22. Oktober 2009
Die Behandlung der Krampfadern erfolgt meist chirurgisch. Der Entstehung von Krampfadern kann man nur bedingt vorbeugen.
Nicht alle Krampfadern müssen chirurgisch behandelt werden. Handelt es sich nur um leichte Krampfadern, kann man die Beschwerden auch durch Hochlagern der Beine, regelmäßige Bewegung und kaltes Abduschen lindern. Beseitigt können die Krampfadern durch diese Maßnahmen jedoch nicht werden.
Es gibt auch Medikamente, die bei geschwollenen Beinen eingenommen werden können. Die Beschwerden bessern sich durch die pflanzlichen Arzneimittel meist, jedoch setzen die Beschwerden wieder ein, wenn man das Medikament absetzt.
Neben den Tabletten gibt es auch spezielle Salben, mit denen die Krampfadern eingerieben werden können.
Starke Krampfadern mit entsprechenden Beschwerden müssen ärztlich behandelt werden. Wenn keine chirurgische Therapie möglich ist, kann das betroffene Bein auch mit einem Kompressionsstrumpf behandelt werden. Die Strümpfe werden genau an das Bein angepasst und sitzen daher sehr straff. Der Blutfluss wird dadurch korrigiert. Diese Maßnahme wird jedoch meist nur gewählt, wenn ein chirurgischer Eingriff nicht möglich ist, zum Beispiel weil eine Narkose ein zu hohes Risiko für den Patienten wäre.
Sehr häufig werden die Krampfadern verödet. Dazu wird ein Venenmittel in die Krampfadern gespritzt. Das Medikament bewirkt einen Verschluss der Vene. Im Anschluss an die Behandlung muss sich der Patient sehr viel bewegen, um den Blutfluss im Bein bzw. in den unbehandelten Venen wieder anzuregen.
Einige Formen der Krampfadern müssen im Rahmen der Stripping-Operation entfernt werden. Die betroffenen Krampfadern werden dazu komplett entfernt. Nach der Operation muss der Patient einen Kompressionsstrumpf tragen, um den Behandlungserfolg zu sichern.
Bei vielen Betroffenen liegt eine angeborene Bindegewebsschwäche vor. Diese Personen können meist nichts gegen die Entstehung von Krampfadern unternehmen. Die Beschwerden können jedoch in jedem Fall gelindert werden. Viel Bewegung fördert den Blutfluss in den Beinen und vermindert so die Beschwerden von Krampfadern. Auch auf das Gewicht sollte man achten. Je mehr Übergewicht besteht, desto ausgeprägter sind die Krampfadern.
Wenn bereits Beschwerden vorliegen, helfen kalte Duschen der Beine. Auch das Hochlegen der Beine schafft Erleichterung.
Soweit möglich, sollte man lange sitzende Tätigkeiten vermeiden. Da viele Menschen den ganzen Tag im Büro am Schreibtisch sitzen müssen, sollten diese zumindest ihre Beine regelmäßig hochlegen. Auch bei sitzenden Tätigkeiten sollte man sich bemühen, regelmäßig aufzustehen, umherzugehen und vor allem in seiner Freizeit einen ausgleichenden Sport treiben.
Am besten geeignet sind Sportarten wie Radfahren, Walken, Schwimmen und Spazieren gehen.
Es gibt auch spezielle Venengymnastik, die man zu Hause durchführen kann.
Enge Hosen oder Strümpfe mit engem Gummi fördern die Entstehung von Krampfadern. Deshalb sollte man möglichst weite Kleidung tragen. Enge Schuhe sind ebenso Gift für die Beine und führen früher oder später zu Krampfadern. Im Sommer ist barfuß gehen sehr gesund für die Beine.
Auch alte Hausmittel wie zum Beispiel das Kneipp-Treten helfen gegen Krampfadern. Bei dieser Maßnahme geht man etwa eine Minute lang in einem Becken mit relativ kaltem Wasser. Während dem Gehen wird jeweils ein Bein hoch gezogen. Gleiches kann auch im Sommer auf einer noch feuchten Wiese gemacht werden.
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