Es werden zwei Formen der Impotenz unterschieden. Die Diagnostik erfolgt meist bei einem Urologen.
Männer können zwei Formen von Impotenz haben. Zum einen kann eine Unfruchtbarkeit vorliegen, die zur Folge hat, dass die betroffenen Männer keine Kinder zeugen können, zum anderen kann eine Erektionsstörung vorliegen, die jedoch mit der Fruchtbarkeit nichts zu tun hat.
Männer mit einer Unfruchtbarkeit bekommen zwar während des Geschlechtsverkehrs eine Erektion sowie einen Samenerguss zu dem von ihnen gewünschten Zeitpunkt, jedoch befinden sich in der Samenflüssigkeit keine oder nur unzureichende Spermien. Diese Spermien sind jedoch für eine Befruchtung der weiblichen Eizelle notwendig.
Männer mit einer Erektionsstörung haben Probleme mit der Erektion. Unter Erektionsstörung versteht man, dass der Penis nur unzureichend steif wird. Zusätzlich zu diesem Symptom der Impotenz können einige Patienten auch den Zeitpunkt nicht kontrollieren, in dem der Samen entfließt. Bei den einen Patienten bleibt der Samenerguss völlig aus, bei den anderen kommt er zu früh oder zu spät.
Die Diagnostik der Impotenz findet bei einem Urologen statt. Jedoch schämen sich viele Patienten, mit ihrem Problem einen Arzt aufzusuchen, so dass sie oftmals lange Zeit warten, bis sie sich doch entschließen können.
Der Urologe befragt den Patienten nach den genauen Beschwerden und führt eine körperliche Untersuchung durch. Im Rahmen der körperlichen Untersuchung wird nicht nur der Penis abgetastet sondern auch eine rektale Untersuchung durchgeführt. Der Arzt kann durch die rektale Untersuchung die Prostata ertasten.
Ist diese vergrößert, kann auch das ein Grund für die Impotenz sein. Zusätzlich wird auch noch Blut abgenommen und im Labor untersucht. Neben den allgemeinen Blutwerten werden auch im Rahmen eines Hormonstatus die Menge an Hormonen im Körper des Patienten bestimmt.
Neben dieser allgemeinen Untersuchung erfolgen spezielle Untersuchungen im Rahmen der Diagnostik einer Impotenz. Eine Untersuchung besteht darin, ein männliches Sexualhormon mit einer Spritze in den Penis bzw. in die Schwellkörper einzuspritzen.
Nach spätestens einer Viertelstunde hat der Patient aufgrund des gespritzten Sexualhormons eine Erektion, die für die Zeit der Untersuchung (bis zu vierzig Minuten) anhält. Der Urologe führt eine Ultraschalluntersuchung des Penis durch und kann so die Durchblutung während einer Erektion beurteilen.
Eine weitere Diagnosemöglichkeit besteht darin, den Patienten während des Schlafens zu untersuchen. Gesunde Männer haben während des Schlafens unbewusste Erektionen. Anhand bestimmter Messgeräte können diese nachgewiesen werden. Fällt dieser Test negativ aus, das heißt liegt eine normale nächtliche Erektion vor, sprechen psychische Gründe für die Impotenz.
In einigen Fällen versorgen die Nerven den Penis nicht mehr richtig, was dann zu einer Impotenz führt. Vermutet der Urologe diese Ursache, kann ein Test mit elektrischen Reizen durchgeführt werden. Besonders Patienten mit der Zuckerkrankheit sind von dieser Form der Impotenz häufig betroffen.
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