Kinderkrankheiten - Ursachen, Symptome und Behandlung

Kinderkrankheiten stellen Infektionskrankheiten mit hoher Übertragungsrate dar. Man unterscheidet verschiedene Kinderkrankheiten, die sich auch durch unterschiedliche Symptome äußern. Die Diagnose stellt – je nach Alter des Patienten - der Kinder- oder Hausarzt. Kinderkrankheiten werden durch Viren und Bakterien ausgelöst. Meist können die Krankheiten gut behandelt werden. Lesen Sie alles Wissenswerte zum Thema Kinderkrankheiten.

Die Entstehung typischer Kinderkrankheiten und wie man sie erkennen und behandeln kann

Als Kinderkrankheit wird eine Infektionskrankheit bezeichnet, welche eine hohe Übertragungsrate aufweist. Typisch ist die lebenslange Immunität und somit das vorwiegende Auftreten im Kindesalter.

Doch auch Erwachsene können an einer Kinderkrankheit erkranken. In diesem Fall haben sie in ihrer Kindheit keine Immunität dagegen erworben. Zu den Erregern zählen Viren und Bakterien.

Ursachen

Die meisten Kinderkrankheiten werden durch Viren verursacht.

Keuchhusten

Keuchhusten wird jedoch durch Bakterien im Rahmen der Tröpfcheninfektion durch Husten, Sprechen und Niesen verursacht. Besonders ansteckend sind die Patienten drei Wochen, nachdem sie sich selbst angesteckt haben bis hin zu sechs Wochen, nachdem die Erkrankung bei ihnen selbst ausgebrochen ist.

Das auslösende Bakterium ist hoch ansteckend, hinterlässt jedoch keine lebenslange Immunität. Erwachsene können demzufolge nochmals an Keuchhusten erkranken, auch wenn sie die Kinderkrankheit bereits als Kind durchgemacht haben.

Röteln

Röteln werden durch Viren verursacht und hinterlassen eine lebenslange Immunität, so dass der Mensch nur einmal in seinem Leben daran erkranken kann. Auch die Röteln sind sehr ansteckend und werden durch Tröpfcheninfektion übertragen.

Zwei Wochen lang ist der Patient ansteckend: Eine Woche, bevor der Ausschlag zu sehen ist, bis eine Woche nachdem er begonnen hat.

Das Dreitagefieber wird ebenfalls durch ein Virus per Tröpfcheninfektion ausgelöst. Die Zeit von der Ansteckung bis zu Beginn der Erkrankung beträgt wenige Tage bis zu zwei Wochen.

Verlauf

Keuchhusten

Häufig können die Kinderkrankheiten gut behandelt werden. In einigen Fällen können sie jedoch auch schwere Komplikationen und Folgeschäden verursachen. Je jünger der Keuchhusten-Patient ist, desto schwerer verläuft in der Regel die Krankheit, die bis zu mehreren Monaten andauern kann. Besonders bei sehr kleinen Kindern treten Komplikationen wie

auf.

Röteln

Bei den Röteln kommt es eher selten zu Komplikationen. Nur in wenigen Fällen tritt als Folge der Kinderkrankheit eine Gehirnhautentzündung auf. Gefährlich wird die Krankheit jedoch, wenn sich eine Schwangere infiziert, die zuvor die Röteln noch nicht hatte.

Dies kann zu schweren Missbildungen beim ungeborenen Baby führen. Aus diesem Grund wird allen schwangeren Frauen zu Beginn der Schwangerschaft Blut abgenommen und die Röteln-Antikörper im Blut bestimmt.

Dreitagefieber

Das Dreitagefieber ist meist nach wenigen Tagen ausgestanden. Die Patienten sind dann lebenslang immun dagegen. Zu den Komplikationen zählen hier

Symptome

Unter dem Begriff "Kinderkrankheiten" sind Krankheiten zusammengefasst, die zumeist im Kindesalter auftreten und häufig eine lebenslange Immunität hinterlassen. Jedoch können auch Erwachsene daran erkranken, wenn sie die Krankheit als Kind noch nicht hatten.

Typische Kinderkrankheiten

Bekannte Kinderkrankheiten sind zum Beispiel

die hier im Folgenden näher erläutert werden. Zu den Kinderkrankheiten zählen jedoch auch Erkrankungen wie

Zu den selteneren Krankheiten zählen zum Beispiel

Keuchhusten

Keuchhusten ist eine Erkrankung, die sich über Wochen oder Monate hinziehen kann. Bei Erwachsenen sind die Symptome weitaus weniger ausgeprägt als bei Kindern. Im ersten Stadium der Erkrankung bestehen Erkältungssymptome wie

Der Husten verschlimmert sich im Verlauf der Krankheit. Der Patient bekommt Hustenanfälle mit Auswurf und damit verbundenem Erbrechen. Besonders nachts sind die Symptome sehr ausgeprägt.

Röteln

Röteln verursachen völlig andere Symptome als der Keuchhusten. Auch hier besteht leichtes Fieber, zusätzlich haben die Patienten noch Kopfschmerzen und bekommen den typischen Rötelnausschlag, der sich von den Ohren aus über den ganzen Körper ausbreitet. Auch die Lymphknoten sind geschwollen und schmerzen deshalb.

Dreitagefieber

Das Dreitagefieber verursacht für die Dauer von drei oder vier Tagen hohes Fieber – wie auch der Name der Krankheit bereits aussagt. Selten kommt es im Rahmen des hohen Fiebers auch zu Krämpfen. Wenn das Fieber nach wenigen Tagen wieder sinkt, bildet sich ein Hautausschlag, der ähnlich wie der Ausschlag der Röteln aussieht.

Es gibt einige Krankheitssymptome, die Eltern nicht ignorieren sollten...

Fieber

Fieber ist eine Maßnahme des Körpers, die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken, denn deren Prozesse laufen bei leicht erhöhter Körpertemperatur deutlich schneller ab als im Normalzustand. Die Grenze von erhöhter Temperatur zu Fieber ist bei Säuglingen bis zum dritten Lebensmonat bei 38 Grad Celsius überschritten, bei älteren Kindern liegt die Grenze bei 39 Grad Celsius.

