Erhöhtes Krebsrisiko bei Frauen auch durch wenig Alkohol

Bereits geringer Alkoholkonsum steigert das Risiko einer Krebserkrankung

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
3. März 2009

Größere Mengen Alkohol sind, besonders in den vergangenen Tagen im Karneval, für die allgemeine Gesundheit nicht gerade förderlich. Aber eine Studie von britischen Wissenschaftler zeigt, dass bei Frauen auch schon kleinere Mengen Alkohol das Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken erhöhen.

Auswirkungen von Alkohol und Zigaretten

Die Forscher haben für diese Studie Daten von etwa 1,3 Millionen Britinnen ausgewertet, die im Zeitraum von 1996 bis 2001 an den Vorsorgeuntersuchungen für Brustkrebs teilnahmen. Ein Viertel der Frauen sagte, dass sie keinen Alkohol trinken und die meisten nur wenig, im Durchschnitt etwa 10 Gramm reinen Alkohol. Nach ein paar Jahren stellten die Wissenschaftler fest, dass bei den Frauen die Alkohol tranken, auch ein höheres Risiko für Darm- Brust- oder Leberkrebs vorlag, zusätzlich noch bei den Raucherinnen das Risiko für Krebs im Rachen oder Speiseröhre.

Krebserkrankung bei Alkoholkonsum

Das Risiko für Schilddrüsen- und Nierenkrebs sank aber bei erhöhten Alkoholkonsum. Bei 68.000 von allen untersuchten Patientinnen stellte man nach sieben Jahren eine Krebserkrankung fest, wobei es egal war, in welcher Form, Wein, Bier oder Schnaps, die Frauen den Alkohol zu sich nahmen. Normalerweise ist etwas Alkohol sogar für den Herz-Kreislauf gesund, aber in Bezug auf ein Risiko für eine Erkrankung an Krebs bestanden bisher keine Bedenken.