Von den 206 Knochen, die der Mensch hat, brechen die Armknochen am häufigsten - der häufigste Eingeweidebruch hingegen ist der Leistenbruch.
Bemerkbar wird der Leistenbruch meist durch Schmerzen in der Leistengegend, die sich vor allem nach sportlicher Anstrengung verschlimmern. Eine gut sichtbare, beulenförmige Schwellung ist das eindeutigere Merkmal beim Leistenbruch, denn manche Betroffene haben das Glück, trotz Bruch gar keine Schmerzen in der Leistengegend zu haben.
Das Bemerken der Schwellung ist vor allem bei Kindern wichtig. Im Kindesalter ist die Ursache des Leistenbruchs fast immer ein Verbindungskanal zwischen Bauchraum und Leiste. Eigentlich sollte er sich der spätestens bei der Geburt verschließen. Bleibt er allerdings geöffnet, kommt es zum Eindringen von Organen in den Kanal und zu sehr viel Druck auf die Leiste. Durch den Druck der Bauchorgane kann es schließlich auch zum Leistenbruch kommen. Jungen und Männer sind davon sehr viel häufiger betroffen als Mädchen und Frauen.
Tritt der Leistenbruch bei Erwachsenen auf, ist meist eine Bauchwandschwäche der Auslöser. Kommt dann noch körperliche Schwerarbeit oder häufiges, starkes Pressen (z.B. bei chronischer Verstopfung) dazu, ist der Leistenbruch mögliche Folge.
Beim Leistenbruch kann der Darm oder andere Organe des Bauchraums im Bruch eingeklemmt werden. Dies führt zu besonderen Beschwerden wie Erbrechen, Schwellung, Hautrötung oder auch zur Entzündung des Bauchfells. Der abgeklemmte Teil des Darms kann wegen der fehlenden Blutzufuhr auch absterben, sodass schnellstens operiert werden sollte.
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