28. April 2011
Internationale Forscher stellten fest, dass Gürteltiere die Menschen mit Lepra infizieren können und so lassen sich auch die Erkrankungen von Menschen im Süden der USA erklären. Die Lepra, auch einfach als "Aussatz" bezeichnet, kommt heute eigentlich hauptsächlich nur in Entwicklungs- und Schwellenländern vor, so beispielsweise in Indien, Brasilien und Mosambik. Doch jetzt konnte die Infizierung durch die Gürteltiere, die im Süden der USA und auch in Südamerika leben, nachgewiesen werden. Es war zwar schon vorher bekannt, dass die Tiere den Erreger in sich tragen, aber über eine Ansteckungsgefahr beim Menschen wusste man nichts.
Die Erkrankung, die das Nervensystem und die Haut befällt, zeichnet sich besonders durch Lähmungen, Verstümmelungen und Hautverletzungen aus, so dass die betroffenen Menschen isoliert wurden, weil diese Krankheit hoch ansteckend ist und wie eine Grippe durch Tröpfcheninfektion übertragen wird, aber nur etwa fünf Prozent der Menschen reagieren darauf. Doch heute gibt es die Möglichkeit diese Krankheit wirkungsvoll zu behandeln, und zwar durch eine Kombinationstherapie mit mehreren Antibiotika, die zwischen einem halben bis ganzen Jahr dauert.
Jedes Jahr erkranken weltweit etwa 250.000 Menschen neu an Lepra, doch in Deutschland gab es im Jahr 2010 nur zwei Fälle, die sich aber auch im Ausland angesteckt hatten. Übrigens gibt es gegen Lepra keine Schutzimpfung, so dass man eigentlich nur in den betroffenen Ländern auf die nötige Hygiene, sauberes Trinkwasser und entsprechende Nahrung achten sollte.
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