15. Juni 2007
Kleiner Piks mit großer Wirkung: Schwellkörperinjektionen (SKAT) versprechen Patienten mit erektiler Dysfunktion harte Tatsachen. Doch der Piks ist nicht immer ganz ungefährlich.
Männer mit Erektionsproblemen müssen sich nun nicht mehr mit der Schonzeit im Bett zufrieden geben. Mit Schwellkörperinjektionen kann Mann sich ganz einfach selbst helfen. Es braucht nur eine Insulinspritze mit feiner Nadel und ein Medikament, das vom Arzt individuell auf den Patienten eingestellt wird und schon ist die Eiszeit im Bett vorbei.
Ganz angenehm klingt die Prozedur nicht, doch die Nadel, die in den Schwellkörper gestochen werden muss, ist so fein, dass der Einstich kaum zu spüren ist.
Und so funktioniert es: Kurz vor dem geplanten Tête à Tête injiziert Mann sich ein Medikament, dass den körpereigenen Botenstoff Alprostadil (Prostaglandin E1) enthält. Diese Substanz verschafft den Arterien im Penis mehr Platz, indem es die Muskeln schlaff legt, die um die Arterien herum liegen. Auf diese Weise kann mehr Blut in die Schwellkörper fließen und die Erektion kann kommen. Wenn die Dosis genau eingestellt ist, lässt die Wirkung des Medikamentes nach einer Stunde nach und die Erektion klingt ab.
Das große Plus dieser Methode ist, dass jeder Mann zu einem erfüllten Sexualleben findet. Selbst Männer, bei denen die Nervenbahnen zwischen Gehirn und Penis geschädigt sind, wie etwa im Fall einer Querschnittslähmung oder nach einer Operation, kann so geholfen werden. Die Schwellkörperinjektionen können jedoch auch von Patienten verwendet werden, bei denen die erektile Dysfunktion andere Ursachen hat.
Doch nicht immer bleibt die Behandlung mit der feinen Nadel ganz ohne Nebenwirkungen. Wenn Mann eine zu hohe Dosis des Medikamentes spritzt, können schmerzhafte Dauererektionen auftreten. Diese können im schlimmsten Fall zu irreversiblen Schäden führen und den Penis endgültig funktionsunfähig machen. Daher muss in einem solchen Fall umgehend der Arzt aufgesucht werden, der ein Gegenmittel in den Schwellkörper spritzt. Weitaus harmlosere Folgen sind Blutergüsse oder leichte Schwellungen an der Einstichstelle.
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