22. April 2009
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Latexallergie zu behandeln. Vorbeugen kann man einer Latexallergie kaum.
Patienten mit den akuten Symptomen einer Latexallergie erhalten Tabletten, so genannte Antihistaminika. Auch Sprays mit Adrenalin lindern die akuten Beschwerden.
In jedem Fall sollten die Patienten versuchen, sämtliche latexhaltige Produkte zu meiden.
Viele Produkte gibt es inzwischen schon ohne Latex, wie zum Beispiel Kondome. Diese sind in Apotheken erhältlich.
Haben die Patienten beruflich mit Latex zu tun bzw. müssen sie im Beruf Handschuhe tragen, so helfen in einigen Fällen latexfreie Handschuhe. In anderen Fällen müssen die Patienten sogar ihren Beruf wechseln.
Wenn der Arzt die Diagnose Latexallergie gestellt hat, trägt er diese in den so genannten Allergiepass ein. Die Patienten sollten diesen Pass immer bei sich tragen und unaufgefordert vor einer ärztlichen Behandlung zeigen.
In vielen Fällen kann eine Hyposensibilisierungsbehandlung helfen, die Allergie in den Griff zu bekommen. Die Behandlung erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa drei bis fünf Jahren. In regelmäßigen Abständen wird dem Patienten dazu sein Allergie auslösender Stoff unter die Haut des Oberarmes gespritzt. Begonnen wird mit einer minimalen Dosis, die langsam gesteigert wird, wenn der Patient sie gut verträgt. Häufig können bereits nach einem Jahr erste Erfolge verzeichnet werden.
Um einer Allergie im Allgemeinen vorzubeugen, empfehlen Hebammen den Müttern, die Säuglinge mindestens ein halbes Jahr voll zu stillen und anschließend langsam mit der Beikosteinführung zu beginnen. Die noch nicht ersetzten Mahlzeiten sollten weiterhin gestillt werden. Auf diese Weise können in vielen Fällen Allergien vermieden werden.
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