Krampfadern nicht auf die leichte Schulter nehmen

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  • von Paradisi-Redaktion

In Europa leidet, nach Schätzungen der Deutschen Venen-Liga, jeder zweite Mensch an Krampfadern, so dass diese Krankheit eine der häufigsten Krankheiten darstellt. Aber viele betroffene Menschen sehen die Krampfadern nur als reine Kosmetik an, doch sollte man sie auf keinen Fall unterschätzen, denn es können Folgekrankheiten wie Ödeme und Gefäßverschlüsse entstehen.

Meistens bilden sich die Krampfadern an den Unterschenkeln und die Ursache ist häufig eine angeborene Gefäßschwäche. Normalerweise wird durch die Venen das Blut zum Herzen wieder, auch mit Hilfe der Wadenmuskulatur, zurück gepumpt. Aber wenn diese Unterstützung fehlt, so kann es zu einem Stau, aufgrund der Schwerkraft, in den Beinen kommen und dann helfen auch die Venenklappen nicht mehr, die den Rückfluss verhindern sollen.

Die Folge ist, dass die Flüssigkeit durch den zu starken Druck in das umliegende Gewebe gelangt, was man an geschwollenen Füßen erkennt. Im Laufe der Zeit wird auch das Gewebe nicht mehr richtig durchblutet und mit Nährstoffen versorgt und es kann dadurch auch zu einem sogenannten "offenen Bein" kommen. Zudem können auch noch Blutgerinnsel entstehen und das Risiko einer Embolie steigt.

Aber neben der erblichen Veranlagung können auch Bewegungsmangel und vor allem Übergewicht die Ursache für Krampfadern sein. Inwieweit die Venen geschädigt sind, dies kann eine Untersuchung beim Facharzt mittels Ultraschall (Duplexuntersuchung) oder einer Phlebographie festgestellt werden. In der Anfangsphase der Erkrankung helfen regelmäßige Bewegung, beispielsweise Spazierengehen oder auch Schwimmen sowie auch spezielle Strümpfe, die man als Kompressionsstrumpf bezeichnet.

Wenn aber die Erkrankung schon weiter fortgeschritten ist, so ist auch eine operative Entfernung der betroffenen Hauptvene in Erwägung zu ziehen. In 95 Prozent der Fälle waren danach die Patienten in den ersten darauf folgenden Jahren völlig beschwerdefrei, wie Ärzte berichten.

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