31. Januar 2011
Wissenschaftler am Uniklinikum in Bonn haben einen Bohrer zur Entfernung von Karies entwickelt, der mit Laserstrahlen arbeitet. Diese sind ultrakurz, haben aber hochenergetische Blitze, die für jeweils eine zehn billionstel Sekunde auf den Zahn aufgebracht werden.
Karies-Moleküle werden so regelrecht zerrissen und damit entfernt. Ärzte und Physiker haben unter der Teamleitung von Matthias Frentzen bereits sehr erfolgreiche Tests mit dem Gerät absolviert. Das Gerät lasse sich so präzise steuern, dass man im Prinzip auch Herzchen lasern konnte, ließ die Uni Bonn stolz verkünden.
Durch die sehr kurzen Impulse des Lasers, entstünden so gut wie keine Schmerzen bei der Behandlung. Andere Merkmale wurden ebenfalls bekannt gegeben: "Wir können den Bohrer beispielsweise mit einem Diagnoselaser kombinieren. So können wir während der Behandlung analysieren, ob wir uns noch in einem Kariesherd befinden oder schon im gesunden Gewebe – und den Bohrer rechtzeitig stoppen", so Frentzen. Das Gerät wurde an Mammut-Stoßzähnen getestet, da der Handel und auch die Forschung von und mit Elfenbein verboten ist.
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