Fiebersenkende Maßnahmen, etwa in Form von Wadenwickeln, sowie ein Arztbesuch sind dann unumgänglich. Ein Arzt sollte zudem konsultiert werden, wenn das Fieber länger als drei Tage anhält oder mit so genannten Fieberkrämpfen einhergeht.

Dabei geht ein Zucken durch Arme und Beine oder der Körper erscheint unnatürlich steif. Ein Warnzeichen ist es außerdem, wenn

  • das Kind das Trinken verweigert
  • das Fieber trotz fiebersenkender Mittel nicht zurückgeht oder
  • sich der Allgemeinzustand des Kindes nicht verbessert, obwohl das Fieber sinkt.

Atemwegserkrankungen

Husten, Schnupfen und Halsschmerzen sind normale Symptome eines grippalen Infekts. Treten jedoch zusätzlich

  • Ohrenschmerzen
  • Atembeschwerden
  • Atemgeräusche oder
  • Schmerzen beim Atmen

auf, ist ein Arzt hinzuzuziehen. Ein auffallend bellender Husten könnte auf Pseudokrupp hindeuten; Keuchhusten äußert sich durch krampfartige Hustenanfälle, die insbesondere in der Nacht auftreten, und wird allenfalls von leichtem Fieber begleitet.

Beide Krankheiten sollten sehr ernst genommen und unbedingt von einem Arzt diagnostiziert und behandelt werden. Auch Kurzatmigkeit kann ein Warnhinweis sein, wenn ein Säugling im Alter von weniger als einem Jahr mehr als 50 Atemzüge pro Minute macht. Bei älteren Kindern liegt der Grenzwert bei 40 Atemzügen pro Minute.

Magen-Darm-Erkrankungen

"Bauchweh" ist eine recht häufige Klage von Kindern – selbst dann, wenn es eigentlich der Hals ist, der schmerzt: Bis zum Alter von sechs Jahren tun sich Kinder sehr schwer damit, ihre Schmerzen zu lokalisieren, zudem empfinden sie häufig auch Angst oder große Aufregung als Magenschmerzen.

Unspezifisches Bauchweh sollte sich innerhalb einer Stunde deutlich gebessert haben und dann einige Zeit nicht wieder auftreten. Häufig auftretendes oder lang andauerndes Bauchweh hingegen sollte ärztlich untersucht werden.

Dasselbe gilt bei blutigem Stuhl oder wenn das Kind zusätzlich zu den Bauchschmerzen

Durchfallerkrankungen können bedrohlich werden, wenn das Kind gleichzeitig das Trinken verweigert und mehr als fünf Prozent seines Körpergewichts abbaut. Bei Kindern, die noch gestillt werden, ist weißer Durchfall ein deutliches Alarmsignal.

Ausschläge und Hautverfärbungen

Zu den "klassischen" Kinderkrankheiten zählen Masern, Windpocken und Scharlach. Sie alle gehen einher mit mehr oder minder charakteristischen Hautverfärbungen.

  • Masern beispielsweise erscheinen zunächst als runde Verfärbungen hinter den Ohren und im Gesicht und verbreiten sich im weiteren Verlauf der Erkrankung über den gesamten Körper
  • Windpocken sind stecknadel- bis linsengroß, jucken sehr stark, breiten sich schnell über den Körper aus und bilden sich rasch zu Bläschen um.
  • Scharlach ist erkennbar an kleinen, dicht stehenden Verfärbungen, die sich auf Hals, Brust und Schenkelbeuge konzentrieren.

Auch unspezifische Hautausschläge sollten von einem Arzt untersucht werden: Eventuell verbirgt sich dahinter eine Allergie.

Weitere Symptome und Warnhinweise

Sowohl bei Scharlach als auch bei Mumps

Ist eine solche Schwellung festzustellen, ist ein Besuch beim Arzt nötig, auch wenn bei der verbreiteten Kinderkrankheit Mumps das allgemeine Befinden meist nicht allzu stark beeinträchtigt ist. Auch

sollten untersucht werden. Wer unsicher ist und Angst um sein Kind hat, sollte aber in jedem Fall zum Arzt gehen, denn im Zweifelsfall gilt: Lieber ein Arztbesuch zu viel als einer zu wenig.

Diagnose

Je nachdem, wie alt der Patient ist, führt der Kinderarzt oder auch der Hausarzt die Diagnostik durch.

Keuchhusten

Wenn ein Patient Keuchhusten hat, kann der Arzt die Diagnose aufgrund der typischen Symptome wie starke Hustenattacken mit Würgereiz und Erbrechen bereits ohne weitere Diagnostik stellen. Nur in seltenen Fällen und zu Beginn der Erkrankung kann ein Abstrich aus dem Rachen entnommen werden, um die Erreger unter dem Mikroskop feststellen zu können.

Röteln

Im Gegensatz zum Keuchhusten kann die Diagnose Röteln nicht allein aufgrund der Symptome gestellt werden. Der Hautausschlag sieht auch bei anderen Erkrankungen ähnlich aus.

Um eine eindeutige Diagnose stellen zu können, muss der Arzt Blut abnehmen und dieses auf die speziellen Röteln-Antikörper untersuchen. Hat der Patient Röteln, sind entsprechende Antikörper im Blut zu finden.

Dreitagefieber

Das Dreitagefieber kann wiederum aufgrund der Symptome diagnostiziert werden. Nur in seltenen Fällen wird auch hier Blut abgenommen und auf Antikörper anderer Erkrankungen untersucht.

Behandlung

Die Kinderkrankheiten, die durch Bakterien ausgelöst werden, werden vom Arzt mit einem Antibiotikum behandelt. Gegen Viren wirken Antibiotika jedoch nicht, so dass der Arzt hier nur die Symptome der jeweiligen Erkrankung behandeln kann.

