jedoch nach der Behandlung wieder regenerieren. Bei der Chemotherapie erhält der Krebspatient spezielle Medikamente, so genannte Zytostatika, in individueller Dosierung verabreicht. Die Chemotherapie erfolgt in mehreren Zyklen.
Patienten, bei denen der Lymphdrüsenkrebs nach einiger Zeit erneut auftritt (so genannter Rezidiv) erhalten oftmals zuerst eine sehr hochdosierte Chemotherapie sowie anschließend eine Transplantation von Knochenmark oder Stammzellen eines Spenders. Diese Therapieform wird auch dann angewendet, wenn weder die Strahlen- noch die Chemotherapie in der bisherigen Therapie erfolgreich waren. Die hochdosierte Chemotherapie hat den Zweck, alle Krebszellen abzutöten, um dem Körper anschließend neue und gesunde Zellen eines Organspenders zu transplantieren.
Patienten, die unter einer schweren Form des Lymphdrüsenkrebses leiden und bereits Folgebeschwerden der Krankheit haben (sie bekommen z.B. schlecht Luft), kann im Rahmen einer Operation ein Teil des störenden Lymphoms entfernt werden. Dies hat jedoch keine heilende Wirkung sondern verbessert lediglich das Allgemeinbefinden des Patienten.
Da die genauen Auslöser dieser Krankheit bisher unbekannt sind, kann man dem Lymphdrüsenkrebs nicht vorbeugen. Sollten jedoch unklare Beschwerden wie z.B. eine Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, unklares Fieber oder eine Lymphknotenschwellung auffallen, so sollte man diese Symptome nicht ignorieren sondern von einem Arzt abklären lassen. Wie bei allen Krebserkrankungen ist eine frühe Diagnosenstellung auch beim Lymphdrüsenkrebs ausschlaggebend für eine Heilung.
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