21. April 2009
Man unterscheidet verschiedene Kinderkrankheiten, die sich auch durch unterschiedliche Symptome äußern. Die Diagnose stellt – je nach Alter des Patienten - der Kinder- oder Hausarzt.
Unter dem Begriff "Kinderkrankheiten" sind Krankheiten zusammengefasst, die zumeist im Kindesalter auftreten und häufig eine lebenslange Immunität hinterlassen. Jedoch können auch Erwachsene daran erkranken, wenn sie die Krankheit als Kind noch nicht hatten.
Bekannte Kinderkrankheiten sind zum Beispiel der Keuchhusten, die Röteln und das Dreitagefieber, die hier im Folgenden näher erläutert werden. Zu den Kinderkrankheiten zählen jedoch auch Erkrankungen wie Mumps, Windpocken, Polio und Masern.
Keuchhusten ist eine Erkrankung, die sich über Wochen oder Monate hinziehen kann. Bei Erwachsenen sind die Symptome weitaus weniger ausgeprägt als bei Kindern. Im ersten Stadium der Erkrankung bestehen Erkältungssymptome wie Husten, Schnupfen und Fieber. Der Husten verschlimmert sich im Verlauf der Krankheit. Der Patient bekommt Hustenanfälle mit Auswurf und damit verbundenem Erbrechen. Besonders nachts sind die Symptome sehr ausgeprägt.
Röteln verursachen völlig andere Symptome als der Keuchhusten. Auch hier besteht leichtes Fieber, zusätzlich haben die Patienten noch Kopfschmerzen und bekommen den typischen Rötelnausschlag, der sich von den Ohren aus über den ganzen Körper ausbreitet. Auch die Lymphknoten sind geschwollen und schmerzen deshalb.
Das Dreitagefieber verursacht für die Dauer von drei oder vier Tagen hohes Fieber –wie auch der Name der Krankheit bereits aussagt. Selten kommt es im Rahmen des hohen Fiebers auch zu Krämpfen. Wenn das Fieber nach wenigen Tagen wieder sinkt, bildet sich ein Hautausschlag, der ähnlich wie der Ausschlag der Röteln aussieht.
Je nachdem, wie alt der Patient ist, führt der Kinderarzt oder auch der Hausarzt die Diagnostik durch.
Wenn ein Patient Keuchhusten hat, kann der Arzt die Diagnose aufgrund der typischen Symptome wie starke Hustenattacken mit Würgereiz und Erbrechen bereits ohne weitere Diagnostik stellen. Nur in seltenen Fällen und zu Beginn der Erkrankung kann ein Abstrich aus dem Rachen entnommen werden, um die Erreger unter dem Mikroskop feststellen zu können.
Im Gegensatz zum Keuchhusten kann die Diagnose Röteln nicht allein aufgrund der Symptome gestellt werden. Der Hautausschlag sieht auch bei anderen Erkrankungen ähnlich aus. Um eine eindeutige Diagnose stellen zu können, muss der Arzt Blut abnehmen und dieses auf die speziellen Röteln-Antikörper untersuchen. Hat der Patient Röteln, sind entsprechende Antikörper im Blut zu finden.
Das Dreitagefieber kann wiederum aufgrund der Symptome diagnostiziert werden. Nur in seltenen Fällen wird auch hier Blut abgenommen und auf Antikörper anderer Erkrankungen untersucht.
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