Keuchhusten

Keuchhusten wird mit Antibiotika therapiert, da die Krankheit durch Bakterien ausgelöst wird. Nur wenn die Patienten drohen zu ersticken, erfolgt eine stationäre Behandlung. In den anderen Fällen kann der Patient zu Hause behandelt werden.

Neben der medikamentösen Behandlung müssen die Patienten viel trinken, damit sich der zähe Schleim besser lösen kann. Nachts sollten feuchte Tücher im Zimmer hängen, da besonders im Liegen die Hustenanfälle sehr ausgeprägt sind.

Röteln und Dreitagefieber

Sowohl die Röteln als auch das Dreitagefieber werden durch Viren verursacht. Beide Krankheiten werden demnach symptomatisch behandelt.

Gegen das hohe Fieber verordnet der Arzt fiebersenkende Medikamente. Juckt der Hautausschlag bei den Röteln unerträglich stark, erhält der Patient ein spezielles Medikament gegen Allergien, ein so genanntes Antihistaminikum.

Dieses Medikament lindert den Juckreiz. Leidet das Kind mit dem Dreitagefieber unter Krampfanfällen, erhält es dagegen ebenfalls ein Medikament. In jedem Fall müssen sich die Patienten von anderen gesunden Menschen fern halten, um diese nicht anzustecken.

In vielen Fällen sind Beschwerden bei Kindern harmlos - wir zeigen, welche man selbst behandeln kann und wann doch ein Arzt besucht werden sollte...

Von Bauchweh bis Kopfschmerzen - Linderungsvorschläge und wann ein Arzt aufgesucht werden sollte

Bei den meisten Krankheiten, unter denen Kinder zu leiden haben, handelt es sich um ungefährliche Alltagserkrankungen. Diese können zumeist durch verschiedene Hausmittel wirkungsvoll gelindert werden. In manchen Fällen ist es jedoch erforderlich, einen Arzt zu Rate zu ziehen.

Bauchschmerzen und Durchfall

Zu den häufigsten Alltagsbeschwerden bei Kindern gehören Bauchschmerzen. In den meisten Fällen kommt es zu Bauchweh, weil ein Kind zu viel oder zu hastig gegessen hat. Manchmal sind die Beschwerden aber auch ein Anzeichen für eine ernste Erkrankung, wie zum Beispiel eine Appendizitis (Blinddarmentzündung).

Ob bei Bauchschmerzen ein Arzt hinzugezogen werden sollte, lässt sich an einigen Anhaltspunkten erkennen. Dazu gehören der allgemeine Zustand des Kindes sowie die Dauer und die Intensität der auftretenden Schmerzen. Bei harmlosen Bauchschmerzen genügt meist schon das Massieren der Bauchregion, um die Beschwerden zu lindern. Tritt jedoch keine Besserung ein und kommt es zu weiteren Symptomen wie Fieber, sollte rasch ein Arzt aufgesucht werden.

Oftmals leiden Kinder neben Bauchschmerzen auch unter Durchfall, was auf einen verdorbenen Magen hindeutet. In diesem Fall ist es besser, dem Kind keine durchfallhemmenden Medikamente zu verabreichen. Auch auf Lebensmittel, die einen stopfenden Effekt haben, sollte man verzichten, damit die Ausscheidung der Krankheitserreger nicht behindert wird.

Sinnvoller ist dagegen die Zufuhr von genügend Flüssigkeit zum Ausgleich des Wasserverlustes. Eine beruhigende Wirkung bei Magen-Darm-Beschwerden haben Fencheltee und Zwieback. Tritt nach drei Tagen keine Besserung ein, ist ein Arzt zu Rate zu ziehen.

Kopfschmerzen

Viele Kinder leiden von Zeit zu Zeit unter Kopfschmerzen, was keinesfalls ungewöhnlich ist. Meist werden sie durch

hervorgerufen. Aber auch Durst oder Hunger können Kopfschmerzen auslösen. Behebt man die Ursachen für die Beschwerden, lassen diese in der Regel rasch nach.

Treten die Kopfschmerzen vor allem im Bereich der Stirn auf, ist dies oft ein Anzeichen für eine nicht erkannte Fehlsichtigkeit, die von einem Augenarzt abgeklärt werden sollte. Stechende Kopfschmerzen, die nur auf einer Seite auftreten, weisen dagegen auf Migräne hin.

Wann zum Arzt?

Kommt es neben Kopfschmerzen auch zu

muss ein Notarzt alarmiert werden, da dies ein Hinweis auf eine Gehirnhautentzündung (Meningitis) sein kann.

Erkältung

Besonders häufig haben Kinder es mit Erkältungen zu tun, zu deren typischen Symptomen

  • Halsschmerzen
  • Schnupfen und
  • Husten

gehören. Zur Linderung einer Erkältung tragen Kamillendampfbäder bei, die man zweimal am Tag durchführt. Ebenfalls hilfreich sind Bestrahlungen mit Rotlicht.

Vorbeugung

Gegen viele Kinderkrankheiten kann man heutzutage impfen. In der Regel werden bereits die Säuglinge im Rahmen einer Mehrfachimpfung gegen die Krankheiten geschützt. Die Impfungen müssen dann regelmäßig – auch im Erwachsenenalter - aufgefrischt werden, um auch dann noch einen wirksamen Schutz zu haben.

Sowohl gegen Keuchhusten als auch gegen Röteln gibt es Schutzimpfungen. Besonders bei Mädchen ist es unbedingt notwendig, die Rötelnimpfung rechtzeitig aufzufrischen, damit später keine Infektion in der Schwangerschaft erfolgen kann.

Gegen das Dreitagefieber gibt es keine Schutzimpfung. Da es sich hierbei um eine harmlose Kinderkrankheit handelt, ist eine Impfung hier jedoch auch nicht nötig.

Besonders im Babyalter kommt es häufig zu diversen Beschwerden und Erkrankungen - auf einige davon gehen wir im Folgenden ein...

