21. Oktober 2009
Hörsturz kann durch verschiedene Therapien behandelt werden. Es gibt einige Möglichkeiten, einem Hörsturz vorzubeugen.
Die Behandlung eines Hörsturzes besteht darin, das Innenohr wieder zu durchbluten, so dass die Hörminderung zurückgeht. Die häufigste Hörsturz-Therapie ist die Infusionstherapie. Patienten mit Hörsturz müssen dazu täglich für etwa zwei Wochen eine Infusion bekommen. Unter der Woche werden die Infusionen meist in der HNO-Praxis durchgeführt, am Wochenende in entsprechenden Bereitschaftspraxen. Neben den Infusionen erhält der Patient Medikamente zur Erweiterung der Blutgefäße, da durch die Infusionen die Blutmenge gesteigert wird und somit mehr Blut durch die Gefäße fließen muss. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit findet in der so genannten Überdruckkammer statt. Bei der hyperbaren Sauerstofftherapie atmet der Patient über eine Maske reinen Sauerstoff ein. Diese Therapie wird meist durchgeführt, wenn die Infusionen nicht den gewünschten Erfolg gezeigt haben. Wird der Hörsturz sofort nach Auftreten diagnostiziert, kann auch eine so genannte H.E.L.P.-Apherese erfolgen. Diese Behandlungsmethode kann nur in speziellen Behandlungszentren durchgeführt werden. Die Behandlung erfolgt ambulant und der Patient kann anschließend wieder nach Hause. Dem Patienten wird dazu Blut abgenommen und das Blut von bestimmten Stoffen wie zum Beispiel Cholesterin gereinigt. Das gereinigte Blut wird dem Patienten dann wieder zugeführt. Meist bemerken die Patienten noch während der Behandlung erste Erfolge. Auch eine Laser-Behandlung kann im Rahmen der Hörsturz-Therapie eingesetzt werden. Diese Methode ist jedoch noch umstritten. Der Patient erhält dazu eine Spritze mit dem pflanzlichen Wirkstoff Ginkgo. Ginkgo bewirkt, dass das Blut im Körper besser fließt, so dass die Durchblutung im Innenohr angeregt wird. Nach der Spritze wird das betroffene Ohr mit einem Laser für eine Stunde lang bestrahlt. Diese Behandlungsmethode führt ebenfalls zu einer höheren Versorgung mit Sauerstoff. Hörstürze werden oftmals durch Stress verursacht. Wer demnach beruflich oder privat dauerhaftem Stress ausgesetzt ist, sollte versuchen sich Freiräume zu schaffen. Auch Entspannungsmethoden können dazu beitragen, dem Körper die nötige Ruhe zu verschaffen. Auch auf seine Cholesterinwerte sollte man achten. Wer sich gesund und vitaminreich ernährt und dabei auch auf fettarme Nahrungsmittel achtet, kann so unter anderem einem Hörsturz vorbeugen. Auch auf das Rauchen sollte verzichtet werden, um einem Hörsturz und vielen weiteren Erkrankungen vorzubeugen. Das Nikotin der Zigaretten schädigt die Blutgefäße, was wiederum zu einer schlechteren Durchblutung des Körpers und somit zu einem Hörsturz führen kann.
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