18. Juli 2009
Welche Symptome Knochenkrebs verursacht, hängt davon ab, wo genau sich der Tumor befindet. Die Diagnostik ist umfangreich.
Unter dem Begriff "Knochenkrebs" werden verschiedene Krebsformen zusammengefasst. Allgemein kann gesagt werden, dass der Krebs an den Knochen Schmerzen verursacht. Der Patient spürt diese in der Regel auch an der Stelle, an der sich der bösartige Tumor befindet. Häufig ist diese Stelle auch geschwollen. Befindet sich der Tumor an einer Extremität, kann diese nur noch unzureichend bewegt werden.
Patienten mit einem so genannten Ewing-Sarkom haben gleichzeitig Fieber sowie Schmerzen und eine Schwellung im Bereich des Tumors. Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten, fühlen sich die Patienten müde und verlieren stark an Gewicht. Diese Krebsform ist hauptsächlich in den Beinen, aber auch im Becken oder unteren Wirbelsäulenbereich zu finden.
Eine weitere Knochenkrebsform ist das Osteosarkom. Hier bildet sich der Tumor meist an den Extremitäten, selten jedoch am Kiefer. Auch hier ist die Stelle des Tumors geschwollen und kann nur noch unzureichend bewegt werden. Fieber besteht jedoch nicht. Die Haut im Bereich des Tumors ist auffallend dünn und die kleinste Verletzung kann in diesem Bereich zu einem Knochenbruch führen.
Wenn ein Patient derartige Symptome schildert, führt der Arzt in jedem Fall eine allgemeine Untersuchung durch. Er untersucht den Patienten körperlich, tastet die geschwollenen Stellen ab und nimmt Blut ab. Oft kann der Knochenkrebs durch die Blutuntersuchung bestätigt werden. Auffallend ist, dass Patienten mit einem Ewing-Sarkom zu viele weiße Blutkörperchen, jedoch zu wenige rote Blutkörperchen im Blut haben. Zusätzlich werden bei dem Diagnosenverdacht weitere Blutwerte bestimmt, um andere Krebsformen abgrenzen zu und eine Aussage über den Verlauf der Krankheit treffen zu können. Beim Osteosarkom hingegen ist ein spezielles Enzym erhöht.
Auch eine Ultraschalluntersuchung wird durchgeführt.
Um seinen Diagnosenverdacht zu sichern, lässt der Arzt eine Röntgenaufnahme sowie eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie anfertigen. Werden bereits Metastasen vermutet, wird häufig auch eine Szintigrafie des Skelettes gemacht.
Abschließend wird eine Gewebeprobe aus dem Tumor entnommen und im Labor unter dem Mikroskop auf Krebszellen untersucht.
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