Häufige Erkrankungen bei Babys

Mit der Freude über ein neugeborenes Kind beginnt gleichzeitig auch die Sorge um seine Gesundheit. So leiden bereits Babys unter verschiedenen Kinderkrankheiten. Zu den häufigsten Erkrankungen gehören:

Erkältungen

Schon im ersten Lebensjahr kommt es bei Neugeborenen häufig zu grippalen Infekten. Das liegt daran, dass die Entwicklung des kindlichen Immunsystems eine gewisse Zeit braucht. Um die Beschwerden des Babys zu lindern, genügen meist Hausmittel und viel Liebe.

Hilfreich sind beispielsweise Zwiebeldämpfe und Muttermilch, von der man je einen Tropfen in jedes Nasenloch gibt; dies unterstützt das Abschwellen der Nasenschleimhaut. Ebenfalls hilfreich sind abschwellende Nasentropfen oder Hustensaft, die der Kinderarzt verordnet.

Bei Husten hilft frische Luft und auch die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit ist zu empfehlen. Manchmal kann es bei einer Erkältung auch zu Fieber kommen.

Der normale Temperaturwert eines Babys beträgt 37,4 Grad Celsius. Ab einer Temperatur von 38 Grad Celsius wird empfohlen, einen Kinderarzt aufzusuchen.

Durchfall

Eine weitere typische Baby-Erkrankung ist Durchfall. Dieser wird durch Viren oder Bakterien hervorgerufen. Starker Durchfall kann bedenklich sein.

Um den Verlust an Salz und Wasser auszugleichen, sollte das Baby öfter gestillt werden oder Wasser erhalten. Auch in Apotheken erhältliche Elektrolytlösungen können hilfreich sein. Kommt zudem noch häufiges Erbrechen hinzu, oder weigert sich das Kind zu trinken, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Verstopfung

Hat das Baby mehrere Tage lang keinen Stuhlgang oder Schmerzen beim Abführen, handelt es sich um Verstopfung. In den meisten Fällen sind Flaschenkinder von diesem Problem betroffen, was meist auf eine zu hohe Dosierung der Milchnahrung zurückzuführen ist.

Hilfreich können

sein. Bei starker Verstopfung können Glycerinzäpfchen, die man in der Apotheke bekommt, helfen.

Augenentzündung

Viele Babys leiden unter einem verklebten Tränenkanal. Dieses Problem löst sich in der Regel jedoch von selbst.

Wegwischen lassen sich die lästigen Verklebungen mit einem Wattebausch, der in lauwarmes Wasser getränkt wird. In manchen Fällen kann sich jedoch eine Bindehautentzündung entwickeln, die ärztlich behandelt werden sollte.

Soor

Bei Soor, genauer gesagt Mund-Soor, handelt es sich um eine Pilzinfektion. Dabei kommt es zur Bildung von weißlichem Belag auf der Schleimhaut der Wangen und auf der Zunge.

Da der Pilz leicht übertragbar ist, kann er auch auf die Haut überspringen und zu Windeldermatitis führen. Er sollte stets ärztlich behandelt werden. Hilfreich sind zudem die Behandlung der Schleimhaut mit Myrrhe-Tinktur aus der Apotheke oder die Verabreichung und das Einreiben der Brustwarzen der Mutter vor dem Stillen mit einem Antimykotikum aus der Apotheke.

Windeldermatitis

Bei Windeldermatitis oder Windelausschlag kommt es zu einem wunden und geröteten Po. Urheber dieses unangenehmen Problems sind Bakterien, die sich im feuchtwarmen Milieu einer Windel gut entwickeln können.

Am besten ist es, das Baby alle zwei Stunden zu wickeln und den Po zwischendurch ausreichend zu belüften. Gegen die Entzündung können Zinklotionen zur Anwendung kommen. Wird der Windelausschlag durch einen Soor-Pilz hervorgerufen, ist eine ärztliche Behandlung nötig.

Hauterkrankungen bei Säuglingen - von Babyakne bis Milchschorf

Mittlerweile ist bekannt, dass sich die Haut von Säuglingen deutlich von der Erwachsener unterscheidet. Babyhaut ist so zart, weil sie fünfmal so dünn wie Erwachsenenhaut ist, allerdings auch viel sensibler.

Die Haut von Säuglingen kann sich kaum gegen Einflüsse von außen wehren. Die meisten Hautveränderungen entstehen aufgrund von Anpassungsschwierigkeiten, einer noch schwachen Immunabwehr oder Hormonveränderuungen. Folgende Hauterkrankungen treten vorwiegend im Babyalter auf.

Neugeborenenakne: Ausschlag durch Hormonumstellung

Nicht nur Teenager sind von lästiger Akne betroffen. Schätzungen zufolge leidet jeder fünfte Säugling unter Neugeborenenakne.

Diese Hauterkrankung tritt meistens innerhalb der ersten zwei bis sechs Wochen nach der Entbindung auf und äußert sich mit Pusteln und Pickelchen, die sich zunächst im Gesicht und dann am Körper zeigen. Jungen neigen etwa viermal so oft zu Unreinheiten der Haut wie Mädchen.

Der Auslöser für das Neugeborenen-Exanthem sind Hormonveränderungen nach der Geburt. Diese Art Ausschlag erzeugt im Gegensatz zur Säuglingsakne, die erst ab dem dritten Lebensmonat entsteht, keinen Juckreiz und heilt von selbst wieder ab.

Hebammen empfehlen, die Babyhaut mehrmals in der Woche mit lauwarmem Wasser und milder Babyseife zu waschen. Die Säuglingsakne gehört dagegen in fachkundige Hände und muss vom Kinderarzt mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden.

Storchenbiss: Roter Hautfleck am Hinterkopf

Einige Säuglinge haben nach der Entbindung am Hinterkopf einen roten Hautfleck, der auch als Storchenbiss bezeichnet wird. Dieser etwas ungewöhnliche Begriff geht auf die Geschichten vergangener Zeiten zurück, als die Annahme herrschte, Babys bringt der Storch. Das rote Hautmal entstand angeblich durch den Schnabel des Vogels.

