29. Juli 2009
Von Viola Reinhardt
Es gibt nicht schöneres als die Natur zu genießen und sich nebenbei sportlich zu betätigen. Einen Berg erklimmen ist hierfür die ideale Gelegenheit. Doch aufgepasst, gerade beim Bergsteigen ist die Gefahr groß, an einer schädlichen bis hinzu tödlichen Erkrankung zu erliegen. Die so genannte Höhenkrankheit. Es ist unbedingt erforderlich sich darauf vorzubereiten, wenn man den Bergsport nicht mit einer negativen Erfahrung erleben will.
Eine Höhenkrankheit tritt ein, wenn der Sauerstoffpartialdruck (der Anteil des Sauerstoffs im Gesamtdruck eines Gasgemisches) in der Luft rapide sinkt und sich der Körper nicht schnell genug drauf einstellen kann. Dies bewirkt in der Folge eine geringe Sauerstoffversorgung und einen verminderten Druck in den Lungenbläschen, die wiederum verursachen, dass sich eine vermehrte Wasserablagerung aus den Blutgefäßen im umgebenden Gewebe bildet.
Daraus folgen lebensbedrohliche Erkrankungen, insbesondere für Gehirn und Lunge. Ein Hirnödem oder eine Lungenödem entsteht daraus. Darüber hinaus kann es zu einer Vielzahl von weiteren Krankheiten kommen. Von einer milden Höhenkrankheit, die bei den meisten Leuten auftritt, die die 3000 Meter Marke überschreiten, bis hinzu weiteren tödlichen Erkrankungen, die laut Statistik für die meisten Todesursachen im Gebirgssport verantwortlich sind. Erste Symptome können bereits bei einer Höhe von 2500 Meter eintreten.
Aus diesen durchaus ernst zu nehmenden Gründen, sollte man sich unbedingt auf die nächste Bergtour vorbereiten. Denn vor der Höhenkrankheit ist niemand gewappnet. Unabhängig von Alter oder Geschlecht, selbst Leistungssportler können davon betroffen sein. Eine ausgeprägte Anfälligkeit konnte jedoch bisher nur bei Kindern festgestellt werden, die auf einer kleineren Lunge und deren reduziertem Volumen basiert. Um die Lungen vorzubereiten sind Ausdauersportarten bestens geeignet. Für die muskuläre Vorbereitung sind Kniebeugen zu empfehlen, am besten mit einem gefüllten Rucksack oder wenn möglich, beim Training dem Hauptaugenmerk auf Geräte wie Beinpressen und ähnliches.
Vor allem mit Bedacht sollte man beim Gebirgssport vorgehen, denn die meisten Unfälle entstehen durch Leichtsinn oder Ungeduld, sowie Unkenntnis über die zahlreichen Begebenheiten der Bergwelt. Gegen auftretende Kopfschmerzen sind gängige Kopfschmerztabletten durchaus geeignet und gehören deswegen zum Medikamentenpack dazu. Bei aufkommender Übelkeit ist das sofortige Absteigen dringend erforderlich und zwar so lange bis sich das normale Befinden wieder einstellt. Zudem gibt es auch spezielle Medikamente gegen die Symptome und Erkrankungen der Höhenkrankheit. Selbige sind von einem Arzt oder Apotheker zu erhalten. Wenn man sich also auf den Gebirgssport bestens und somit sorgfältig vorbereitet, stehen die Chancen gut einer Höhenkrankheit zu entgehen. Und so kann ein Ausflug in die Berge oder der Gebirgssport selbst, zu einem unvergesslichen und wundervollem Erlebnis werden, mit wiederkehrendem Spaßfaktor.
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