22. April 2009
Eine Laktatazidose wird hauptsächlich dadurch behandelt, dass die auslösende Ursache therapiert bzw. abgesetzt wird. Man kann der Krankheit oftmals gut vorbeugen.
Da Patienten mit einer Laktatazidose häufig einen medizinischen Notfall darstellen, erfolgt die Behandlung in diesen Fällen auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Hier kann rund um die Uhr eine ärztliche Versorgung stattfinden und der Kreislauf des Patienten stabilisiert werden.
Da der Körper bei dieser Krankheit zuviel Säure enthält, wird ein "Gegenmittel" gegeben, das so genannte Bikarbonat.
Je nachdem, wie hoch der Laktatwert und wie niedrig der pH-Wert im Blut des Patienten sind, kann auch eine Dialysebehandlung (Blutwäsche) notwendig werden, um den Körper zu entgiften.
Ist die Laktatazidose die Folge eines eingenommenen Medikamentes, muss dieses sofort abgesetzt und gegen ein anderes Medikament ersetzt werden.
Auch weitere auslösende Ursachen der Laktatazidose müssen behandelt werden, da sich sonst der hohe Laktatwert sowie der niedrige pH-Wert im Blut nicht normalisieren werden.
Ist die Leber soweit geschädigt, dass man sie nicht mehr erhalten kann, muss eine Lebertransplantation erfolgen. Erst dann wird sich auch der Laktatgehalt im Blut wieder normalisieren.
Einzige Ausnahme ist der Extremsportler mit Laktatazidose. Hier muss oftmals keine Behandlung erfolgen. In vielen Fällen genügt es, wenn sich der Patient schont und seinen Sport auf ein normales Maß zurückfährt.
In vielen Fällen kann man einer Laktatazidose vorbeugen, wenn man bestimmte Medikamente (zum Beispiel zur Behandlung der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus) nur an Patienten verabreicht, dessen Nieren und Leber voll funktionsfähig sind. Sind diese Organe oder auch nur eine Niere oder die Leber in ihrer Funktion eingeschränkt, kann die Nebenwirkung Laktatazidose auftreten.
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