Der Klapperstorch ist jedoch nicht verantwortlich für den rötlichen Hautfleck, der sich auch auf der Stirn oder im Augenbereich zeigen kann, vielmehr ist die Ursache eine Erweiterung der Kapillargefäße. Die erhöhte Durchblutung der feinen Adern löst sie Rotfärbung aus. Der Storchenbiss ist harmlos und geht in aller Regel innerhalb der ersten zwölf Lebensmonate wieder zurück, allerdings gibt es auch Fälle, wo das Hautmal ein Leben lang an der Stelle am Hinterkopf bleibt.

Blutschwämmchen: Gutartige Tumore mit auffälliger Rötung

Einige Säuglinge werden mit einem Blutschwämmchen geboren, das häufig im Bereich des Gesichts entsteht, aber auch an den Genitalien oder an verschiedenen anderen Körperstellen auftritt. Ein Blutschwamm ist ein gutartiger Tumor mit auffälliger Rötung, der nicht erblich bedingt ist, sondern durch harmlose Wucherungen in den Gefäßen ausgelöst wird.

Manchmal bilden sich die Hautveränderungen auch nach der Geburt innerhalb des ersten Lebensmonats. Blutschwämmchen sind an einer roten, leicht erhabenen Hautfläche erkennbar.

Einige der Knötchen oder Flecken gehen schnell wieder zurück, andere vergrößern sich. Die Rückbildung kann allerdings eine Weile dauern und erfordert Geduld. Gefährlich sind diese Hautveränderungen nicht, dennoch sollten Eltern einen Blutschwamm vom Hautarzt begutachten lassen.

Heute leiten Mediziner schneller eine Behandlung ein als früher. Ziel ist es, das Wachstum des Blutschwamms zu stoppen. Eine Operation ist selten nötig, in der Regel kommen Laser oder Kältetherapien zum Einsatz.

Milchschorf – gelbliche Schuppenschicht auf dem Kopf

Mit einer Milchallergie hat Milchschorf nichts gemeinsam, wie oft angenommen wird. Vielmehr ähnelt die typische gelbliche Schuppenschicht auf der Kopfhaut dem Muster von übergekochter Milch.

Das Säuglingsekzem kann auch im Gesicht auftreten und geht in aller Regel im ersten Lebensjahr von alleine zurück. Der Schorf sollte keinesfalls abgekratzt werden.

Lösen lassen sich die Krusten, indem Babyöl vorsichtig in die Kopfhaut einmassiert wird. Bewährt haben sich naturbelassene Öle, die beruhigende Pflanzenextrakte enthalten.

Diese Kombimittel lösen die Schuppen auf sanfte Weise und pflegen gleichzeitig die empfindliche Kopfhaut. Oft tritt bereits nach wenigen Minuten eine Wirkung ein.

Milien - weiße Körnchen an den Talgdrüsen

Milien, auch als Grießkörner bezeichnet, bilden sich bei Säuglingen etwa drei Wochen nach der Entbindung und verursachen keine Schmerzen. Die weißen Körnchen an den Ausgängen der Talgdrüsen sind harmlos, können plötzlich auftreten, und genauso schnell wieder verschwinden.

Auch Milien entstehen durch hormonelle Veränderungen, die zu einer Reaktion der Talgdrüsen führen. Die stecknadelkopfgroßen Pünktchen bestehen aus Hornmaterial und sehen aus wie kleine Perlen.

Grießkörner vermehren sich schnell, treten jedoch nicht flächig auf wie bei der Neugeborenenakne aus, sondern einzeln. Am besten ist es, Milien in Ruhe zu lassen; Salben oder Herumdrücken verschlimmern das Hautproblem nur. Sollten die Körnchen nach einem Monat nicht verschwinden, kann der Kinderarzt eine Behandlung einleiten.

Schweißfriesel – juckender Hautausschlag mit Bläschen

Schweißfriesel oder umgangssprachlich Hitzepickel bilden sich durch Verengungen an den Schweißdrüsen, oft im Windelbereich oder in den Hautfalten an Nacken, Armen und Beinen. Oft ist zu warme Kleidung der Auslöser.

Der juckende Hautausschlag zeigt sich nach starkem Schwitzen oder fiebrigen Erkältungen in Form von Bläschen mit klarer Flüssigkeit. Der Ausschlag ist ungefährlich, jedoch sehr unangenehm für das Baby.

Zur Behandlung eignen sich zinkhaltige Lotionen oder spezielle Hautpuder. Vor einer Anwendung sollte allerdings ein Kinderarzt hinzugezogen werden. Hilfreich ist luftige, leichte Kleidung, die nicht einengt.

Pickelchen, Rötungen, Pusteln oder Schorf treten bei vielen Baby in den ersten Lebensmonaten auf und haben mit dem Umstellungsprozess des Körpers zu tun. Oft lösen auch Faktoren wie trockene Heizungsluft, Nahrungsmittel, Babypflegeprodukte oder zu warme Textilien Hautprobleme aus.

Ob die Hautveränderungen harmlos sind, lässt sich nicht immer klar erkennen. Vor allem bei Hautausschlag, der mit Fieber oder Schwellungen der Lymphknoten einhergeht, sollte immer ein Kinderarzt aufgesucht werden.

Auch allergische Erkrankungen bei Babys und Kleinkindern kommen häufig vor - diese lassen sich mitunter durch allergenarme Nahrung reduzieren: doch wie eine Studie zeigt, gibt es dabei Grenzen...

GINI-Studie zur Allergievorbeugung: Nicht jede allergenarme Säuglingsnahrung wirkt

Bereits jedes dritte Kleinkind leidet an einer Allergie. Dass so genannte HA-Nahrung das Allergierisiko reduzieren kann ist bekannt. Wie die German Infant Nutrition Intervention Study (GINI-Studie) zeigt, erzielt jedoch nicht jede HA-Nahrung eine schützende Wirkung.

