2. März 2007
Für das aus der Schönheitsbehandlung bekannte Botulinum-Toxin deutet sich ein neues Einsatzgebiet an: Es hilft sehr gut gegen die Inkontinenzform, die auf Überaktivität der Blasenmuskulatur beruht.
„Bei 90 Prozent der Patienten verschwindet auf diese Weise der Harndrang“, sagt Professor Daniela Schultz-Lampel, Leiterin des Kontinenzzentrums Südwest in Villingen-Schwenningen im Apothekenmagazin Senioren Ratgeber. Bei Inkontinenz können die Patienten ihre Harnblase nur begrenzt kontrollieren und verlieren häufig ungewollt Urin. In der Schönheitsbehandlung lässt die Botulinumspritze durch Lähmung kleiner Muskeln Falten verschwinden. In die Blasenwand injiziert bewirkt das Mittel, dass dessen Muskulatur nicht mehr durch Überaktivität quälen kann.
Die Injektionen müssen nach drei bis neun Monaten wiederholt werden. Die Behandlung ist aber noch kein medizinischer Standard. Als unerwünschter Effekt kann eine Blasenlähmung eintreten.
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