Besteht ein höheres Risiko an Leukämie zu erkranken, wenn man in der Nähe eines AKW lebt?

Laut dem Physiker Alfred Körblein besteht doch ein erhöhtes Risiko für Kinder in der Nähe eines AKWs

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
9. August 2011

Schweizer Forscher vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) an der Universität von Bern hatten eine Langzeitstudie erstellt, ob das Leben in der Nähe von AKW's ein höheres Risiko beinhaltet an Leukämie zu erkranken. Die Wissenschaftler hatten so das Risiko der Kinder, die in der Nähe eines AKW geboren wurden mit denen aus anderen Regionen verglichen.

Doch ist auch die Zahl der Krebsfälle eher gering, so dass es sehr schwer ist einen direkten Vergleich anzustellen. So kamen sie also zu dem Ergebnis, dass es für eine erhöhtes Risiko keinerlei direkte Hinweise gibt.

Nur Kinder in Schweiz in Studie einbezogen

Doch jetzt hat der Physiker Alfred Körblein diese Studie kritisiert und kommt zu einem anderen Ergebnis, so dass für Kinder doch ein erhöhtes Risiko einer Leukämie-Erkrankung besteht, wenn sie in der Nähe von einem AKW aufwachsen. Bei seiner Kritik bezieht sich der Physiker vor allem darauf, dass in der Studie nur die Kinder in der Schweiz, die auch in der Nähe der dortigen AKW leben, einbezogen wurden, nicht aber auch die in Deutschland lebenden, denn drei Schweizer AKW sind auch nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, so dass man auch die aufgetretenen Erkrankungen der deutschen Kinder in der Studie berücksichtigen muss.

So kommt abschließend Alfred Köberlein zu seiner Annahme, dass im Nahbereich, innerhalb der 5-Kilometer-Zone, doch ein um 44 Prozent höheres Risiko einer Leukämie-Erkrankung bei Kindern besteht.