Allergieprophylaxe bei Babys

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützte GINI-Studie beschäftigt sich bereits seit Jahren mit Babyernährung. Die ersten Untersuchungen bestätigten etwa, dass Stillen während der ersten vier Lebensmonate das Auftreten von Neurodermitis um die Hälfte reduziert. Die so genannte atopische Dermatitis zählt zu den häufigsten allergischen Erkrankungen bei Säuglingen und setzt sich oft bis in das Erwachsenenalter fort.

Allergenarme Nahrung im Vergleich

Da nicht alle Mütter ihr Baby stillen können, untersuchten die Forscher normale Säuglingsmilchnahrung und drei allergenarme Nahrungen (HA-Nahrung).

In einer umfangreichen Vergleichsstudie stellten die Wissenschaftler die herkömmliche Säuglingsnahrung und drei HA-Nahrungen gegenüber. Durch verschiedene Herstellungsverfahren wird darin das Milcheiweiß so aufgespalten, dass es seine allerieauslösende Wirkung verliert. Im Idealfall erkennt der Organismus des Babys die Molkebestandteile gar nicht nicht mehr als fremd an.

Das Ergebnis: Nur in einer HA-Nahrung (Beba H.A.) sind die Eiweißbausteine so aufgespalten, dass eine Allergieprävention gegeben ist. Sie erreicht einen vergleichbaren Schutzeffekt wie Muttermilch.

Nur geprüfte HA-Nahrung verwenden

Wie der Labortest zeigt, erfüllen nicht alle HA-Produkte die strengen Kriterien zur Vorbeugung von Allergien. Auch die Eiweißquellen (Molke, Kasein) in den Produkten unterscheiden sich, so dass Eltern mit einer spezifischen Allergie für ihr Baby eine entsprechende Auswahl treffen können.

Neue Ziele der Allergie-Forscher

Wie effektiv eine HA-Milch ist, hängt von der spezifischen Zerkleinerung der Proteine in Hydrolysate ab. Neben der Suche nach der perfekten HA-Nahrung haben die Forschunsabteilungen der Hersteller aber noch höhere Ziele vor Augen: Sie fügen Säuglingsmilch so genannte Galactooligosaccharide bei.

Diese Präbiotika sollen gezielt die Ansiedlung nützlicher Bakterien im Darm anregen und so die Allergiegefahr bereits an ihrem Entstehungsort reduzieren. In der Erprobung sind zudem probiotische Produkte für Schwangere, die das noch ungeborene Kind mit einer allergieresistenten Darmflora ausrüsten könnten.

Egal, um welche Beschwerden es sich handelt - wichtig ist, den Kindern das Kranksein so angenehm wie möglich zu machen...

Krankenzimmer, Ernährung, Langeweile - Kindern das Kranksein so angenehm wie möglich machen

Kinder, die unter einer Krankheit leiden, brauchen die liebevolle Pflege ihrer Eltern. Dazu gehören auch genügend Zeit und Aufmerksamkeit. Um seinem Kind das Kranksein und die anschließende Genesung so angenehm wie möglich zu machen, sollte man einige Dinge berücksichtigen.

Krankenzimmer

Eine wichtige Rolle bei der Genesung spielt auch das Krankenzimmer. So sollte die Raumtemperatur des Zimmers, in dem das erkrankte Kind liegt, ca. 20 Grad Celsius betragen.

Außerdem ist es wichtig, das Zimmer mehrere Male am Tag gründlich zu lüften. Schwitzt das Kind stark, sollte auch die Bettwäsche ausgewechselt werden.

In der kalten Jahreszeit empfiehlt es sich, das Kind während des Lüftens in einem anderen Zimmer unterzubringen. Dagegen kann man bei warmen Außentemperaturen das Fenster den ganzen Tag lang öffnen.

Langeweile

Muss das Kind strenge Bettruhe einhalten, führt dies meist zu Langeweile. Um dem Kind etwas Abwechslung zu verschaffen, kann man es auch für einige Zeit in einem anderen Zimmer, wie zum Beispiel im Wohnzimmer auf dem Sofa unterbringen.

Auf diese Weise bindet man das Kind in das Familienleben ein. Eine Ausnahme bilden jedoch ansteckende Krankheiten in der Akutphase. In diesem Fall ist es besser, das Kind in seinem Zimmer zu belassen.

Damit sich das Kind wegen seiner Einschränkungen nicht langweilt, kann man es ruhig ein wenig verwöhnen und es beispielsweise Fernsehen oder Musik bzw. Hörspiele hören lassen. Auch die Erfüllung des einen oder anderen Sonderwunsches trägt zu einer rascheren Genesung ein wenig bei. Allerdings sollte es sich dabei um Ausnahmen handeln, damit das Kind nicht freiwillig länger krank bleibt, weil es genießt, verwöhnt zu werden.

Ernährung

Ebenfalls wichtig für die Genesung ist die richtige Ernährung des erkrankten Kindes. So ist es ratsam, ihm Mahlzeiten zuzubereiten, die reich an Vitaminen und leicht zu verdauen sind. Verspürt das Kind keinen Appetit, darf es nicht zum Essen gezwungen werden.

Zeitweilige Appetitlosigkeit ist bei kranken Kindern nicht weiter tragisch, da sie dabei auch mit weniger Nahrung auskommen. Gewichtsverlust wird in der Regel rasch wieder ausgeglichen.

Bei manchen Erkrankungen kann auch eine vom Arzt verordnete spezielle Diät erforderlich sein. In diesem Fall erhält man vom Arzt einen Diätplan, den man auch konsequent einhalten sollte.

Wie so eine Krankenkost aussehen kann, zeigen wir im Folgenden...

