21. Oktober 2009
Eine Insektengiftallergie wird meist im Rahmen einer Hyposensibilisierung behandelt. Einem Insektenstich kann man oftmals vorbeugen.
Wird ein Patient mit einem anaphylaktischen Schock auf die Intensivstation eines Krankenhauses eingeliefert, erfolgt sofort eine Notfallbehandlung. Atmung und Kreislauf werden rund um die Uhr überwacht.
Liegt eine leichtere allergische Reaktion auf ein Insektengift vor, wird die Stelle am besten gekühlt. Meist bilden sich die Symptome innerhalb eines Tages wieder zurück.
Wurde eine Insektengiftallergie diagnostiziert, erhalten die Patienten von ihrem Arzt ein Notfallset. Dieses beinhaltet ein Notfallmedikament, das anzuwenden ist, wenn der Patient von einem Insekt gestochen wurde. Die Anwendung ist einfach und von jedem Patienten oder dessen Angehörigen selbst durchzuführen.
Um langfristig etwas gegen die Insektengiftallergie zu unternehmen, unterziehen sich viele Patienten der Hyposensibilisierungsbehandlung. Den Patienten wird dazu im Zeitraum von mindestens drei Jahren –meistens vierwöchentlich- eine geringe Menge des Allergie auslösenden Giftes unter die Haut gespritzt. Verträgt der Patient diese geringe Menge gut, wird die Dosis bei der nächsten Behandlung geringfügig gesteigert. Nach einigen Jahren sind die Patienten beschwerdefrei oder entwickeln nur noch minimale allergische Reaktionen, wenn sie von einem Insekt gestochen werden.
Um einem Insektenstich vorzubeugen, sollte man draußen und besonders in der Wiese nur mit Schuhen laufen. Insekten lieben verschiedenste Düfte. Man sollte also möglichst duftfreie Deodorants verwenden, um die Insekten nicht auf sich aufmerksam zu machen.
Gläser mit Getränken wie zum Beispiel Cola oder Limo sollten im Freien immer verschlossen werden. Auch das Benutzen von Strohhalmen verhindert, dass man ein Insekt mittrinkt, das sich im Glas befindet.
Wer im Garten arbeitet, sollte sich langärmlige Kleidung anziehen.
Wenn sich ein Insekt nähert, sollte man keinesfalls wild um sich schlagen sondern ruhig abwarten.
Wird man dennoch gestochen, sollte man den Stachel vorsichtig mit einer Pinzette entfernen und darauf achten, diesen nicht zu quetschen, um nicht noch mehr Gift aus dem Stachel herauszudrücken. Die Einstichstelle sollte sofort gekühlt werden. Juckt der Stich, helfen auch klein geschnittene Zwiebeln gegen den Juckreiz.
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