30. Juli 2010
Da es sich bei der Japanischen Enzephalitis um eine Virus-Erkrankung handelt, kann sie nur schlecht behandelt werden. Man kann der Krankheit durch eine Schutzimpfung vorbeugen.
Krankheiten, die durch Bakterien verursacht werden, können mit einem Antibiotikum behandelt werden. Bei einer viralen Erkrankung wie der Japanischen Enzephalitis helfen Antibiotika jedoch nicht.
Virale Krankheiten können von den Ärzten daher nur symptomatisch behandelt werden. Das bedeutet, der Arzt verordnet fiebersenkende Medikamente, Schmerzmittel und Beruhigungsmittel. Wichtig ist auch, dass die Patienten viel trinken. Zusätzlich werden Wadenwickel gemacht, um das Fieber möglichst niedrig zu halten. Patienten, deren Körper durch das Fieber stark ausgetrocknet ist, erhalten Flüssigkeit in Form von Infusionen zugeführt.
Im Rahmen der Therapie achten die behandelnden Ärzte auch darauf, dass der Patient nicht zusätzlich an weiteren Krankheiten (so genannten Sekundärinfektionen) erkrankt.
Schwer kranke Patienten benötigen oftmals auch eine künstliche Beatmung.
Die Behandlung von Patienten mit einer Japanischen Enzephalitis findet aufgrund der Schwere der Krankheit in der Regel in einem Krankenhaus statt.
Da die Krankheit nur schlecht behandelt werden und viele Folgeschäden nach sich ziehen kann, ist es wichtig, sich vor der Japanischen Enzephalitis zu schützen. Menschen, die einen Aufenthalt in den gefährdeten Gebieten planen, sollten sich von einem Facharzt für Reise- und/oder Tropenmedizin diesbezüglich beraten lassen.
Um sich vor der Japanischen Enzephalitis zu schützen, kann man zum einen Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen ergreifen, zum anderen gibt es eine Schutzimpfung. In der Apotheke gibt es Insektenschutzmittel, die auf die Haut gesprüht werden können und dann für eine gewisse Zeit Insekten wie Mücken abhalten. Um sich vor der Japanischen Enzephalitis zu schützen, sollte auch die Kleidung eingesprüht werden, so dass die Mücken nicht durch die Kleidung hindurch stechen. Am besten ist es, die entsprechenden Risikogebiete zu meiden. Ist dies nicht möglich, so sollte nachts über dem Bett ein Moskitonetz angebracht werden. Vor den Fenstern gibt es in vielen Hotels zudem auch Insektenschutzgitter. Für Risikogebiete gibt es auch spezielle Schutzkleidung zur Vermeidung von Mückenstichen.
Zusätzlich zu den Vorsichtsmaßnahmen sollte man sich impfen lassen, um eine Japanische Enzephalitis wirksam zu verhindern. Für wen die Impfung empfohlen wird, erfährt man von einem Facharzt für Reisemedizin. Um einen vollständigen Schutz vor der Japanischen Enzephalitis zu erreichen, muss die Schutzimpfung zweimal im Abstand von vier Wochen verabreicht werden. Nach der zweiten Impfung dauert es weitere vier Wochen, bis der Körper ausreichend Antikörper gegen das Virus gebildet hat und sich nicht mehr mit der Krankheit infizieren kann. Dann hält der Impfschutz etwa vier Jahre lang an und muss nach dieser Zeit wieder aufgefrischt werden. Als Nebenwirkung der Schutzimpfung können nach den Impfungen Muskel- und/oder Kopfschmerzen auftreten. Im Vergleich zu einem schweren Krankheitsverlauf der Japanischen Enzephalitis sind diese Nebenwirkungen jedoch harmlos und in Kauf zu nehmen.
Die Schutzimpfung ist in Deutschland jedoch erst für Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen, Kinder dürfen demnach noch nicht geimpft werden.
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