12. Juni 2008
Von Sandra Spönemann
Unabhängig von Alter und Geschlecht kann ein Hörsturz jeden treffen. Ursache und Verlauf sind sehr individuell. Auch der Grad des Hörverlustes kann variieren. Durch die ungeklärte Ursache für das Auftreten dieses Krankheitsbildes, ist eine Therapie meist nur eine leichte Hilfe, die Heilung tritt meist spontan ein.

Druckgefühl und Piepen im Ohr könnten einen Hörsturz ankündigen
Druckgefühl im Ohr und dieses nervende, piepende Geräusch will nicht aufhören? Diese Symptome könnten Anzeichen für einen beginnenden Hörsturz sein. Treten zusätzlich aber auch Schmerzen auf, spricht das für eine andere Erkrankung. Mit einem Hörsturz kann das Gefühl von Schwindel einhergehen, da unser Gleichgewichtssinn im Ohr angesiedelt ist. Geräusche sind, sofern überhaupt noch wahrnehmbar, oft verzerrt, werden doppelt gehört oder auch nur die hohen oder niedrigen Töne sind hörbar. Betroffene berichten häufig von einseitig auftretender Taubheit. Genau so plötzlich wie ein Hörsturz auftritt, kann er wieder heilen. Ist das Taubheitsgefühl durch ein lautes Geräusch in direkter Ohrnähe (z.B. Silvesterknaller oder ähnliches) oder durch Verstopfung verursacht, spricht man nicht von einem Hörsturz.
Es wird vermutet, dass der Hörverlust aufgrund einer Durchblutungsstörung im inneren des Ohres auftritt. Diese kann durch Infektionen, Erkrankungen des Immunsystems, Einblutungen nach Unfällen, Auswirkung von Tumorerkrankungen oder durch Medikamente bedingt sein. Personen die schlaganfall- oder herzinfarktgefährdet sind (bei Fettleibigkeit, Rauchern, Diabetikern) tritt ein Hörsturz häufiger auf. Es gibt so viele Krankheiten, die auch das Ohr und die Durchblutung in Mitleidenschaft ziehen können, dass eine gründliche Untersuchung des Trommelfells/Gehörganges, des Schädels, des Blutbildes und der Herztätigkeit vonnöten sein kann.
Ein weiterer, empirischen Studien zufolge häufiger, Auslöser für einen Abfall der Hörleistung ist starker Stress, hervorgerufen durch berufliche Belastung oder ähnliches. Durch Stress werden im Gehirn Stoffe ausgeschüttet, welche die Durchblutung beeinflussen, der Kopf macht sozusagen "dicht", eine Art nervlicher Zusammenbruch in Bezug auf das Ohr. Therapien zielen dementsprechend auf die Förderung der Durchblutung ab.
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