27. April 2009
Eine Leukämie kann durch verschiedene Methoden behandelt werden. Vorbeugen kann man einer Leukämie nicht.
Patienten mit einer akuten lymphatischen Leukämie erhalten mehrere Behandlungen mit Chemotherapie. Noch zwei Jahre nach Abschluss dieser intensiven Therapie müssen die Patienten weiter spezielle Medikamente einnehmen. Ist bei dieser Leukämieform auch das Gehirn betroffen, erfolgt hier zusätzlich eine gezielte Bestrahlung. Reicht diese Behandlung allein nicht aus bzw. gehen die Ärzte davon aus, dass der Patient rückfällig wird, wird häufig eine Stammzellentransplantation durchgeführt. Diese Behandlungsmethode wird auch dann angewandt, wenn die Leukämie bereits behandelt wurde und dann erneut auftritt.
Auch bei der akuten myeloischen Leukämie wird eine intensive Chemotherapie durchgeführt. Noch ein Jahr nach Abschluss dieser Behandlung erfolgen weitere Sitzungen, um den Therapiererfolg zu halten. Auch hier wird meist eine Stammzellentransplantation durchgeführt.
Eine chronisch lymphatische Leukämie wird erst in einem bestimmten Stadium engmaschig behandelt. Dies ist dann der Fall, wenn die Anzahl der weißen Blutkörperchen eine bestimmte Marke übersteigt. Gleichzeitig müssen die Blutplättchen und roten Blutkörperchen unter eine gewisse Marke fallen. Auch wenn Komplikationen auftreten, erfolgt eine sofortige Behandlung. Auch hier besteht die Behandlung aus einer Chemotherapie. Eine Bestrahlung ist ebenfalls möglich. Diese Behandlungen bewirken, dass der Patient für viele Jahre annähernd beschwerdefrei ist. Zusätzlich erhalten die Patienten Bluttransfusionen, um die Blutarmut auszugleichen. Bestehen weitere Symptome, werden diese ebenfalls behandelt. Im Verlauf der Erkrankung kann auch eine Knochenmark- oder Stammzellentransplantation notwendig werden.
Die chronisch myeloische Leukämie wird –im Gegensatz zur lymphatischen Leukämie- sofort nach Diagnosestellung behandelt. Die Patienten erhalten sofort ein spezielles Leukämiemedikament, durch das die Krankheit meist gut behandelt werden kann. Wirkt diese Therapie nicht, kann auch eine Chemotherapie eingesetzt werden. Dadurch kann jedoch keine Heilung erzielt werden. Ist der Patient jünger als 55 Jahre, erfolgt häufig auch eine Knochenmark- oder Stammzellentransplantation.
Sowohl während der Behandlung als auch nach Abschluss der akuten Behandlung müssen die Blutwerte der Patienten regelmäßig kontrolliert werden. Sobald Auffälligkeiten entdeckt werden, muss eine weitere Therapie erfolgen.
Da die genauen auslösenden Ursachen noch nicht bekannt sind, kann einer Leukämieerkrankung kaum vorgebeugt werden. Grundsätzlich sollte eine Röntgenaufnahme jedoch nur dann angefertigt werden, wenn sie zwingend notwendig ist. Doppeluntersuchungen können mit Hilfe eines Röntgenpasses vermieden werden.
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