Krankenkost für Kinder: Die Grundregeln

Fragt man ein krankes Kind, was es essen möchte, bekommt man oft ein "Garnichts!" zu hören. Die mit Krankheiten oft einhergehende Appetitlosigkeit sollte respektiert werden, denn auf diese Weise wird der Stoffwechsel von der Verdauungstätigkeit weitgehend entlastet.

Aus diesem Grund sollte man darauf verzichten, das Kind zum Essen zu drängen. Ein oder zwei freiwillige Fastentage sind in der Regel kein Grund zur Besorgnis, und auch danach sollten dem Kind keine allzu üppigen Portionen vorgesetzt werden, die es nur überfordern würden.

Sehr wichtig ist allerdings, dass das Kind ausreichend trinkt, denn sowohl Durchfall-Erkrankungen als auch das mit Fieber einhergehende starke Schwitzen entziehen dem Körper Flüssigkeit und Elektrolyte.

Man sollte Kindern also immer, auch in der Nacht, Getränke zur Verfügung stellen und sie nötigenfalls auch ans Trinken erinnern. Geeignet sind

eventuell ist auch eine Elektrolyt-Glucose-Lösung aus der Apotheke sinnvoll.

Krankenkost bei Fieber und Erkältungen

Bei fiebrigen Erkältungen ist eine Hühnersuppe mit Nudeln die ideale Krankenkost: Sie liefert zusätzliche Flüssigkeit, ist leicht verdaulich und enthält entzündungshemmende, abschwellend wirkende Stoffe – allerdings nur, wenn sie nicht aus dem Tütchen stammt, sondern selbst gekocht wurde. Gut geeignet ist auch Obst, denn es liefert viele Vitamine und auch einige Mineralstoffe.

Geht die Erkältung mit einem entzündeten Hals einher, ist allerdings Vorsicht geboten, denn die im Obst enthaltenen Fruchtsäuren können zusätzliche Schmerzen verursachen und die gereizten Schleimhäute weiter angreifen. Insbesondere Zitrusfrüchte und Beeren sind in diesem Fall tabu.

Bei Halsschmerzen ist alles willkommen, was sich leicht schlucken lässt, beispielsweise

Wenn das Kind möchte, ist auch ein Eis erlaubt, denn die Kälte kann Entzündungen entgegenwirken und beruhigt den schmerzenden Hals.

Krankenkost bei Durchfall

Durchfälle kommen bei Kindern recht häufig vor und werden bisweilen auch heute noch mit den alten Hausmitteln Cola und Salzstangen behandelt – obwohl diese den Verlauf der Erkrankung in keiner Weise positiv beeinflussen. Eine längere Fastenpause mit Tee ist ebenfalls nicht unbedingt nötig und sollte nur dann eingelegt werden, wenn das Kind von sich aus nichts essen möchte.

  • Sehr gut geeignet sind bei Durchfall eine zerdrückte Banane oder ein geriebener Apfel; beide wirken stuhlfestigend.
  • Karotte, ob gerieben, als Gemüse oder als Suppe zubereitet, verhindert, dass sich die Krankheitserreger an der Darmwand anlagern.
  • Haferbrei und Zwieback entlasten Magen und Darm.

Auf dem Weg der Besserung

Ist die akute Phase der Erkrankung vorbei, kann langsam mit der Aufbaukost begonnen werden. Diese sollte leicht verdaulich und somit möglichst nicht allzu fett- und zuckerhaltig sein.

Reis und Kartoffeln machen sich sehr gut auf dem Speiseplan, letztere allerdings nicht gerade in Form von Pommes frites oder Bratkartoffeln. Auch Gemüse und Milchprodukte können nun langsam wieder eingeführt werden.

Das beste Zeichen, dass das Kind sich auf dem Weg der Besserung befindet, ist die Frage nach dem Lieblingsessen. Allerdings sollten zumindest drei beschwerdefreie Tage vergangen sein, bevor auf dem Teller wieder alles erlaubt ist.

Zu guter Letzt wollen wir uns noch den Kinderkrankheiten widmen, die auch Erwachsene immer häufiger betreffen...

Kinderkrankheiten und die Gefahren im Erwachsenenalter

  • Mumps
  • Keuchhusten
  • Masern oder
  • Windpocken

sind Kinderkrankheiten, von denen immer mehr Erwachsene betroffen sind. Heute erkranken nahezu 40 Prozent der über 20-Jährigen an Masern, vor zehn Jahren lag der Anteil bei nur etwa 8 bis 9 Prozent. Auch bei Mumps oder Windpocken hat sich die Erkrankungsrate im Erwachsenenalter erhöht.

Geht diese Entwicklung so weiter, ist die Bezeichnung "Kinderkrankheit" bald nicht mehr zutreffend. Viele Erwachsene denken zunächst an eine normale Erkältung, wenn es im Hals kratzt und die Nase trieft, doch nicht selten zeigt sich nach wenigen Tagen ein Ausschlag, der auf Masern, Röteln oder Windpocken hindeuten kann.

Sinkende Impfraten erhöhen das Ansteckungsrisiko

Schon seit vielen Jahren weist die Ständige Impfkommission (STIKO) darauf hin, alle empfohlenen Routine-Impfungen gegen die bekannten Kinderkrankheiten durchführen zu lassen. Doch zahlreiche Eltern verzichten auf das Impfen ihrer Kinder oder versäumen das Auffrischen des Impfschutzes.

Hinzu kommt, dass die Ansteckungsgefahr für nicht geimpfte Kinder heute niedriger ist, da in vielen Familien Einzelkinder leben. Infektionen treten deshalb vermehrt im Jugend- und Erwachsenenalter auf.

Ältere haben zudem oft einen unzureichenden Impfschutz gegen Tetanus oder Diphtherie. Laut STIKO sind nur zwei Drittel der Deutschen ausreichend geschützt. Mit zunehmendem Alter ist das Risiko für schwerwiegende Folgen nach Infektionen mit Kinderkrankheiten zudem weitaus höher.

Masern - keinesfalls harmlos

Masern gehören zu den typischen Kinderkrankheiten und sind wieder auf dem Vormarsch. Mit dem Masern-Virus infizieren sich seit einigen Jahren immer mehr Erwachsene.

