26. Oktober 2010
Viele Menschen, besonders in den Industrieländern, werden im Laufe ihres Lebens kurzsichtig. Aber dies ist besonders in Taiwan der Fall, wo etwa 90 Prozent der Bevölkerung davon betroffen ist. Diese Erkrankung der Kurzsichtigkeit, die man auch als Myopie bezeichnet, wird immer häufiger, was vielfach am Arbeiten an den Bildschirmen liegt.
Doch besonders bei den Kindern wird dies mittlerweile festgestellt, weil sie zu viel am Computer sitzen. Bislang hatte man in Taiwan die längeren Unterrichtsstunden und auch die schwierige Schrift dafür verantwortlich gemacht, doch jetzt stellte man fest, dass die meisten Schüler in den langen Ferienwochen zu viel vor dem Fernseher und Computer sitzen. Auch gehen die meisten der Kinder nicht aus dem Haus, so sagte ein 12-jähriger Junge, dass er die gesamte Ferienzeit nur mit Videospielen beschäftigt war, was sich natürlich stark auf die Kurzsichtigkeit ausgewirkt hatte.
Zudem sind viele Studenten in Taiwan betroffen und bei Arbeitern findet man auch weniger kurzsichtige Menschen. Besonders problematisch ist es, wenn eine Kurzsichtigkeit schon in frühen Jahren beginnt, was man zwar mit Kontaktlinsen und Brillen ausgleichen kann, mittlerweile gibt es auch Laser-Operationen, doch eine fortschreitende Myopie kann auch zur völligen Erblindung führen. In Deutschland ist diese Situation nicht so dramatisch und man schätzt, dass wie in Skandinavien auch bei uns etwa ein Drittel der Studenten an Kurzsichtigkeit leiden. Übrigens ist dieses Problem bei den Naturvölkern nicht bekannt.
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