Bessere Diagnose bei Lungenkrebs: Ärzte können Unterformen erkennen und passend handeln

Das neue Verfahren arbeitet auf molekularer Ebene und sucht im Gewebe nach besonderen Veränderungen

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  • von Paradisi-Redaktion
3D Grafik Lungen mit Lungenkrebs

Der Begriff Lungenkrebs fasst mehrere Arten von Tumoren zusammen, die im Lungengewebe auftreten. Teilweise haben diese Krebsformen nur ihren Siedlungsort gemeinsam und unterscheiden sich ansonsten stark voneinander. Für die Medizin war es daher sehr wichtig, eine Möglichkeit zu finden, die Formen von Lungenkrebs besser auseinander zu halten.

Schnelle und zuverlässige Prognose

Standard ist es bisher, die Krebsformen über spezifische Marker zu erkennen. Dafür benötigt man eine Gewebeprobe, die während einer Biopsie aus dem Körper des Patienten entnommen wird. Ärzte bringen diese dann mit diversen Färbemittel in Kontakt und wissen bei einer Reaktion, um welchen Subtyp von Krebs es sich handelt.

Immer zuverlässig ist das Einfärben jedoch nicht. Daher suchte man nach einer neuen Möglichkeit der Diagnose. Forschern aus Deutschland ist es im Zuge dieser Arbeit gelungen, eine verbesserte Diagnosemethode zu entwickeln. Genannt wird sie "spektrale Histopathologie". Auf diese Weise kann man Patienten eine schnelle und zuverlässige Prognose geben.

Die spektrale Histopathologie

Was genau macht die spektrale Histopathologie? Anders als die älteren Verfahren benötigt sie keine Färbemittel, um Marker zu finden. Sie arbeitet auf molekularer Ebene und sucht im Gewebe nach besonderen Veränderungen. Ein großes Augenmerk liegt dabei auf Abweichungen in den Proteinen.

Die spektrale Histopathologie kann so erkennen, um welche Form des Lungenkrebs es sich handelt und wie aggressiv der Tumor ist. Laut erster Studien liegt die Genauigkeit der Ergebnisse bei über 92 Prozent. Für die angemessene Betreuung der Patienten ist das ganz entscheidend.

Die neue Methode benötigt zudem für ihre Arbeit mit der Probe nur Licht und verletzt oder verändert daher die Gewebeprobe überhaupt nicht. Das sorgt dafür, dass im Anschluss an die Untersuchung die Probe problemlos für weitere Tests verwendet werden kann. Für den Patienten bedeutet das eine physische und auch psychologische Erleichterung.

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Erstellt am 22.05.2015
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