Wer einmal Masern hatte, ist gegen das Virus immun. Die Folgen einer Masern-Infektion können jedoch drastisch sein:

  • Mittelohrentzündungen
  • Lungenentzündungen
  • Infektionen der Luftröhre und des Kehlkopfes
  • Hirnhautentzündung

Masern-Impfungen bei Kindern dienen der Vermeidung von Epidemien, was auch recht gut gelingt. Doch bei älteren Generationen bestehen große Impflücken.

Die STIKO hat allen nach 1970 Geborenen zur Schutzimpfung geraten, dennoch zeigen Studienergebnisse, dass etwa 80 Prozent dieser Altersgruppe noch nie etwas von einer Impf-Empfehlung gehört haben. Dabei profitieren Geimpfte nicht nur von einem Schutz vor Masern, sondern zusätzlich vor Röteln und Mumps; einen reinen Masern-Impfwirkstoff gibt es bislang nicht.

Röteln - große Gefahr für Schwangere

Röteln-Erkrankungen sind wie Keuchhusten meldepflichtig, Ärzte müssen das Robert-Koch-Institut bei jeder Neuinfektion informieren. In Deutschland stecken sich sehr wenige Personen mit dem Virus an, doch besonders gefährlich ist eine Infektion mit Röteln-Erregern für Schwangere.

Das Virus kann einem Ungeborenen schwer schaden, das Risiko für Früh- und Totgeburten steigt stark an. Eine sehr hohe Gefahr besteht während der ersten zwölf Schwangerschaftswochen.

Rund 90 Prozent der Babys werden durch das Röteln-Virus im Mutterleib geschädigt. Deshalb sollten sich Frauen, die Nachwuchs planen, unbedingt vor einer Schwangerschaft zweimal impfen lassen. Besteht eine Schwangerschaft bereits, kommt der Röteln-Impfschutz zu spät.

Windpocken - hohes Komplikationsrisiko für Erwachsene

Die Zahl der erwachsenen Windpocken-Patienten ist seit 2002 von einem Prozent auf fast 30 Prozent 2013 angestiegen. Das Komplikationsrisiko ist im Erwachsenenalter weitaus höher als im Kindesalter.

Die Folgen können Lungenentzündungen oder Infektionen des Zentralnervensystems sein. In schwerwiegenden Fällen treten Lähmungen auf.

Auch gegen Windpocken empfiehlt die STIKO Impfungen bei Kindern. Allerdings herrscht noch Uneinigkeit, ob eine Windpocken-Impfung sinnvoll ist, denn Kritiker befürchten, dass in späteren Jahren das Erkrankungsrisiko für eine Gürtelrose steigt, eine Zweiterkrankung der Windpocken-Infektion, ausgelöst durch das Herpes zoster Virus.

Denn eine Windpocken-Impfung bietet keinen Komplettschutz wie die eigentliche Erkrankung selbst. Die Ständige Impfkommission rät vor allem Neurodermitis-Patienten zur Impfung, ansonsten gibt es keine grundsätzliche Impfempfehlung für Erwachsene.

Mumps - männliche Patienten besonders gefährdet

Mumps beginnt mit den Symptomen einer Erkältung, meistens einhergehend mit Fieber. Später kommt es zum Anschwellen der Ohrspeicheldrüsen.

Das Mumps-Virus kann besonders männlichen Patienten gefährlich werden, da es eine Hodenentzündung auslösen kann. Entzünden sich die Hoden, besteht das Risiko, unfruchtbar zu werden.

Das kommt zwar recht selten vor, dennoch ist die Aussicht auf eine mögliche Zeugungsunfähigkeit nicht gerade ermutigend. Je höher das Alter bei einer Mumps-Erkrankung, desto höher die Gefahr für Folgeschäden wie Hirnhautentzündung oder Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Vor Jahren verzeichneten hauptsächlich Kindergärten, Kindertagesstätten oder Grundschulen Ausbrüche von Mumps, doch mittlerweile kommt es immer häufiger auch an weiterführenden Schulen dazu. Impfempfehlungen spricht die STIKO daher vor allem für Personen aus, die im Ausbildungsbereich tätig sind, wie Lehrer oder Universitätsprofessoren.

Quellen:

  • Uwe Beise, Uwe Beise, Werner Schwarz: Gesundheits- und Krankheitslehre: Lehrbuch für die Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege, Springer Medizin Verlag, 2013, ISBN 9783642369834
  • Susanne Andreae, Peter Avelini, Peter Avelini, Martin Hoffmann, Christine Grützner: Medizinwissen von A-Z: Das Lexikon der 1000 wichtigsten Krankheiten und Untersuchungen, MVS Medizinverlage Stuttgart, 2008, ISBN 3830434545
  • Susanne Andreae, Peter Avelini, Melanie Berg, Ingo Blank, Annelie Burk: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Thieme Verlagsgruppe, 2008, ISBN 9783131429629
  • Frank H. Netter: Netter's Innere Medizin, Thieme Verlagsgruppe, 2000, ISBN 3131239611
  • Gerd Herold: Innere Medizin 2019, Herold, 2018, ISBN 398146608X
  • Gerd Herold: Innere Medizin 2020, Herold, 2019, ISBN 3981466098
  • Malte Ludwig: Repetitorium für die Facharztprüfung Innere Medizin: Mit Zugang zur Medizinwelt, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2017, ISBN 3437233165
  • Stefan Gesenhues, Anne Gesenhues, Birgitta Weltermann: Praxisleitfaden Allgemeinmedizin: Mit Zugang zur Medizinwelt (Klinikleitfaden), Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2017, ISBN 3437224476
  • Reinhard Strametz: Grundwissen Medizin: für Nichtmediziner in Studium und Praxis, UTB GmbH, 2017, ISBN 3825248860
  • Theresa Förg: BASICS Pädiatrie, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2019, ISBN 3437422197

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